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Frage des Monats: Salze im Mauerwerk

Aus- & Weiterbildung
Frage des Monats: Salze im Mauerwerk

Rainer Hülsermann, Leiter Anwendungstechnik Zero-Lack
Eine im Altbau regelmäßig vorkommende Problematik sind Salze im Mauerwerk. Was bewirken sie im Baukörper und an der Fassade und woher kommen sie?

Salze aus dem Erdreich werden oftmals durch aufsteigende Feuchtigkeit transportiert und im Baukörper eingelagert. In der landläufigen Praxis werden Salzausblühungen dann häufig als Salpeter bezeichnet. Dieser Begriff ist aber nur selten richtig. Die Bezeichnung Salpeter trifft in korrekter Weise nur auf Calciumnitrat zu. Neben Nitraten sind aber Sulfate und Chloride die typischen Vertreter bauschädigender Salze. Befinden sich in den Kapillarräumen eines Baustoffes übersättigte Salzlösungen, so kommt es beim Übergang von der gelösten in die kristalline Form zu einer Volumenvergrößerung. Hierbei entsteht ein statischer Druck, der z. B. Putze im Sockelbereich abplatzen lässt.
Ein weiterer Schadensmechanismus ist die Hygroskopizität der salzbelasteten Baustoffe. Hierbei wird in Abhängigkeit von der Luftfeuchte Wasser gebunden. Salze sind also in der Lage, die Gleichgewichtsfeuchte eines Baustoffes durch die hygroskopischen Eigenschaften ganz wesentlich zu erhöhen. Die Folge ist, dass der Feuchtegehalt des Baustoffes zunimmt und damit der kapillare Wassertransport in Bereichen aktiviert wird, die sonst nicht durch aufsteigende Feuchtigkeit erreichbar wären. Diese Flächen zeichnen sich dann dunkel ab, obwohl aufsteigende Feuchtigkeit eigentlich nicht (mehr) vorhanden ist oder abgestellt wurde.
Eine Lösungsmöglichkeit
In solcherart salzbelasteten Bereichen können besondere Sanierputze – wenn sie den Herstellervorschriften entsprechend aufgebracht werden – sehr gute Dienste leisten.
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