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Sachgemäße Ausführung der Armierungsschicht im WDVS

FRAGE DES MONATS
Was ist bei der Ausführung der Armierungsschicht zu beachten?

Armierungsschicht im WDVS
Die Aufgabe der Armierungsschicht ist es, thermische Spannungen aufzunehmen und damit das Risiko einer Rissbildung im Oberputz zu minimieren. Foto: ZERO

Sicher eingebettet: Nur eine sachgemäße Ausführung der Armierungsschicht im WDVS garantiert ihre Funktion.

Die Armierungsschicht, bestehend aus Armierungsmörtel (Unterputz) und darin eingebettetem Armierungsgewebe (Bewehrung), stellt die am stärksten beanspruchte Komponente in einem WDVS dar. Ihre Aufgabe ist es, thermische Spannungen aufzunehmen und damit das Risiko einer Rissbildung im Oberputz zu minimieren. Ausschlaggebend für die Funktion der Armierungsschicht sind die Einhaltung der geforderten Schichtdicke des Mörtels sowie die richtige Lage des Armierungsgewebes darin. Diese variiert je nach Dicke des Unterputzes und kann beispielsweise mittig oder in der oberen Hälfte der Schicht sein. Auskunft darüber gibt die jeweilige WDVS-Systemzulassung. Lässt man diese Punkte außer Acht, kann das zu Rissbildungen und Abplatzungen der Putzschichten führen. Eine Korrektur im Nachhinein ist nicht möglich und erfordert oft das Entfernen der gesamten Schichten oberhalb des Dämmstoffs.

Um dieses Risiko prinzipiell auszuschließen, sind die Dämmplatten immer plan und eben zu montieren und – je nach Art des Dämmstoffs – nach ausreichender Trocknung des Klebers zu schleifen. Um spätere Kerbrisse in den Ecken der Gebäudeöffnungen zu vermeiden, sind vor der eigentlichen Armierungsschicht an sämtlichen Ecken von Fenstern und Türen eine Diagonalarmierung sowie eine Armierung der Innenecke aufzubringen. Dafür eignet sich beispielsweise ein fertig geformter Armierungswinkel. Zum Schutz und einer lotrechten Ausführung der Gebäude- und Fensterecken empfiehlt sich das Setzen von Gewebeeckwinkeln. Bei dem Aufbringen des Armierungsmörtels sollte die Fläche mit einer Zahnkelle durchgekämmt werden, welche die zulassungskonforme Armierungsschichtdicke vorgibt. Nach dem Einlegen des Gewebes ist die gesamte Fläche „nass-in-nass“ mit Mörtel zu überziehen. Bei dem bahnenweisen Einlegen des Gewebes ist auf eine Überlappung von 10 cm zu achten (die Verarbeitung kann waagerecht oder senkrecht erfolgen, die gewählte Richtung muss jedoch auf zusammenhängenden Flächen beibehalten werden). Wird das Gewebe in Bereichen aufgeschnitten, etwa für Gerüstanker, müssen diese Bereiche mit einem zusätzlichen Gewebestück 10 cm überlappend beigearbeitet werden.

Nur das Zusammenspiel aus gleichmäßiger Schichtdicke des Armierungsmörtels und ordnungsgemäßer Lage des Gewebes schafft Risssicherheit und Langlebigkeit im zugelassenen WDVS.

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