Kalk kreativ

Teil 1: Neue Trends für kreative Oberflächen.

Die kunstvolle Beschichtung von Wänden und Decken hat bekanntlich eine lange Tradition. Offenbar gab es schon immer das Bedürfnis, große Flächen durch eine individuelle Gestaltung aufzuwerten. Zunächst blieb das nur wenigen vorbehalten, edlen Marmorputz oder kostbare Metall-Oberflächen fand man nur in Kirchen und Schlössern. Denn diese Handwerkskunst hatte schon immer ihren Wert: Zu Zeiten Friedrichs des Großen galt der täuschend echte Marmorputz als hochwertiger als das steinerne Original – noch heute zu besichtigen im Schloss Sanssouci in Potsdam.

Auch modern
Heute könnte man sagen, ein Trend hat sich neu erfunden. Ging es zu Anfang noch darum, mit Wischtechnik schöne Wolken an die Wände zu bringen, sind die Möglichkeiten ungleich vielfältiger geworden. Mit wenigen Arbeitsschrit-ten lassen sich mit der Glättetechnik Marmoroberflächen nachbilden, auch Sandstein- oder sogar Travertin-Optik kann mit Feinputzen, Farben und der richtigen Technik entstehen. Neuerdings löst man sich zunehmend von den historischen Vorbildern, das Gestaltungsspektrum wird deutlich moderner: Die aktuellen Techniken Holz- und Beton-Optik passen perfekt zu zeitgemäßen Einrichtungsstilen. Kein Wunder, dass derart stylish beschichtete Wände, egal ob als vollflächige Gestaltung oder als Akzentfläche, bei Raumgestaltern, Designern und Auftraggebern wieder ganz oben auf der Wunschliste stehen.
Repräsentativ
Auch die Einsatzgebiete haben sich im Laufe der Jahre verbreitert: Neben privaten Wohnräumen sind es vor allem repräsentative Bereiche in Unternehmen, die sich mit individuellen Akzenten gestalten lassen. Durch einen imprägnierenden Oberflächenschutz eignen sich einige Beschichtungen sogar für Feuchträume. Hier ergeben sich zusätzliche Umsatzflächen bei Badsanierungen.
Die modernen Werkstoffe für kreative Oberflächen sind häufig auf Kalkbasis, womit sich heute bestens argumentieren lässt. Denn die Beschichtungen sehen nicht nur toll aus, sie sorgen nebenbei auch für ein gesundes Wohnklima. Bei der Kalkulation bieten sich durchaus Spielräume, da die meisten Techniken mit wenigen Materialien und Arbeitsschritten auskommen und nur kurze Trocknungszeiten berücksichtigt werden müssen.
In den nächsten Folgen unserer neuen Serie zeigen wir, wie mit wenigen Produkten die Trendoberflächen Holz, Vintage und Beton erzeugt werden.