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Alles über Tapeten: Materialien, Herstellung und Verarbeitung

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Alles über Tapeten: Materialien, Herstellung und Verarbeitung

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Tapete: Kollektion „Signature“ von Ulf Moritz. Foto: Marburg
Wände sind die größten Flächen eines Raumes. Ihre Gestaltung bestimmt seine Wirkung maßgeblich. Bei der Gestaltung von Innenräumen sind tapeten nach wie vor beliebt.
Wir klären auf, über die Geschichte der Tapete bis hin zu den verschiedenen Arten von Wandbelägen und deren Verarbeitung.

Alle Schritte im Überblick:
1. Historie »
2. Tapetenqualitäten »
3. Untergrundvorbereitung »
4. Verarbeitung »
5. Rapport »
6. Lichtbeständigkeit »
7. Waschbeständigkeit »
8. Entfernen der Tapete »

Heutzutage setzen die Tapetenhersteller verschiedenste Materialien ein. Auf das Trägermaterial werden Granulate gestreut, Perlen und Strasssteine geklebt und sogar Lichtpunkte verarbeitet.

Tapetenqualitäten

Vliestapeten

Besonders beliebt sind die Vliestapeten. Sie sind farbbeständig, dimensionsstabil und können sogar kleinere Risse überbrücken beziehungsweise kaschieren. Die Verarbeitung ist einfach, da beim Anbringen nicht die Tapete, sondern die Wand eingekleistert wird. Die Weichzeit fällt ebenfalls weg. Und weil sie besonders reißfest sind, lassen sie sich in trockenem Zustand leicht wieder entfernen. Die Vliestapete ist heute die Nummer eins unter den Tapetenarten. Sie hat die Papiertapete abgelöst, die lange Zeit mangels Alternativen an die Wand gebracht wurde. Auch heutzutage existieren noch Papiertapeten, aber längt nicht mehr in dem Umfang wie noch vor 100 Jahren. Das liegt in erster Linie an der Verarbeitung, denn Papiertapeten benötigen einige Minuten Weichzeit.

Vinyltapeten

Bei Vinyltapeten wird Vinyl auf das Trägermaterial aufgetragen, entweder als kompakte Schicht oder geschäumt. An der Entwicklung der geschäumten Variante, auch bekannt als Profiltapeten, hat die Marburger Tapetenfabrik ganz erheblichen Anteil. Der damalige Laborleiter war es, der Anfang der 1970er-Jahre erste Versuche am heimischen (neu gekauften) Herd unternahm, weil sein Ofen im Unternehmen nicht die notwendige Temperatur erreichte. Die Vinyltapeten gab es erst nur auf Papier-, mittlerweile auch auf Vliesträgern. Sie sind wegen ihrer einfachen Reinigung beliebt.

Überstreichbare Tapeten

Großen Anklang finden überstreichbare Tapeten, weil sie im Wunschton gestrichen werden können und so nahezu unendliche Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Auch hier steht die Vliestapete wegen ihrer einfachen Verarbeitung an erster Stelle. Seltener sind Textiltapeten im Einsatz. Sie eignen sich eher für luxuriöse Räume. Auf das Trägermaterial werden entweder einzelne Fäden kaschiert oder das Textilgewebe komplett aufgetragen. Zusätzlich können derartige Tapeten noch bedruckt werden, was sie noch edler erscheinen lässt.

Durch den Digitaldruck erlebt die Fototapete derzeit einen Aufschwung. Die Motive werden – meist auf Vliesträger – als mehrteiliges Wandbild oder im Ganzen bedruckt. Die Marburger Tapetenfabrik kann (theoretisch) sogar unendlich lange Drucke für bis zu 3,08 Meter hohe Wände liefern – ohne eine einzige Naht.

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