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V.l.: Farina Diedrich und Franziska Grunwaldt, Geschäftsführerin der Maler- und Lackiererinnung Hamburg.
Foto: Maler- und Lackiererinnung Hamburg
Farina Diedrich hat die Jury beim Landesleistungswettbewerb der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg überzeugt.

Beste Malerin Hamburgs gekürt

Die jahrgangsbesten Maler- und Lackierergesellinnen und -gesellen traten beim diesjährigen Landesleistungswettbewerb der Maler- und Lackiererinnung Hamburg gegeneinander an. Gesucht wurde der beste Nachwuchsmaler oder die beste Nachwuchsmalerin Hamburgs.

Dieses Jahr bestand die Aufgabe darin, ein Café innerhalb des „Kultur Quartiers“ inmitten der Hamburger Speicherstadt und Hafencity zu gestalten. Farina Diedrich konnte die Jury letztendlich mit ihrer Gestaltung nach einer knappen Entscheidung überzeugen. Den zweiten Platz belegte Johannes Benthien. Beide stellten unter Anwendung unterschiedlicher Techniken ihr Können unter Beweis – die technische Umsetzung zählte dabei genauso wie eine harmonische Farbgestaltung und eine gute Präsentation des Ergebnisses.

Johannes Benthien absolvierte seine Ausbildung bei dem Innungsmitglied Otto Gerber GmbH. Jetzt ist er als Junggeselle in dem Malereibetrieb A.W. Mayer tätig. Farina Diedrich hat ihre Ausbildung beim Malereibetrieb „Elbmaler“ in Hamburg-Blankenese absolviert. „Besonders gut an meinem Beruf gefällt mir, dass ich mich selbst ausprobieren und Dinge immer wieder neu gestalten kann“, sagt sie. Neben dem gestalterischen finde sie auch den technischen Aspekt des Maler- und Lackierer-Handwerks interessant, so Diedrich. Seit August dieses Jahres bildet sich die Malerin durch eine zweite Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin weiter. Dass man beide Bereiche zusammenbringen kann, zeigte Diedrichs kreative Gestaltung beim Landesleistungswettbewerb.

Die junge Siegerin verwendete neben einer Matt-Spachtel-Technik aus der Malerei auch Autolacksilber, um einen Teil der Fläche zu gestalten. „Mir war es sehr wichtig, den modernen sowie den traditionellen Aspekt des Kultur Quartiers zu vereinen. Die Speicherstadt ist für mich ein Symbolbild Hamburgs, sodass ich diese direkt mit dem Thema assoziiert habe.“ Holger Jentz, stellvertretender Obermeister und Bildungsausschussvorsitzender der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg, lobt: „Mit dieser Gestaltung steht Farina Diedrich symbolisch für das gesamte Maler- und Lackierer-Handwerk, das stets Tradition und Moderne miteinander verbindet. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landesleistungswettbewerbs sind nun offiziell die ‚Elite‘ ihres Jahrgangs. Sie stehen für das hohe Ausbildungsniveau unserer Betriebe und der Innung.“

Für die Siegerin geht es nun zum Norddeutschen Leistungswettbewerb und anschließend zum Bundesleistungswettbewerb. Dort wird sie sich mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland messen. Auch Franziska Grunwaldt, Geschäftsführerin der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg, ist stolz auf die erfolgreichen Nachwuchskräfte ihres Gewerks: „Mich persönlich freut es sehr, dass immer mehr junge Frauen erfolgreich den Schritt ins Maler- und Lackiererhandwerk wagen. Auf dem Weg dorthin nehmen weibliche Vorbilder wie Farina Diedrich eine wichtige Rolle ein.“