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Sol-Silikatfarbe für langfristig saubere Fassaden - Keim Twinstar

Neue Fassadenfarbe
Effizient und nachhaltig

Keim Twinstar
Eine neue Fassadenfarbe soll zwei aktuelle Trends gleichzeitig bedienen: Zum einen soll die spezielle Rezeptur der Sol-Silikatfarbe ganz ohne Biozide für langfristig saubere Fassaden sorgen, zum anderen erlaubt ihre innovative Verarbeitungsweise eine hohe Effizienz.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Keim

Umwelt- und Naturschutz haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert eingenommen. Das hat auch die Kundenwünsche verändert, mit denen MalerInnen zunehmend konfrontiert werden. Einer davon ist der Verzicht auf umwelt- und/oder gesundheitsschädliche Stoffe, worunter auch die Vermeidung von Bioziden in Fassadenfarben fällt. Diese galten viele Jahre als unverzichtbar, wenn eine Fassade vor Algen- und Pilzbefall geschützt werden sollte. Inzwischen sind aber einige Fassadenfarben auf dem Markt, die einen Schutz ganz ohne Biozidzusatz gewährleisten sollen. Eine davon ist Twinstar von Keim. Diplom-Ingenieur (FH) Stefan Schmid, Produktmanager Fassadenfarben/Putze bei Keim, erklärt uns, worum es sich bei Twinstar handelt: „Keim Twinstar ist eine mineralische, hochdiffusionsoffene Sol-Silikatfarbe und erfüllt die Anforderungen der DIN 18363 Abs. 2.4.1 mit einem organischen Anteil kleiner/gleich fünf Prozent. Neben dem Bindemittel Sol-Silikat kommen 100 Prozent UV-stabile, rein mineralische Pigmente zum Einsatz. Durch unsere einzigartige biozidfreie Formulierung erfüllen wir die strengen Anforderungen des Gütesiegels natureplus und können zudem eine 20-jährige Farbtongarantie anbieten.“ Auf die Frage, ob Keim Twinstar die Fassade dennoch vor Algen- und Pilzbefall bewahren könne, antwortet der Produktmanager: „Es handelt sich um einen langfristigen Schutz gegen Algenbefall, da keine Wirkstoffe ausgewaschen werden können. Im Grunde ist es ganz einfach: Die Oberfläche von Keim Twinstar ist im Vergleich zu herkömmlichen Anstrichen sehr fein und kompakt, somit bietet die Oberfläche weniger Stellen, an denen es zu einer Erstbesiedelung durch Mikroorganismen kommen kann. Der zweite Punkt ist die schnelle Rücktrocknung der feinstrukturierten hochdiffusionsoffenen Oberfläche. Hierdurch stellen sich schnell trockene Oberflächen ein, welche eine hohe Resistenz gegen Algen- und Pilzwachstum aufweisen. Darüber hinaus ist unser Rezepturkonzept darauf fokussiert, Rohstoffe zu vermeiden, die ein Nahrungspotenzial für Mikroorganismen bieten können.“

Effiziente Verarbeitung

Doch Keim Twinstar – der Namensteil Twin (engl. für Zwilling) lässt es schon vermuten – soll nicht nur durch den Verzicht auf Biozide punkten. Bei Keim hält man in Zeiten des Fachkräftemangels eine andere Eigenschaft der Fassadenfarbe für besonders interessant: Aufgrund der innovativen Rezeptur könnten, so der Hersteller, Grund- und Schlussanstrich nass-in-nass in einem Arbeitsgang ohne Zwischentrocknungszeit äußerst rationell appliziert werden. Mit Keim Twinstar sei es deshalb möglich, bis zu drei Lohnminuten pro Quadratmeter Fassadenfläche einzusparen. Der so beschleunigte Bauablauf bedeute für Handwerksunternehmen zudem kürzere Gerüststandzeiten und eine Kapazitätserweiterung, denn mit der gleichen Anzahl an Fachkräften könnten mehr Aufträge realisiert werden. „Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Nass-in-Nass-Auftragsweise ermöglicht effizientes Arbeiten, erspart Anfahrtswege an die Baustelle und führt zur Produktivitätssteigerung. Dieser Aspekt wirkt sich auch auf die Nachhaltigkeit aus, denn auf diese Weise wird Kraftstoff eingespart und Emissionen werden vermieden“, fasst Stefan Schmid zusammen. Hinzu komme noch, dass Zeiten für die arbeitstägliche Werkzeugreinigung entfielen, wenn die Fläche an nur einem Tag fertig gestrichen werden kann.

