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Lina Lechner ist Deutschlands beste Malergesellin

Aus- & Weiterbildung
Rugby als Ausgleich zum Beruf

Lina Lechner ist Deutschlands beste Malergesellin. Wir sprachen mit der 22-Jährigen über Ausbildung, Lieblingsfarben, Corona und Privates.

Autor: Andreas Ehrfeld | Foto: Lina Lechner

Was ist Ihre Lieblingsfarbe?

Lina Lechner: Mintgrün und Bordeaux- rot.

Was ist Ihre Lieblingstechnik?

Ich habe keine spezielle Lieblingstechnik. Da ich noch nicht so lange in diesem Beruf arbeite, finde ich gerade erst heraus, was überhaupt alles möglich ist. Im Allgemeinen gefällt mir das, was ausgefallen ist und sich individuell gestalten lässt.

Welche Technik würden Sie gern noch lernen?

Ich möchte gerne mehr mit dem Thema Boden zu tun haben. Zum Beispiel möchte ich lernen, welche Wandtechniken sich auch für den Boden anwenden lassen und wie sie möglicherweise abgeändert werden müssen. Zusätzlich möchte ich noch mehr über das Verlegen von PVC- oder Parkettboden lernen.

Was macht Ihnen an Ihrem Job besonders viel Spaß und warum?

Aufwendige Arbeiten, die Vorausplanung und Konzentration voraussetzen, machen mir besonders Spaß, genauso wie das Lackieren. Es ist immer wieder schön den Vorher-/Nachher-Vergleich zu sehen und zu wissen, dass man etwas Altem wieder neuen Glanz verliehen hat.

Was gefällt Ihnen eher weniger und warum?

Weniger gefallen mir jegliche Schleifarbeiten. Das Tragen einer Staubmaske ist dabei störend und große Schleifgeräte sind häufig unhandlich.

Wie sind Sie bislang durch die Coronazeit gekommen? Wie hat die Pandemie Ihre Vorbereitung auf die Meisterprüfung beeinflusst?

Von der jetzigen Zeit und der Pandemie merkt man als Handwerker zum Glück relativ wenig. Wir müssen noch nicht in Kurzarbeit und sind eine der wenigen Berufsgruppen, die zum Arbeiten noch

aus dem Haus darf. Das einzig Störende ist, das dauerhafte Tragen eines Mund- und Nasen-Schutzes bei der Arbeit. Die Vorbereitungen auf meine Prüfung wurden dadurch hingegen relativ stark beeinflusst. Wir konnten den letzten und wichtigsten Schulblock nur noch als Online-Unterricht verfolgen, mit

Aufgaben, die uns per Post zugeschickt wurden. Es war sehr anstrengend mit manchen Lehrern, da das technische Verständnis für Videokonferenzen nicht bei allen gegeben war. Ich hatte aber das große Glück, dass mir die Berufsschule durch mein Abitur nie besonders schwergefallen ist und ich die Aufgaben meist auch ohne Erklärungen der Lehrer oder Hilfestellungen bearbeiten konnte.

Wie beurteilen Sie die Lehre an den Berufschulen? Ist viel Eigeninitiative verlangt, oder kommt man mit dem Lehrplan gut durch?

Die Lehrer an meiner Berufsschule waren alle stets sehr bemüht, auch den Letzten gedanklich abzuholen. Alles wurde mehrfach erklärt falls nötig und die Schüler haben sich auch untereinander viel geholfen. Alle wollten, dass jeder die besten Voraussetzungen für den Abschluss an die Hand bekommt. Oft wurde von uns auch eigenverantwortliches Arbeiten gefordert. Die Umsetzung der Aufgaben war aber immer gut machbar und mit dem gelernten Stoff zu lösen.

Welche Leidenschaften haben Sie neben dem Malerberuf?

Das Rugbyspielen. Damit habe ich vor circa 1,5 Jahren angefangen. Mir gefällt dieser Sport so gut, da er das komplette Gegenteil zu meinem Beruf ist. Als Malerin arbeitet man immer akkurat, stets sauber und konzentriert. Es muss auf die Details geachtet werden und eine strategische Planung ist sinnvoll. Im Rugby hingegen kann der Kopf abschalten und ich kann mich fallen lassen (auch mal in den Dreck). Es gibt nur ein Ziel und man reagiert situativ auf die Geschehnisse auf dem Feld. Dadurch kann ich entspannen und einfach meine Energie rauslassen.

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