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Fit im Aufmaß

Aus- & Weiterbildung
Fit im Aufmaß

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Foto: Malerblatt
Teil 4: Abrechnung von Fassaden.

Autor | Grafiken: Eberhard Schilling

Für das Vorbereiten und Beschichten von Fassaden gelten grundsätzlich die Maße der behandelten Flächen. Fassadenbeschichtungen sind deshalb immer mit dem tatsächlichen Maß des Oberputzes abzurechnen.

Unterbrechungen in der Fassadenfläche durch Gesimse, Lisenen, Pilaster und Balkonplatten können bis zu einer Einzelbreite von 30 Zentimeter übermessen werden, und zwar unabhängig davon, ob sie anders als die Fassadenfläche behandelt werden oder überhaupt nicht. So bleibt das durchgehende Gesims bei der Ermittlung der Fassadenfläche (Abb. 1) bis zu einer Höhe von 30 Zentimeter komplett unberücksichtigt. Die Fläche der Unterbrechung spielt dabei keine Rolle.

Die Übermessungsregel für Unterbrechungen gilt auch für Fachwerkteile, sodass bei der Ermittlung der Gefachefläche alle Fachwerkteile bis 30 Zentimeter Einzelbreite zu übermessen sind. Eckständer und andere flächenabschließende Balken können ebenfalls bis zu einer Breite von 30 Zentimeter mitgemessen werden. Eine Beschichtung der Fachwerkteile wird nach Längenmaß extra gerechnet, wobei Überkreuzungen in der Praxis durchgemessen werden.

Faschen werden bei der Ermittlung der Beschichtungsfläche bis 30 Zentimeter Einzelbreite übermessen (Abb. 2). Die Beschichtung der Fasche darf nach Abschnitt 0.5.2 der DIN 18363 zusätzlich nach Längenmaß in der größten Länge gerechnet werden.

Bei Eckverbänden handelt es sich stets um flächenabschließende Elemente mit unterschiedlichen Breiten. Da Eckverbände seit der VOB 2016 nur noch bis zu einer Einzelbreite von 30 Zentimeter übermessen werden dürfen, stellt sich die Frage, an welcher Stelle die maßgebende Breite zu messen ist. Für eine praxisgerechte, prüfbare Abrechnung kommt nur das Maß der geringsten Breite in Betracht, weil die Fassadenfläche in ihrer größten Länge bis zu diesem Punkt zu behandeln und zu rechnen ist. Der Eckverband in Abb. 3 hat eine geringste Breite von 25 Zentimeter und bleibt daher bei einer Fassadenbeschichtung komplett unberücksichtigt. Weil der Eckverband in Abb. 4 eine Mindestbreite von mehr als 30 Zentimeter aufweist, darf die Fassade nur bis zu der unterbrochenen Linie gerechnet werden.

Dachuntersichten von Dachüberständen bis 1,00 m Breite je Ansichtsfläche werden nach Längenmaß, breitere in der Abwicklung gerechnet. Bei der Abrechnung nach Flächenmaß sind zur „ebenen“ Untersicht zusätzlich die Seitenflächen und die Stirnflächen (Köpfe) der Sparren hinzuzurechnen.

Weitere Teile der Serie:
www.malerblatt.de


Grafik: Eberhard Schilling
Grafik: Eberhard Schilling

Durchgehendes Gesims an einer Hausfassade .


Grafik: Eberhard Schilling
Grafik: Eberhard Schilling
Grafik: Eberhard Schilling

Fasche farblich abgesetzt

Abrechnungslänge = 2 x 2,75 Meter + 2 x 1,90 Meter = 9,30 Meter


Grafik: Eberhard Schilling
Grafik: Eberhard Schilling

Ausschnitt Eckverband 1.


Grafik: Eberhard Schilling
Grafik: Eberhard Schilling

Ausschnitt Eckverband 2.


PraxisPlus

Weitere Beispiele zur Abrechnung von Wandflächen und Treppenhauswänden: Handbuch für Maler und Lackierer, Abrechnung und Aufmaß, DVA 2022

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