Ramon Alexander Pfeiler ist Malermeister, Betriebswirt und Impulsgeber. Mit der Weiterentwicklung und der Prozessoptimierung von Handwerksbetrieben der Maler- und Ausbaubranche setzt er sich seit vielen Jahren auseinander.
Eckpfeiler

Ungeliebt und doch so wichtig

Ja, insbesondere im Malerhandwerk gilt das Aufmaß als eines der aufwendigsten überhaupt. Nicht zuletzt, wenn denn dann sechs bis sieben Kilometer Acrylfugen zu messen sind. Nicht nur das: die entsprechende Dokumentation muss natürlich auch passen. Generell ist es inzwischen so, dass die Anforderungen an die Bauabrechnungen und die zu erstellenden Aufmaße erheblich gestiegen sind. Fast regelmäßig werden zusätzlich aufwendige Aufmaßpläne angefordert, um zu verdeutlichen, welche Leistungen wo, in welchem Umfang und in welcher Qualität ausgeführt wurden. Aus dem Blickwinkel des Bauherren aber verständlich, auch deswegen, weil internen Revisionen oder den QM-Vorgaben Rechnung getragen werden muss. Eine Situation, die den einen oder anderen Betrieb immer wieder vor Probleme stellt. Aber was kann denn die Lösung sein? Letztlich ist eine baustellenbegleitende und akribische Herangehensweise zwingend erforderlich, sonst ist die Gefahr einfach zu groß, dass erbrachte Leistungen wegen mangelnder Dokumentation nicht anerkannt werden. Grundsätzlich sollte die Struktur des Aufmaßes folgenden Merkmalen unterliegen: VOB, DIN 18299 ff., standardisierten Schreibregeln, standardisierten Schreibweisen und auch standardisierten Aufmaßplänen. Nicht zuletzt bedarf es qualifizierter Mitarbeiter, die wissen, dass es auf diese Dinge eben ankommt.