Konkret sieht die Verarbeitung folgendermaßen aus: „Der Grundanstrich wird aufgebracht und unmittelbar darauffolgend, ohne Zwischentrocknungszeit, kann der Schlussanstrich appliziert werden“, erklärt Stefan Schmid. Möglich machten die Nass-in-Nass-Verarbeitung das spannungsarme Auftrocknungsverhalten und die idealen Ver-laufseigenschaften der Fassadenfarbe. Neben dem Rollauftrag ist auch Airless- Spritzen möglich.

Nach Auffassung von Keim steht die 2-in-1-Beschichtung in keinem Widerspruch zur VOB, die zwei Anstriche an der Fassade vorschreibt. „Bei der Ausführung mit Keim Twinstar in der Nass-in-Nass-Technik handelt es sich ganz klassisch um zwei Anstriche. Der einzige Unterschied ist, dass aufgrund der Nass-in-Nass-Applikationstechnik die Trocknungszeit zwischen den beiden Anstrichschichten entfällt. Diese Vorgehensweise entspricht vollumfänglich den Vorgaben der VOB Teil C DIN 18363 (Punkt 3.1.9)“, versichert Schmid.

Vielseitig einsetzbar

Hinsichtlich der Untergründe ist die innovative 2-in-1-Beschichtung flexibel: „Keim Twinstar ist sehr universell anwendbar und ermöglicht die Beschichtung von mineralischen, organischen und Mischuntergründen. Durch die Sol-Silikattechnologie kann die Beschichtung ohne zusätzliche Haftbrücke auch auf tragfähigen organischen Altanstrichen eingesetzt werden. Der Untergrund muss den üblichen Anforderungen entsprechen und sauber, trocken und tragfähig sein. Es wird eine Reinigung der Flächen, eine Grundierung bei stark saugenden Untergründen bzw. eine verfestigende Grundierung bei kreidenden Flächen empfohlen“ rät Stefan Schmid. Möglich ist selbstverständlich auch der Einsatz auf Wärmedämm-Verbundsystemen. „Gerade bei WDVS-Oberflächen existieren oft kritische Bereiche, die einem erhöhten Risiko eines Algen- und Pilzbefalles unterliegen. Für diese Flächen ist Twinstar ideal geeignet. Das ist noch nicht alles. Keim Twinstar erhöht die Sicherheit auch durch eine Klassifizierung des Brandverhaltens der Beschichtung nach DIN EN 13501-1, wobei die Klasse A2-s1,d0 erreicht wird. Außerdem ermöglicht die Beschichtung, Bestandsflächen zu remineralisieren, das bedeutet, dass organische Untergründe vor weiterer UV-Licht-Schädigung geschützt werden“, erläutert der Produktmanager. Detaillierte Produktinformationen erhalten Sie im Technischen Merkblatt unter folgendem Link: bit.ly/3MDyS5I.

Ergänzung des Sortiments

Dennoch wird Keim Twinstar die etablierten Fassadenfarben wohl kaum verdrängen. Stattdessen sieht man die 2-in- 1-Beschichtung bei Keim als eine Ergänzung des bestehenden Sortiments, gewissermaßen als Problemlöser. „Wir sehen Twinstar als nachhaltige Lösung, die interessante und zukunftsfähige Möglichkeiten bietet, Bauabläufe zu beschleunigen, und das ohne Leistungsverlust. Nehmen wir als Beispiel einen Wohnblock im Sommer, dessen Fassade renoviert werden soll. Hier ist es doch für die Bewohner wichtig, dass die Fenster schnell wieder von Abdeckfolien befreit werden, sodass eine Lüftung wieder möglich wird. Ein anderes Beispiel wäre ein viel begangener Laubengang oder ein wichtiger Zufahrtsbereich in einer beengten Situation. Auch hier zählt jeder Tag, der einen freien Zugang ermöglicht“, erklärt Stefan Schmid. „Keim Twinstar spielt in derartigen Situationen die Vorteile der Zeitersparnis voll aus. Stellt der Gerüstbau einen unverhältnismäßig großen Aufwand dar, kann das Produkt auch mittels Hebebühne appliziert werden, wodurch Kosten gespart werden können. Auch beim nachhaltigen Schutz von kritischen Flächen, wie etwa Wärmedämm-Verbundsystemen, bietet Twinstar große Vorteile durch das innovative Schutzkonzept ohne biozide Filmschutzmittel.“ Doch der Produktmanager räumt auch ein: „Aber alles hat seine Grenzen, sehr intensive Farbtöne sind in Keim Twinstar technisch heute noch nicht möglich.“

Ein Verarbeitungsvideo gibt es hier:
bit.ly/3LHuAdp

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