Allgemein

Genuss für Gourmets

Das Restaurant „Müller & Müller“ in Darmstadt ist für seine mehrfach ausgezeichnete Küche bekannt. Damit unangenehmer Raumhall nicht den Geschmacksnerv der Gäste trifft, wurde die Akustik des Lokals verbessert.

Franz Dörner, Caparol

Das Restaurant „Müller & Müller“ in Darmstadt ist kein gewöhnliches. Die mehrfach ausgezeichnete exzellente Küche und das besondere Ambiente haben dafür gesorgt, dass die Gaststätte von Monika und Manfred Müller längst weit mehr als nur ein Geheimtipp unter Insidern ist. Gleichwohl hatte das Restaurant in der Mühlstraße ein Problem, das nicht nur in Gaststätten immer wieder anzutreffen ist. Schallharte Wände und eine Decke aus Gipskarton verursachten einen unangenehmen störenden Raumhall und damit eine Atmosphäre, in der Wohlfühlen und kulinarischer Genuss über alle Maße erschwert wurden.
„Die Akustik war unerträglich“, berichtet der Geschäftsführer der auf Ladeneinrichtungen und Messebau spezialisierten Uhland GmbH in Darmstadt, Eberhard Uhland. „Man musste sehr laut reden, um sich dem anderen mitzuteilen. Das erhöhte automatisch den Geräuschpegel. Gespräche waren nur mit dem Nachbarn, nicht mit dem Gegenüber möglich“, bestätigt die Darmstädter Fotografin Ulla Haußmann. Die beiden müssen es wissen. Sie gehören zu den Stammgästen des Restaurants und haben maßgeblich Anteil daran, dass der „Wermutstropfen“ in der sonst so hervorragenden Gastronomie mittlerweile der Vergangenheit angehört.
Optisch ansprechende Absorptionsmaßnahmen werden zu einem immer wichtigeren Kriterium bei der Planung und Ausstattung von Innenräumen. Um für eine solche Schalldämmung zu sorgen, suchte Uhland, der für die gesamte Inneneinrichtung des Restaurants verantwortlich zeichnete, Rat bei den Akustik-Experten von Caparol. Deren Ziel bestand darin, die schallabsorbierenden Akustikelemente möglichst dezent in das gestalterische Gesamtkonzept zu integrieren, ohne dass sie auf den ersten Blick als Akustikdämmung erkennbar sind.
„Wir haben im Restaurant alle Register effektiven Schallschutzes gezogen“, erläutert Akustik-Fachmann Wolfgang Eberhard. Im Bistro-Bereich schlucken Baffles, im zentralen Gastraum Panels an der Decke störenden Raumhall. Über der Bar leisten Deckensegel ihren Beitrag, die, angestrahlt mit farbigem Licht, zum Blickfang werden. Als besonderes gestalterisches Element besticht ein Wandbild der Fotografin Ulla Haußmann, das im Digitaldruckverfahren auf Akustikplatten aufgebracht wurde. Es lässt erahnen, dass die drei aufeinander abgestimmten Motive dem Bühnenbild des fliegenden Holländers ähneln, aber nicht vermuten, dass hinter den auf Fuerteventura entstandenen Fotografien zugleich ein Schallabsorptionsvermögen steckt, welches das akustische Raumklima im Restaurant auf beeindruckende Weise verbesserte. „Der Zauber der Fotografien ist vor allem die Transparenz“, sagt die Künstlerin. „Für die Akustik ist zauberhaft, was dahinter steckt“, meint der Akustik-Experte: „Gerade bei den aufgedruckten Bildern merkt keiner, dass sich dahinter schallabsorbierende Wirkung verbirgt.“
Die Akustik-Elemente eröffnen neue gestalterische Möglichkeiten, den Lärmpegel in Gebäuden mit geringem Kostenaufwand deutlich zu reduzieren. Sie bestehen aus dem Rohstoff Melaminharz und besitzen eine sehr offene, feinzellige Skelettstruktur. Hierdurch sind ein sehr hohes Schallabsorptionsverhalten und hervorragende Wärmedämmeigenschaften gegeben. Die Akustikelemente sind variabel hinsichtlich ihrer Form und Dicke. Sie können durch eine spezielle Farbbeschichtung beliebig und ganz individuell gestaltet werden. Das Akustik-System kann direkt auf den tragfähigen Untergrund geklebt oder mit Seil- oder sonstigen Tragsystemen abgehängt werden. Die sehr einfache und schnelle Verarbeitung sowie das geringe Gewicht unterstreichen die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. In umfangreichen Untersuchungen wurde bestätigt, dass durch die farbige Beschichtung der Elemente keinerlei nachteilige Wirkung auf das Absorptionsvermögen entsteht.
Dass die erfolgreich realisierten Akustikarbeiten große Akzeptanz finden, bestätigt Restaurant-Inhaber Manfred Müller: „Die Gäste spüren, dass etwas anders ist, wenn sie das Restaurant erstmals wieder besuchen. Sie können ihr positives Gefühl aber nur schwer in Worte fassen und erklären, woran es liegt. Erst als die Deckensegel als Eyecatcher über der Theke mit farbigem Licht angestrahlt wurden, fielen sie als Gestaltungselement mit Wirkung ins Blickfeld der Gäste.“ Das deckt sich mit den Erfahrungen von Akustik-Fachmann Wolfgang Eberhard: „Kaum jemand merkt warum, aber alle fühlen, dass etwas anders ist. Die Menschen wissen zumeist nicht, dass die Nachhallzeiten häufig die Ursache für einen Mangel an Atmosphäre und Gemütlichkeit sind. Sie spüren das unangenehme Raumklima nur, ohne den Grund hierfür zu kennen. Wohler fühlen, ohne zu wissen warum, bleibt also oft ein Geheimnis.“ Dahinter wiederum verbirgt sich nicht selten ein hervorragendes Akustik-System.

praxisplus
Die Gäste im mehrfach ausgezeichneten Restaurant Müller & Müller in Darmstadt wissen zu schätzen, dass die Akustik stimmt. Um den unangenehmen Raumhall zu beseitigen, wurden Capacoustic Melapor-Baffles, Panels und Deckensegel eingesetzt. Die Melapor-Elemente eröffnen neue gestalterische Möglichkeiten, den Lärmpegel in Gebäuden deutlich zu reduzieren.
Restaurant Müller & Müller Mühlstraße 60 64282 Darmstadt Tel.: (06151) 153863 www.mueller-und-mueller.de
Uhland GmbH Tel.: (06151) 311493
Caparol Tel.: (06154) 71-0 www.caparol.de

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