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Gutes Wohnen hat einen Namen

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Gutes Wohnen hat einen Namen

In Celle wurden Fassadenelemente aus Glas in ein WDVS-System integriert.

Wolfram Strehlau, Caparol

Die Stadt Celle mit ihrem Schloss und reizvollen Fachwerkhäusern ist nicht nur das Tor zur Lüneburger Heide, durch das jahrein jahraus Touristen aus aller Herren Länder strömen, sondern in erster Linie das Zuhause von rund 70.000 Menschen, die alteingesessen oder in den Verwerfungen der vergangenen sechs Jahrzehnte in der niedersächsischen Stadt eine Heimat gefunden haben. Zu den Wohnungsunternehmen, die ihre Verantwortung darin sehen, ihnen nicht nur das sprichwörtliche „Dach über dem Kopf“, sondern zeitgemäßes Wohnen zu garantieren, gehört die ortsansässige Südheide eG Wohnungsbaugenossenschaft. Ein Großteil des Bestandes von knapp 3.000 Wohnungen, über den die Genossenschaft verfügt, stammt aus den 60er- und 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Energieeffizient und attraktiv
Die Siedlung an der Wilhelm-Deecke-Straße am Rande der Stadt ist Ende der 60er-Jahre im Stile der Zeit gebaut worden. Unter den mehrgeschossigen Wohnbauten befinden sich langgestreckte Häuserzeilen mit Laubengängen, über die der Zugang zur jeweiligen Wohnung erfolgt. Trotz der in zufriedenstellendem Zustand befindlichen Bausubstanz entschloss sich die Genossenschaft zu einer umfassenden Sanierung und Modernisierung des Quartiers. Dafür sprachen mehrere Gründe: Einerseits gab es, der Bauzeit geschuldet, hinsichtlich Energieeffizienz erhebliche Defizite, andererseits boten die Laubenganghäuser günstige Voraussetzungen für den Anbau von Aufzugstürmen, was ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer Wohnlandschaft ohne Barrieren ist.
Angesichts des exponierten Wohnstandorts lag nahe, die Wärmedämmmaßnahmen mit einer attraktiveren Gestaltung der Fassade zu verbinden, und im Zuge der Sanierung in den Dachgeschossen zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Auf ein positives Echo war bei den Mietern in der Vergangenheit die Einbeziehung von Glaselementen in die Fassadengestaltung gestoßen.
Es gehört bei der Wohnungsgenossenschaft zum guten Ton, dass die Umsetzung von Ideen in bauliche Vorhaben mit Industrie und ausführenden Gewerken besprochen und abgewogen wird. Denn als Schlüssel für den Erfolg gilt nach Auffassung von Michaela Gehl, stellvertretender Vorstand, die Hochwertigkeit des Produkts mit der Qualität der Verarbeitung zu verbinden. Gute Erfahrungen hat die Wohnungsbaugenossenschaft bei der Gestaltung lebendiger und farbenfroher Fassaden immer wieder mit Produkten aus der Angebotspalette von Caparol gemacht.
So regte der Planer und Objektberater Axel Schmidt-Adlung an, in das Capatect Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) die Glasfassaden „Airtec Glass“ und „Airtec Glassic“ von Lithodecor (DAW-Gruppe) zu integrieren. Dabei handelt es sich um eine vorgehängte hinterlüftete Fassade aus farblich beschichteten und in Teilen auf Leichtbetonträger geklebten Sicherheitsglasscheiben, die auf einer Aluminium-Unterkonstruktion befestigt werden. Als Wärmeschutz kommt eine systemzugehörige Mineralwolle-Dämmung mit der WLZ 032/035 zum Einsatz. Zu Rate gezogen wurde in dieser Frage auch Fachberater Nikos Philippou von Lithodecor mit seinen speziellen Kenntnissen. Am Ende fiel die Entscheidung zugunsten der Aufwertung des WDVS durch den Einsatz von Glasfassadenelementen an Giebelflächen von ausgewählten Häusern.
Kombinationsfassaden erfreuen sich seit geraumer Zeit immer größerer Beliebtheit, weiß auch Caparol-Objektbetreuer für Sonderkonstruktionen, Jörn Gehrig. „Das Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien und Oberflächenstrukturen bietet Planern und Bauherrn die Möglichkeit, Fassaden ein bleibendes und individuelles Erscheinungsbild zu verleihen.“ Deshalb sollte die energetische Sanierung von Bestandsfassaden ganz bewusst vom üblichen Standard abweichen. Gerade die Kombination von Putzoberflächen und Fassadenbelägen wie Keramik oder Naturstein als klassische vorgehängte hinterlüftete Fassaden macht die Besonderheit von Caparol-Fassaden aus.
Visitenkarte auf dem Giebel
Bauleiter Dieter Giemenz verwies darauf, dass eine solche Lösung an den betroffenen Giebeln aufwendige Vorarbeiten erfordere. Zu überprüfen war dabei zunächst, ob und wie die Giebelwände die Lasten der Elemente verkraften. Erheblichen Aufwand verursachte auch die Anpassung des Fugenbildes an die Gegebenheiten und die harmonische Einbindung des Logos in den mittig angeordneten Glasfassadenabschnitt.
Das Schaufenster der Wohnanlage ist der gestaltete Giebel der Wilhelm-Deecke-Str. 2, bei dem das im Digitaldruck auf das Glas aufgebracht Logo der Genossenschaft hinterleuchtet wird. Eine Acrylplatte verhindert, dass die hinter dem Glas installierten LED-Lampen die Fläche punktuell beleuchten. So ist bei Dunkelheit die Visitenkarte der Genossenschaft in rot-violetter Originalfarbe der Südheide als Symbol für zeitgemäßes modernes Wohnen weithin wahrnehmbar. Um den finanziellen Aufwand in möglichst geringen Grenzen zu halten, sorgt an anderer Stelle Außenbeleuchtung dafür, dass das Logo als Markenzeichen der Wohnungsbaugenossenschaft auch noch nach Einbruch der Dunkelheit deutlich sichtbar bleibt.
Bei den Mietern hat die Aufwertung und Neugestaltung der Fassaden ihrer Häuser ein ebenso positives Echo gefunden wie der im Zuge der Sanierung erfolgte Austausch von Fenstern und Türen und der Ersatz der Beton- durch Stahlbrüstungen in den Laubengängen. Was die Schaffung von barrierefreien Wohnungen betrifft, war vom Vorstand zu hören, werde die Genossenschaft den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Dafür hat sie eine Musterwohnung eingerichtet, in der sich die Haustechnik durch ihren modularen Aufbau den unterschiedlichsten Bedürfnissen der Bewohner anpassen lässt und die in ihrer Ausstattung die Möglichkeiten barrierefreien Wohnens weitgehend ausschöpft.

praxisplus
Objekt: Sanierungsgebiet Wilhelm-Deecke-Straße in Celle
Ausführende Betriebe:
Hibbeln GmbH, 38304 Wolfenbüttel
Malerbetrieb Nowatschin, 29227 Celle
Horst Matejat GmbH, 2903 Bergen
Christian Meyer GmbH, 29227 Celle
Produkte: Lithodecor
Capatect-WDVS
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