Dr. Thomas Brenner, Leiter des Kompetenzzentrums für Farben und Putze der Deutschen Amphibolin-Werke (DAW SE).
Fotos: Caparol

Weniger Gewicht, mehr Leistung

Für Dr. Thomas Brenner, Leiter des Kompetenzzentrums für Farben und Putze der Deutschen Amphibolin-Werke (DAW SE) in Ober-Ramstadt, bricht mit der Markteinführung von ThermoSan Fassadenputz NQG und Sylitol Fassadenputz NQG ein neues Putz-Zeitalter an.

Die neuen, organischen Leichtputze sollen stark schmutz- und wasserabweisend sein. Wie wird das erreicht? Dr. Brenner: Durch das Prinzip der „inneren Hydrophobie“. Das kann man sich so vorstellen: Um nach einem Regenguss so schnell wie möglich wieder eine wassertropfenfreie Fassade zu erhalten, muss die Feuchtigkeit verdunsten können. Wassertropfen dürfen auf der Oberfläche daher keine punktuellen Pfützen bilden können, sondern müssen sich zum beschleunigten Abtrocknen möglichst rasch großflächig verteilen. Dass das in der Praxis auch genauso funktioniert, dazu trägt in erster Linie die stabile Rezeptur bei, die auf unserer Nano-Quarz-Gitter-Technologie beruht. Dadurch können sich um die Wassertropfen herum keine Schmutzränder bilden, die sonst nach dem Verdunsten auf der Putzoberfläche sichtbar bleiben und das Fassadenbild dauerhaft trüben. Gleichzeitig wird bei Leichtputzen durch das beschleunigte Abtrocknen das Risiko einer Veralgung drastisch minimiert, da sich Algen ohne Feuchtigkeit weder ansiedeln noch ausbreiten können. Die Fassade bleibt somit länger ansehnlich.

Sie erzielen durch die beschleunigte Verdunstung einen ästhetischen Vorteil, der dem Bauherrn und Hauseigentümer nützt? Bildlich gesprochen, könnte man sagen, dass die Forschung den Sumpf auf der Fassade trockengelegt hat. Führt man sich vor Augen, dass das Bauen ein ewiger Kampf gegen das Wasser ist, wird die Wichtigkeit der beschleunigten Abtrocknung für die Funktionalität der Putzbeschichtung wie auch für deren Erscheinungsbild deutlich.
Die Bezeichnung „Leichtputz“ legt nahe, dass das Gebinde weniger wiegt; was bringt ein Eimer Leichtputz auf die Waage? Dass der Eimer ThermoSan Fassadenputz NQG nur 20 statt wie üblich 25 Kilo wiegt, spürt der Verarbeiter am Henkel. Beim Sylitol Fassadenputz NQG sind es sogar nur 18 Kilo pro Gebinde, die der Maler auf der Baustelle und auf dem Gerüst zu tragen hat. Das verringerte Gewicht kommt der Gesundheit des Verarbeiters und dem Erhalt seiner Arbeitskraft unmittelbar zugute.
Ein Putz wird aber nicht nur deswegen gekauft, weil das Gebinde ein paar Kilo leichter ist. Weniger Gewicht entlastet auch die Umwelt, weil weniger Masse per Lkw von einem zum anderen Ort transportiert werden muss. Ganz abgesehen davon sollte man als Verarbeiter, der Putze hauptsächlich in funktionaler sowie wirtschaftlicher Hinsicht miteinander vergleicht, am besten auf die Flächenleistung pro Eimer achten. Wenn wesentlich weniger Putz zum Beschichten einer Fläche von bestimmter Größe benötigt wird, sagt das viel über die Qualität im Eimer aus und relativiert zugleich den Preis.
Apropos Qualität: Was sind die Highlights dieser beiden Leichtputze? Freibewitterungsversuche haben gezeigt, dass der Thermosan Fassadenputz NQG der einzige Putz im Markt ist, der mit einem Silikatputz hinsichtlich Weißhaltung und Farbtonstabilität mithalten kann.

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Für Verarbeiter wurde ein Kalkulationstool entwickelt, das Preisvergleiche unterschiedlicher Putze ermöglicht und mit wenigen Klicks auch den Mengenbedarf pro Objekt konkret berechnet.

Roadshow

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Roadshow
Von Kiel bis Rosenheim: Insgesamt 35 Städte besuchte die Caparol Roadshow deutschlandweit. Station gemacht wurde jeweils bei den wichtigsten Großhändlern. Dort sollten sich die Maler treffen, um sich über die Vorteile des neuen Leichtputzes und der Hanfdämmung zu informieren. Dipl.-Ing. Andreas Kamp (Foto), Leiter des Marketings Fassadendämmtechnik bei Caparol, schulte sowohl den Innendienst der jeweiligen Großhändler als auch die Maler. Im Schnitt würden rund 250 Interessenten zu den Veranstaltungen kommen, so Kamp. „Mit den Leichtputzen arbeitet man leichter und wirtschaftlicher“, so der Marketingleiter weiter. Davon konnten sich auch die in Ludwigsburg Anwesenden überzeugen, denn neben Vorträgen ließen sich die neuen Produkte auch direkt vor Ort testen. Nach getaner Arbeit ließ es sich bei Burgern und kühlen Getränken fachsimplen.