Ein neuer Weg

Die Fachschule Farbtechnik Hamburg erweitert ihr Angebot um den Ausbildungsweg zum staatlich geprüften Farb- und Lacktechniker.

Die Fachschule Farbtechnik an der Beruflichen Schule Holz.Farbe.Textil in Hamburg übernimmt als einjährige Oberstufe der beruflichen Bildung seit fast 85 Jahren eine wichtige Rolle in der Hansestadt. Mit dem Ziel, Gesellinnen und Gesellen des Maler- und Fahrzeuglackiererhandwerks zur mittleren Führungskraft zu qualifizieren, führt sie ihre Absolventen seit jeher zur integrierten Meister/innenprüfung vor der Handwerkskammer Hamburg. Ihr Angebot der Aufstiegsfortbildung konnte auf diesem Wege zur Stärkung der dualen Erstausbildung und einer Karriere im Handwerk beitragen. Demografischer Wandel, steigende Innovationsgeschwindigkeiten, hohe Anforderungen an die Mitarbeiter sowie Nachfolgeprobleme lassen die Hamburger Industrie, den Handel und das Handwerk fortan aber mehr erwarten. Auch das Interesse der Lernenden ändert sich: Schon vor Antritt der Malerausbildung soll die Möglichkeit sichergestellt sein, in einem anschließenden Bildungsgang auf Bachelorniveau (DQR 6) ökonomisch, effizient und marktgerecht ausgebildet und bezahlt werden zu können. Nun wird also aufgesattelt: Ab Sommer 2017 führt die Fachschule Farbtechnik Hamburg in zwei Jahren Vollzeitschule schulgeldfrei auch zum staatlich geprüften Farb- und Lacktechniker – mit optionaler Fachhochschulreife und Vorbereitung auf die HWK-Meisterprüfung.

Zwei Jahre Vollzeit
Um die Fachschule Farbtechnik Hamburg als echte berufliche Alternative zu einem Bachelorstudium etablieren zu können, wird in der zweijährigen Schulzeit konsequent die berufliche Handlungskompetenz in den Vordergrund gestellt. Der neue Bildungsplan weist dazu je 15 neu entwickelte Lernfelder für Maler und Lackierer sowie für Fahrzeuglackierer aus. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg erfolgte deren Orientierung an sorgfältig ermittelten beruflichen Arbeitsprozessen.
Das Curriculum der Fachschule nimmt gleichermaßen fachliche, individuelle und gesellschaftliche Fragestellungen ins Visier. Ausgewogen widmet man sich in den konkreten Lernsituationen sowohl Kundenaufträgen, als auch Managementaufgaben und integriert wichtige Themengebiete wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung an vielen Stellen. Die Kooperation mit der Wirtschaft erfolgt durch zwei- bis dreiwöchige Besuche Hamburger Unternehmen, in denen sich die Fachschüler/innen ein Thema für ihre schriftliche Facharbeit suchen. Ein Austausch mit Partnerschulen in Dänemark soll die Absolventen zum Europass führen. In zusätzlichen Kompetenzbausteinen widmet man sich explizit auch Personal- und Sozialkompetenzen wie „Ausbildung und Personalentwicklung“, „Im Team arbeiten“, „Lern- und Informationstechniken anwenden“, „Selbst- und Zeitmanagement“ und weitere.
Neue Räume
Der Raum als dritter Pädagoge wird in der neuen Fachschulform ebenfalls intensiv überdacht: Zeitgleich mit der Eröffnung der zweijährigen Fachschule werden neue Werkstätten, zwei neue Lackierhallen, ein großes Lernatelier, ein neues Prüf- und Messlabor sowie eine Kantine mit Ganztagsangebot errichtet. Die bereits vorhandene Infrastruktur mit moderner EDV, freiem W-LAN, 2-D- und 3-D-Druckwerkstätten, individuellen Schülerarbeitsplätzen, Ateliers, etc. erfährt somit angemessene Erweiterungen.
Alle Lernorte sind bis in die Abendstunden frei zugänglich. Somit erfolgt eine sinnvolle Unterstützung des individualisierten Lernens als Ergänzung zum gemeinsamen Lernen im Klassenverband und in schulformübergreifenden Projekten mit der ansässigen Fachschule Holztechnik und der Fachoberschule Gestaltung. Ausgebildete Lerncoaches begleiten die Fachschüler/innen dabei während der gesamten Schulzeit. Zusammen mit ihnen entscheiden sich alle Lernenden nach dem ersten Halbjahr, ob sie sich die Technikerprüfung inkl. Meisterprüfung zutrauen, oder ob sie nach bisherigem Modell doch lieber nur ein Jahr zur Schule gehen und es beim Ziel „Meister/-in“ belassen wollen.
Die Förderung von Kreativität und Eigenverantwortlichkeit wird an der Fachschule Farbtechnik in Hamburg somit großgeschrieben. Eben „Extraklasse, statt weißer Masse“ wie es in der Werbekampagne zur Schuleröffnung heißt.

praxisplus
Ab Sommer 2017 führt die Fachschule Farbtechnik Hamburg in zwei Jahren Vollzeitschule zum staatlich geprüften Farb- und Lacktechniker, mit optionaler Fachhochschulreife und Vorbereitung auf die HWK-Meisterprüfung. Damit bietet sie Gesellen einen anschließenden Bildungsgang auf Bachelorniveau (DQR 6). Während der Schulzeit wird konsequent die berufliche Handlungskompetenz in den Vordergrund gestellt. Der neue Bildungsplan weist dazu je 15 neu entwickelte Lernfelder für Maler und Lackierer sowie für Fahrzeuglackierer aus.
Infos und Anmeldungen zur Fachschule Farbtechnik Hamburg ab sofort unter: