Die Arbeit auf Hubarbeitsbühnen im Winter birgt viele Gefahren, die durch die Einhaltung dieser Grundregeln minimiert werden.
Foto: Riwal
Diese Arbeiten sind jetzt wichtig

Baustellen im Winter: Worauf Sie achten sollten

Das Wetter während der Wintermonate stellt Bediener von Hubarbeitsbühnen regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Der Grund: Schnee, Eis und Kälte bergen vielerlei Gefahren. Einige sind zwar offensichtlich, werden aber trotzdem oft unterschätzt. Wir geben Tipps, worauf Sie beim Gebrauch einer Arbeitsbühne achten sollten.

Kälte kann sich beispielsweise negativ auf die Konstitution auswirken. Vor allem in großen Höhen kann sie den Bediener trotz winterfester Kleidung schnell frieren lassen. Die Folge: Die Konzentration wird herabgesetzt bzw. kann nicht so lange aufrechterhalten werden wie bei wärmeren Temperaturen. Zudem können kalte Finger und dicke Handschuhe die Bedienung der Steuereinheiten erschweren. Deshalb: Achten Sie auf geeignete Bekleidung sowie wärmende Handschuhe, die gleichzeitig ein uneingeschränktes Bedienen der Elemente ermöglichen, und legen Sie kurze Arbeitspausen ein, um sich regelmäßig aufzuwärmen.

Rutschgefahr

Wirklich gefährlich kann es werden, wenn die Arbeitsbühne keinen festen und sicheren Stand hat. „Das kann beispielsweise dann passieren, wenn der Boden in Folge von Temperaturerhöhungen und direkter Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf aufweicht und rutschig wird“, so Ingo Steinberg, Leiter der Riwal-AFI-Akademie. Auch wenn Schnee und Eis den Boden bedecken und ein ungeeigneter Untergrund als solcher nicht erkennbar ist, droht Gefahr. Denn die Standfestigkeit der Maschine ist kurzfristig gefährdet, was im schlimmsten Fall zum Rutschen und Kippen führen kann.

Folgendes sollten Sie beim Aufstellen einer Arbeitsbühne beachten:

  • Schreiten Sie die Wegstrecke ab und befreien Sie sie von Schnee und Eis, um den Untergrund in Augenschein nehmen zu können.
  • Prüfen Sie den Weg und die Abstellfläche auf Unebenheiten, Versorgungskanäle, provisorisch abgedeckte Öffnungen und deren Belastbarkeit, Gruben und ähnliche Umstände, ob sie dem Bodendruck der Arbeitsbühne standhalten.
  • Prüfen Sie die durch den Temperaturanstieg im Tagesverlauf veränderten Bodenbedingungen. Stellen Sie sicher, dass die Bühne gerade steht und verwenden Sie gegebenenfalls trockene Nivellierplatten, um ein Rutschen, Einsinken oder gar Kippen der Maschine auszuschließen.
  • Denken Sie bitte daran, dass in der ungünstigsten Position bis zu 80 % des Gesamtgewichts einer Arbeitsbühne auf einem Rad, einer Stütze oder Achse lasten können

Richtig laden: Batterien bei Kälte

Weiterhin kanne es bei niedrigen Temperaturen zu Batterieausfällen kommen. Auch wenn diese Batterien in kälteren Umgebungen wieder geladen werden, lässt sich der Motor nicht starten – und das unabhängig davon, wie lange die Ladezeit ist. „Das bedeutet aber meistens nicht, dass Batterie oder Ladegerät kaputt sind“, weiß Steinberg aus Erfahrung. Der Grund ist meistens die niedrige Temperatur. Liegt diese unter +6°C, nimmt die Batterie keine Ladung an. Fahren Sie die Arbeitsbühne daher an einen Ort, an dem mehr als +6°C herrschen und laden Sie die Batterie dort oder bauen Sie die Batterie im Notfall aus und laden Sie diese in einer warmen Umgebung vollständig auf.