225 Jahre Sikkens

Auf einer Fachtagung im Kloster Haydau präsentierte Sikkens seine Produktwelten für das Jubiläumsjahr.

Martin Mansel

Seit dem Jahr 1792 hat Sikkens sich zur Aufgabe gesetzt, dem Maler nur beste Produkte und Leistungen zu bieten. Für erstklassige Ergebnisse, die seine Auftraggeber begeistern. Heute, 225 Jahre später, gehört das Unternehmen, das seit 1939 in Sassenheim ansässig ist, als international anerkannte Marke zu AkzoNobel, einem führenden Unternehmen in der Farben- und Lackindustrie.
Über 100 Top-Einzelhändler hatte das Unternehmen nach Hessen eingeladen, um das markenübergreifende Programm vorzustellen. In Workshops hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Produkteigenschaften auch praktisch zu erleben. Ein „Marktplatz“ bot den Rahmen zum Austausch mit den Brand Managern der einzelnen Marken. Im Shop-Bereich zeigte man die aktuellen POS-Auftritte für den Fachhandel. Außerdem präsentierte der Hersteller sein neues Partnerprogramm für Fachhändler. Auch das Vortragsprogramm war hochkarätig. Unter anderem hatte man Tobias Burkhardt als Redner gewonnen. Er ist spezialisiert auf das Thema Digitaler Wandel und stellte Gefahren und Chancen vor, welche die digitale Transformation im Handel für die Akteure bedeutet.
Die Gestaltung der Zukunft liegt auch den Sikkens-Mitarbeitern am Herzen. „Durch Innovation stellen wir sicher, dass unsere Kunden mit unseren Produkten immer Spitzenergebnisse erzielen”, betont Richard Rüttermann, Leiter des Anwendungstechnischen Zentrums Deutschland und Österreich. Das Ergebnis sind Farben, Lacke und Lasuren, die sowohl in puncto Bindemitteltechnologie, Leistungsfähigkeit als auch Nachhaltigkeit hohe Maßstäbe im Markt setzen sollen. Ein Beispiel: Bereits im vergangenen Jahr wurde die extrem schmutzabweisende Spezialfarbe Alpha Rezisto Mat vorgestellt. Die Gebinde für das Produkt mit der edelmatten Optik erhalten ein neues Verpackungslayout, das die Produkteigenschaften besser ablesbar macht. Die schmutzabweisende Wirkung der neuen Innenwandfarbe bietet den Auftraggebern einen deutlichen Mehrwert, den sie zu schätzen wissen und dementsprechend honorieren. Damit gewährleistet die Hochleistungsfarbe dem Maler ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und profitable Aufträge. „Erfolgreich sind wir nur im Team”, meint Vertriebsleiter Stefan Klinker. „Darum werden wir unsere Kunden auch in Zukunft mit unserem in 225 Jahren erworbenen Know-how unterstützen und ihnen beste Produkte mit hohem Mehrwert bieten.“„Denn mit unseren Produkten wollen wir dem Maler nicht nur die beste Technologie für eine perfekte Oberfläche bieten, sondern auch einen Mehrwert” unterstreicht Richard Rüttermann.
Für die Zukunft hat man sich viel vorgenommen. Mit dem Ausbau der wasserverdünnbaren Lacke und Lasuren sowie mit leistungsfähigen Dispersionen mit Zusatznutzen soll die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden. Bis zum Jahr 2022 will man die Hälfte seines Umsatzes mit den wasserbasierten Lacken und Lasuren zu erzielen.

Sikkens – die Meilensteine
Sikkens – die Meilensteine
1792
Der in Groningen sesshafte Maler Wiert Willem Sikkens beginnt, Lacke herzustellen und verkauft sie neben Glas, Holz und Wolle an Malerkollegen und andere Kunden.
1837
Sein Sohn Geert Willem und Willem Penaat nennen die gemeinsame Firma G. W.Sikkens & Co
1869
Willem Penaat, der das Unternehmen seit dem Tod von Gert Willem Sikkens allein weiterführte, errichtet eine Fabrik außerhalb der Stadt Groningen. Erste Zweigstelle in Deutschland in Emden
1903
Penaats Söhne Willem und Johannus weihen eine größere Fabrik im neuen Groninger Industriegebiet Helpmann ein.
1924
Aufbau eines Labors zur Überwachung der Qualität und zur Entwicklung neuer Produkte
1928
Sikkens führt den Zelluloselack ein, dessen Herstellung in einer speziellen Fabrik erfolgt. Der neue spritzbare Lack kam insbesondere in der Industrie zum Einsatz – und zwar bei den unterschiedlichsten Produkten von Autos, Flugzeugen und Zügen, Schreibmaschinen und Möbel sowie Schuhen und Puppen.
1934
synthetischer Lack Rubbol AZ
1939
Sikkens zieht von Groningen nach Sassenheim. Der Zweite Weltkrieg stoppte das weitere Wachstum, da die Einfuhr von Rohstoffen aus dem Ausland nicht möglich war. Sikkens nutze die Zwangspause und entwickelte in seinen Labors künstliche Harze.
1947
Gründung der Kunstharzfabrik „Synthese“, der heutigen Akzo Nobel Kunstharze.
1957
Erschließung des deutschen Marktes. Übernahme verschiedener Fabriken und Marken
1962
Die Koninklijke Zout Kette (KZK) gliedert sich der Sikkens Gruppe an.
1965
Verschmelzung verschmolz diese mit Koninklijke Zwanenberg Organon (KZO).
1969
Akzo entsteht. Der Grundstein für das Wachstum in West- und Osteuropa, in Nord- und Südamerika, in Asien und Afrika ist gelegt.
1978
ACC System: Mit dem ACC-Code können die Wunschfarbtöne mittels Mischmaschine getönt werden.
1993
Akzo fusioniert mit der schwedischen Gesellschaft Nobel, die sich seit 1871 auf Lacke und Polituren spezialisiert hatte.
2000
Lacke mit patentierter Hybrid- und Tribrid-Technology
2010
Bautenfarben, Lacke und Lasuren müssen nun den neuen verschärften Grenzwerten für Volatile Organic Compounds (VOC) – auf Deutsch: flüchtige organische Stoffe – entsprechen.
Rubbol AZ HS (High-Solid)
2014
Das 5051 Color Concept wird eingeführt. Mit 2.079 Farbtönen kann der Maler allen Kundenwünschen gerecht werden.
2015
Die Lasuren Cetol BLX-Pro, Cetol BLX-Pro Top und Cetol Filter 7 Plus
2017
Alpha Rezisto Mat