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Fassade mit Stil

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Fassade mit Stil

Moderne Fassaden lassen sich durch eine Bossierung dezent gliedern. Wärmedämmplatten mit Bossennut – auf Steinwolle- oder EPS-Basis – schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Gebäude wird energetisch aufgewertet und gleichzeitig gestaltet.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Deutsche Rockwool

An vielen historischen Gebäuden findet man Bossen- bzw. Quadersteine vor. Meist wurden die Steine an den Gebäudeecken zum Schutz vor Beschädigungen eingesetzt, teilweise kamen sie im gesamten Sockelbereich, selten auch an ganzen Fassaden zum Einsatz. Auch heute hat der eine oder andere Bauherr den Wunsch sein Gebäude durch eine Bossierung zu gliedern. An Neubauten etwa sind derzeit durchgehende horizontale Fugen zur Fassadengliederung äußerst beliebt. Herstellen lassen sich Bossen auf verschiedene Weisen. So kann eine dicke Putzschicht aufgezogen werden, auf der anschließend mithilfe des Stuckateureisens die Steine angerissen werden. Ein spezieller Nutenhobel hilft dabei, die Fugen sauber auszuformen. Nach anschließendem Aufrauen durch Rabottieren können die „Bossensteine“ mit einem Feinputz überzogen werden. Da die Herstellung eines Bossenputzes relativ aufwändig ist und einiges handwerkliches Geschick voraussetzt, werden seit Jahren Zierelemente aus Polystyrol-Hartschaum (z.B. „Bossensteinprofil 3593“ von Brillux) oder mineralischem geblähtem Granulat (z.B. „Capapor Bossensteine“ von Caparol, „StoDeco Bosse“ von Sto) angeboten. Diese werden einfach mithilfe eines Mörtels auf die tragfähige ebene Putz- oder Betonfassade oder ein WDVS (egal, ob auf EPS- oder Mineralwollbasis) geklebt und können anschließend beliebig beschichtet werden.

Dämmen und gestalten in einem

Auch wenn sich die Zierelemente relativ einfach verarbeiten lassen – ein weiterer Arbeitsschritt ist dennoch notwendig, der zusätzliche Kosten verursacht. Wo ohnehin eine Fassadendämmung angebracht wird, tendiert man daher dazu, die Bossierung bereits in die Dämmschicht einzuarbeiten. Auch wenn keine einzelnen Steine, sondern eine durchgehende Fugenausbildung gewünscht ist, bietet sich eine Dämmung mit Bossennut an. Eine Möglichkeit ist es, ein Fugenbild in „normale“ Dämmplatten einzuarbeiten. Zeitsparend ist diese Methode jedoch auch nicht gerade…

Wesentlich effizienter zu verarbeiten sind Wärmedämmplatten mit vorgefertigter Bossennut. Bereits seit einigen Jahren bieten Sto und Brillux Bossenplatten aus expandiertem Polystyrol (EPS) samt den dazugehörigen Armierungsgeweben an. Ganz neu auf dem Markt ist seit kurzem eine Putzträgerplatte aus Steinwolle mit Bossennut („Coverrock Deko“ von Rockwool). Sie kommt vor allem dort zum Einsatz, wo ein nichtbrennbares WDVS gefordert/gewünscht ist und die Fassade gleichzeitig eine Gliederung erhalten soll.

Bossen in Steinwolle oder EPS

Zur Wahl stehen die nichtbrennbaren Bossenplatten (wie auch die EPS-Bossenplatten) sowohl mit einer breiten und einer schmalen Trapeznut als auch mit einer Dreiecksnut für eine feinere Bossenansicht, also mit allen im Markt gängigen Nutquerschnitten. Das Format einer Platte beträgt 800 mm x 625 Millimeter. Der Achsabstand zwischen den Bossen liegt somit bei 625 mm. Lieferbar ist die Platte in Dicken von 80 bis 200 Millimetern.

Die Steinwolle-Putzträgerplatte hat eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K) (auch hier unterscheiden sich EPS- und Steinwolleplatten kaum) und wird von namhaften Anbietern bewährter WDV-Systeme angeboten. Da die Platten über eine hochverdichtete Oberlage verfügen, bieten sie eine hervorragende Putzhaftung und gewährleisten eine einfache Verdübelung (letztere kann bei Polystyrolplatten in der Regel entfallen).

Video über die Herstellung eines Bossenputzes: bit.ly/3wwcdzO

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