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Hans-Peter Höfert, Hauptdozent des Grundlagenunterrichts für Flüchtlinge in der Bildungsakademie Waldshut
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HWK Konstanz

Mehr als nur geduldet

Im Streit um das Asylrecht setzt sich das Handwerk der Region Konstanz für eine pragmatische Lösung ein: „Wir wollen, dass Menschen, die wir ausbilden und mit denen wir jetzt schon seit geraumer Zeit zusammenarbeiten, bleiben. Bei uns sind sie nicht nur geduldet, sondern gehören dazu“, sagt Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz. Die Betriebe hätten sich in den letzten Jahren in großem Maß für die Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit engagiert und dürften nun nicht enttäuscht werden. „Die Politik hat 2015 nach uns gerufen und wir haben geliefert – unbürokratisch, aber im Vertrauen darauf, dass es früher oder später eine sinnvolle Regelung geben würde. Die ist jetzt fällig, in welcher Form auch immer“, so Reiner weiter. Ende 2017 waren in Betrieben des Kammerbezirks Konstanz 192 geflüchtete Menschen in Ausbildung. Auch für das neue Lehrjahr sind bereits über 120 neue Ausbildungsverträge mit Flüchtlingen abgeschlossen worden.

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