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Filzputz oder Glattputz auf WDVS?

Frage des Monats
Filzputz oder Glattputz auf WDVS?

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Filz- oder Glattputz auf WDVS?
Filzputz oder Glattputz auf WDVS? Glatte Oberflächen im Innen- und Außenbereich liegen nach wie vor im Trend. Damit verbunden stieg in den letzten Jahren die Nachfrage nach Oberputzen für die Fassadengestaltung mit sehr feiner Körnung.

Auch auf WDVS werden immer mehr glatte Oberflächen gewünscht. Dabei gilt es zu beachten, dass glatte Oberflächen neben geeigneten Materialien hochwertige handwerkliche Arbeit erfordern. Wie bei einer Kornstruktur von 2 bis 3 mm muss auch bei sehr viel geringerer Kornstärke immer die in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung ausgewiesene Schichtstärke des genannten Produkts eingehalten werden. Wird diese unterschritten, ist die Dauerhaftigkeit und Stoßfestigkeit des ganzen Systems nicht mehr gegeben. Bei fein geriebenen, gefilzten oder geglätteten Putzen besteht die Gefahr von Schwindrissen durch Bindemittelanreicherungen an der Putzoberfläche (DIN 18550 Teil 2). Der Verarbeiter muss sehr gewissenhaft arbeiten und schon die Armierungsschicht als Untergrund für den glatten Oberputz absolut glatt spachteln. Auf die fach- und sachgerechte Verarbeitung des WDV-Gewebes in der Armierungsschicht im oberen Drittel und mit einer Überlappung von 10 cm im Stoßbereich muss geachtet werden. Darüber hinaus ist auf jeden Fall eine zweite Spachtelung mit der Armierungsmasse zu empfehlen. Bei einer glatten Oberfläche, auch bei einem Außenputz, ist jede Unebenheit sichtbar. Das kann dazu führen, dass die fertig verputze Fassade im Streiflicht unansehnlich wird und Reklamationen oder Diskussionen mit dem Auftraggeber nach sich zieht. Aus diesen Gründen empfiehlt sich als Oberputz auf WDVS eine Kornstärke von mindestens 0,8 mm, etwa ZERO KC-Putz Außen 0,8 Feinputz. Eine Haarriss-Bildung kann bei Glattputzen nie ganz ausgeschlossen werden und trotz sehr gewissenhafter Arbeit können minimale Unebenheiten in der Fläche nicht völlig vermieden werden. Deshalb sollte man im Außenbereich grundsätzlich gröbere Putzstrukturen wählen. Wenn letztendlich doch ein Glattputz zur Ausführung kommt, empfiehlt es sich, die Eigenschaften und auch die Nachteile mit dem Auftraggeber zu besprechen und schriftlich festzuhalten. Außerdem ist bei der Kalkulation des Angebots zu bedenken, dass ein WDVS mit Glattputz aufgrund des erhöhten Aufwandes deutlich teurer sein muss!

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