Seite: 3 | Ausgabe: 01/2012 Editorial
Respekt
Silber ist das Grau der Snobs wie Beige das Weiß der Ängstlichen. Dieses schöne Zitat kommt von Friedrich Ernst von Garnier, dem allzeit streitbaren Geist beim Thema Farbe. Es stammt aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung über das Werk des Farbgestalters. Werner Schledt entdeckte es, siehe „Rettungsschirm“ auf Seite 48. | Auch Fußballtrainer Felix Magath wird im erwähnten Artikel zitiert: „Früher haben wir weniger verdient, dafür hatten wir mehr Spaß. Heute ist der Spaßfaktor geringer, dafür verdienen wir mehr.“ Dass genau das auch für uns gilt, das kann sich Werner Schledt vorstellen. Und vermutlich hat er damit recht. | Farbe kann unsere Stimmung verbessern. Das wissen wir und sagen es hoffentlich unseren Kunden. Die beiden Artikel „Frisch, frech, farbenfroh“ auf Seite 12 und „Farbe macht Spaß“ auf Seite 16 lassen ahnen, wie die Farbe als „Launenverbesserer“ wirken kann. | Farbe allein reicht jedoch nicht aus, um ein Wohlgefühl zu schaffen. Mitarbeiter, die über viel soziale Kompetenz verfügen, sind nicht umsonst die „Trinkgeldkönige“. Auf Seite 38 findet sich der Bericht „Menschliche Komponente“ über eine Diskussion mit Gästen vor Ort in Leinfelden beim Malerblatt. | Wie Kunden und auch Mitarbeiter behandelt werden wollen, damit sie treu bleiben, damit befasste sich die Management-Beraterin Anne Schüller. „Loyalitäten erodieren derzeit massiv.“ Und weiter: „Die Wechselbereitschaft der Kunden ist so hoch wie nie.“ Auf der Website der „Absatzwirtschaft“, www.marketing-site.de, kann das gelesen werden. | Es gärt. So war ein Interview überschrieben von changeX mit Fridtjof Helemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mercer Deutschland. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung an. Fridtjof Helemann sieht eindeutig einen Wendepunkt in der Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wertschätzung und Respekt müssten eine Renaissance erfahren, weil sich die Mitarbeiter ansonsten nicht mehr mit dem Unternehmen identifizieren würden. Arbeitgeber sollten sich auf drei Kernfelder konzentrieren: „Das eine sind Offenheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit von Führung. Das zweite sind Respekt und Wertschätzung im Umgang miteinander. Und dann das dritte, fördern und fordern im Alltag.“ Das alles zumindest anzustreben, das wäre doch ein schöner Vorsatz für 2012. | Das Wort des Jahres 2011 ist übrigens „Stresstest“. Weichen Sie drohenden Stresstests so gut wie möglich aus. Ihnen das Allerbeste fürs noch frische Jahr!
Ulrich Schweizer [ulrich.schweizer@konradin.de]
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