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Luft nach oben

Leitfaden zum Ausbildungsmarketing
Luft nach oben

Jannik Schickinger präsentiert die Ergebnisse seiner Semesterarbeit Guido Leonhardt, dem Verkaufsleiter von Baden Württemberg bei AkzoNobel. Foto: Malerblatt
Bei der Auswertung seiner Imageanalyse des Maler- und Lackiererhandwerks hat sich Jannik Schickinger auch mit der Frage des Fachkräftemangels beschäftigt.

Wer sich die Abschlussarbeiten der Meister- und Technikerabsolventen in Feuerbach ansieht, wähnt sich beim Anblick der kreativen Werke eher in einer Kunstausstellung. Doch das Image des Malers wird häufig anders wahrgenommen. Jährlich sinkende Lehrlingszahlen bestätigen das. Jannik Schickinger, diesjähriger Absolvent der Akademie für Betriebswirtschaft an der Schule für Farbe und Gestaltung in Feuerbach, hat sich in seiner Abschlussarbeit damit auseinandergesetzt. Betreut wurde er dabei von seiner Lehrerin Verena Schmid. Über seinen Lehrbetrieb (Markus Häußler GmbH) konnte er Herbol (AkzoNobel) als Sponsor gewinnen.

Malerblatt: Herr Schickinger, wie sind sie auf Ihr Facharbeitsthema gekommen? Jannik Schickinger: Aufgrund von persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen wird unter den „Malern“ die Hypothese aufgestellt, dass der Maler ein eher negatives Image in der Öffentlichkeit besitzt. Um verlässlich zu erfahren, wie die Öffentlichkeit das Maler- und Lackiererhandwerk einschätzt und welches Ansehen es in der Gesellschaft hat, habe ich mich dazu entschlossen, meine Facharbeit über diese Umfrage zu machen.
Malerblatt: Wie viele Menschen haben Sie befragt? Schickinger: 254 Leute rund um Baden-Baden.
Malerblatt: Welche Sympathienoten fürs Handwerk werden vergeben? Schickinger: Insgesamt schneidet das Handwerk mit Durchschnittsnoten zwischen 1,8 und 2,6 gar nicht so schlecht ab. Leider sind die Maler und Lackierer gemeinsam mit den Maurern Schlusslicht. Da gibt es also noch Luft nach oben. Am besten wurden übrigens Schornsteinfeger bewertet.
Malerblatt: Welches sind die wichtigsten Anforderungen ans Maler- und Lackiererhandwerk? Schickinger: Esreicht nicht aus, den Kunden schnell und billig zu bedienen. Der Kunde möchte, dass seine Wünsche gehört werden, die Arbeiten sauber und qualitativ hochwertig ausgeführt werden. Eine Erwartungshaltung die, wie meine Umfrage ergeben hat, bisher häufig nicht erfüllt wird.
Malerblatt: Um besser in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, schreiben Sie dem Internet eine Schlüsselrolle zu? Schickinger: Ja, das Internet ist sehr wichtig. 92 Prozent der Befragten sagten aus, dass sie das Internet zur Informationsbeschaffung nutzen, 87,7 Prozent halten die Homepage eines Unternehmens für ein wichtiges Indiz der Qualität des Unternehmens.
Malerblatt: Sie haben auch gefragt, wer sich jetzt vorstellen könnte oder in der Vergangenheit hätte vorstellen können, eine Ausbildung zum Maler zu machen. Schickinger: Nur 16,5 Prozent antworteten positiv. Hinsichtlich der Nachwuchsfrage macht mir diese Auswertung Sorgen, da sich bei den Befragten im Alter zwischen zehn und 20 Jahren sogar nur fünf Prozent eine Ausbildung im Malerhandwerk vorstellen können.
Malerblatt: Inspiriert von den Ergebnissen der Umfrage haben Sie einen Leitfaden entwickelt, der Unternehmen bei der Suche nach Azubis helfen soll. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Aspekte? Schickinger: Neben Kooperationen mit Schulen, Werbung in Vereinen, auf Bussen oder Anzeigen sehe ich v.a. auf der Unternehmenswebsite großes Potenzial. Fast 100 Prozent der Jugendlichen informieren sich dort. Eine moderne und professionell gestaltete Seite gilt als „virtuelle Visitenkarte“. Hier lassen sich auch die Ausbildungsinhalte präsentieren.
Das Interview führte Susanne Wierse

praxisplus
Den „Leitfaden zum Ausbildungsmarketing“ finden Sie hier: Leitfaden Ausbildungsmarketing
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