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Katja Wittig ist eine der besten Malergesellinnen Deutschlands

Interview mit Katja Wittig
Lebensplan durcheinander gewirbelt

Katja Wittig aus Chemnitz ist eine der besten Malergesellinnen des Landes. Wir sprachen mit der 20-Jährigen über die schönen Seiten des Malerberufes, das leidige Thema Covid-19 bzw. den Einfluss der Pandemie auf die persönliche Zukunft.

Autor: Andreas Ehrfeld | Fotos: Katja Wittig

Wie sieht die Situation für Sie persönlich während der Pandemie aus?

Katja Wittig: Ich bin seit Mitte Dezember zu Hause. Unterricht im Meisterkurs hatte ich bislang nur drei Wochen, dann kam der Lockdown.

Wie beurteilen Sie die Lehre an den Schulen? Ist viel Eigeninitiative verlangt, oder kommt man mit dem Lehrplan gut durch?
Wittig: Ich kann, wenn ich theoretische Fragen habe, jederzeit bei meinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb nachfragen. Da bin ich in einer komfortablen Situation. Allerdings weiß ich von meinen Mitschülern, dass es für viele Dozenten schwer ist, neben ihrem Beruf auch noch Aufgaben für das Homeschooling zu stellen. Und es ist eben doch etwas anderes, Lehrinhalte von den Fachlehrern vermittelt zu bekommen, als vom eigenen Meister.

Bringen Sie nach mehreren Wochen Lockdown noch genug Eigenmotivation für das Lernen mit?
Wittig: Ich muss gestehen, das ist tagesformabhängig. Manches Mal funktioniert es gut, manchmal hänge ich durch. Was ich aber sagen kann: Corona bringt meinen Lebensplan schon ziemlich durcheinander: Eigentlich wollte ich im Dezember 2021 meinen Meister in der Tasche haben. Das klappt definitiv nicht. Auch der Lehrinhalt, der bislang theoretisch vermittelt wurde, konnte nie praktisch geübt werden. Eigentlich müssten alle Inhalte noch einmal wiederholt werden.

Wie vertreiben Sie sich die Zeit, wenn Sie derzeit nicht arbeiten können? Welche Leidenschaften haben Sie neben dem Malerberuf?
Wittig: Ich häkle und zeichne viel, durch den Beruf ist einfach die Leidenschaft da, etwas mit den Händen zu machen. (lacht)

Zurück zum Beruflichen: Was ist Ihre Lieblingstechnik?
Wittig: Eine gestalterische Spachteltechnik, die etwas schwer zu erklären ist, aber ich versuche es: Angerührte Spachtelmasse wird mit einem Japanspachtel im Kreuzgang aufgetragen. Je nach Handschlag ist dieser immer individuell. Diese Technik wird in der Ausbildung gelehrt (siehe Galerie).

Welche Technik würden Sie gern noch lernen?
Wittig: Die Bierlasur, eine Holzmalerei. Ich freu mich schon darauf, diese Technik in der Meisterausbildung zu lernen.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders und warum?
Wittig: Mir gefällt alles an meinem Beruf, besonders die Vielfältigkeit. Ich mache jeden Tag etwas anderes, man hat nie etwas satt. Zusätzlich komme ich mit vielen Menschen ins Gespräch.

Was ist Ihre Lieblingsfarbe?
Wittig: Ich habe keine direkte Lieblingsfarbe, stehe aber eher auf Pastelltöne als auf knallige Farben

Womit arbeiten Sie lieber? Raufaser- oder Vliestapete?
Wittig: Zu verkleben ist beides in Ordnung, mir persönlich macht die Vliestapete mehr Spaß.

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