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Alternative: Innendämmung!

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Alternative: Innendämmung!

Bei einem beträchtlichen Teil der Bestandsbauten ist ausschließlich eine Innendämmung möglich. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Fotos: Knauf Aquapanel

Bauphysikalische Forschungen und Produktentwicklungen haben in den letzten Jahren wesentlich zur Attraktivität der Innendämmung beigetragen. Fragen, die bei Montagedetails wie Installationen, Befestigungen und hohen Wänden aufgeworfen werden, sind einfach zu klären.

Das Problem der Tauwasserbildung bei Innendämmungen lässt sich unterschiedlich lösen. Die Konstruktion kann von innen her gegen Wasserdampf abgedichtet werden, z. B. bei Dämmungen mit Polystyrol oder Mineralwolle plus Dampfbremsen bzw. Folien. Schon leichte Beschädigungen der Folien können die Konstruktion insgesamt stark schwächen.

Montage ohne Dampfsperre

Alternativ bietet sich ein kapillaraktives Innendämmsystem wie TecTem Insulation Board Indoor an. Anfallendes Tauwasser soll durch die kapillaraktiven Eigenschaften des Materials schnell wieder an den Raum abgegeben werden.

Vorteil einer solchen Dämmung ist, dass laut Hersteller keine Dampfsperre montiert werden muss. Das System soll über gute thermische Kennwerte verfügen, als gesundheitsverträgliches System das Raumklima regeln und durch seinen pH-Wert 10 die Bildung von Schimmelpilz verhindern.

Elektroinstallationen

Bei einer Innendämmung entscheidet man sich in der Regel für Neuinstallationen von Steckdosen etc. und findet hierfür diverse Spezialprodukte auf dem Markt, für die Montage vor oder nach dem Anbringen der Dämmung. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass Wärmebrücken und Luftdurchlässigkeiten vermieden werden. Die durch Installationen reduzierte Dämmwirkung muss ebenfalls kompensiert werden. Schließlich beeinflusst die Dämmstärke die Wahl der Elektroinstallationsprodukte.

Bei Dämmstärken 100 mm ist häufig der Eingriff in das Mauerwerk notwendig, da die Einbautiefen der nach DIN 49073–1 genormten Geräteeinsätze einzuhalten sind. Bis 100 mm Stärke eignet sich die Kaiser Innendämmungsdose, eine Geräte-Verbindungsdose zur sicheren und wärmebrückenfreien Befestigung von Schaltern, Steckdosen und weiteren Geräten in innenseitig gedämmten Außenwänden. Sie unterstützt das Raumklima mit nachgewiesenem Schutz vor Feuchteschäden. Zur Montage werden die Dämmstärke ermittelt und die Befestigungslaschen des Adapters angepasst. Bei Dämmstärken unter 100 wird eine vertiefte Einbauöffnung im Mauerwerk erstellt, dann die Position des Adapters auf der Wand angezeichnet. Anschließend die Leitung in den Adapter einführen, diesen an der Wand befestigen, dann die Leitung in die Dose einführen und die Dose am Adapter festschrauben. Nach Abmantelung der Leitung wird der Signaldeckel eingesetzt und die Innendämmung um die Dose herum angebracht. Nach dem Verputzen wird der Signaldeckel entfernt und der gewünschte Geräteeinsatz montiert.

Bei Dämmstärken über 80 mm kann die Montage nachträglich erfolgen, mit Econ Styro55. Diese Geräte-Verbindungsdose verfügt über vier Schwenkschneiden für die sichere Verankerung sowie Klemmrippen und eine umlaufende Dichtlippe zum Schutz vor Feuchtigkeit.

Eine luftdichte Einführung der Dose verhindert, dass kalte Zugluft bei direkt geführten Leitungen an das Mauerwerk gelangt. Anschließend werden die Öffnungen der zugeschnittenen Dämmplatten mit Füllmörtel verfüllt.

Hohe Wände

Bei Wandhöhen über 3,80 m ist eine Verdübelung der Dämmplatten über die gesamte Wandhöhe erforderlich. Sie erfolgt mit je einem Schraubdübel in der Plattenmitte. Nach ausreichender Erhärtung des Klebers kann mit dem Bohren begonnen werden. Ein geeigneter Dübel wird in das Bohrloch eingesetzt und mit einem langsam drehenden Schrauber befestigt. Die Dübel sind oberflächenbündig mit dem Dämmstoff anzubringen. Die Schraubvertiefungen werden mit Füllmörtel geschlossen.

Befestigungen

Mini-Geräteträger für die nachträgliche Installation in gedämmten Wandflächen bestehen aus Ankerhülse mit Befestigungskern und eignen sich für Dämmstärken ab 80 mm. Für die Ankerhülse wird eine Einbauöffnung in die Dämmung gefräst, die Ankerhülse wandbündig in die Öffnung gedrückt und dann der Befestigungskern bis zum Einrasten eingedrückt.

Um Wärmebrücken bzw. Lücken im Wärmeschutz zu verhindern, werden thermische Trennmodule eingesetzt. Ein solches Modul unterbricht den Wärmefluss in der Verankerung mit einem Anti-Kälte-Konus aus glasfaserverstärktem Hochleistungskunststoff. Der Konus ist selbstschneidend und fräst sich bei der Montage direkt durch den Dämmstoff. Sonderwerkzeug wird nicht benötigt.

Weitere Informationen:
www.knauf-aquapanel.com



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