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Exoskelette, Roboter und Minicamper an Malerfachschule

Malerfachschule
Exoskelette, Roboter und Minicamper

Future dynamics – unter diesem Motto standen die Gestalterarbeiten des Jahres 2022 an der Badischen Malerfachschule in Lahr (BaMaLa). Konkret bedeutete das für die Schüler, ein fiktives Unternehmen zu gründen und sämtliche gestalterischen Arbeiten für die Firma zu übernehmen. Eines der Unternehmen wurde inzwischen zu einem realen Start-Up.

Autor | Fotos: Andreas Ehrfeld

Wir wollten von den Schülern ein Unternehmen sehen, das theoretisch kurz vor der Marktreife steht. Dabei sollte auch über den eigenen beruflichen Tellerrand geschaut werden“, sagt Schulleiter Hans Peter Misiewicz. Wichtig war, dass die fiktiven Firmen über einen Zukunftsbezug verfügen und gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder ökologischen Fortschritt liefern. Bestandteil der Arbeit waren drei Tafeln, eine Malertafel, eine Lackierertafel und eine Typografietafel. Damit nicht genug, ein 3D-Modell mit direktem Bezug zum gegründeten Unternehmen musste ebenso wie die gesamte Corporate Identity (CI) erarbeitet werden.

Projekte an der Malerfachschule 

Malermeisterin Sophie Schröder störte sich bei ihrer Abschlussarbeit wohl allenfalls am Wörtchen „fiktiv“, weshalb sie es einfach ignorierte. Ihre Idee, aus einem herkömmlichen Anhänger einen günstigen Camper zu bauen, wurde Realität, ist inzwischen zum Patent angemeldet und soll demnächst Marktreife erlangen. Anhänger und abnehmbarer Aufsatz sind zusammen lediglich 290 Kilogramm schwer, sodass der Minicamper auch von einem Elektrofahrzeug gezogen werden kann. Enthalten ist sogar noch eine kleine, ausziehbare Küche. Innen ist der Camper mit Jutestoff bezogen, das Außendesign nimmt den Namen des Unternehmens, Strandgut, auf. Es besteht aus Sand. Van Life im Hänger, wir finden die Idee super.

Roboter, die das Meer von Plastik befreien sollen: Bislang ist das leider nur eine Idee, die Helena Gutman, mit 21 Jahren die jüngste Absolventin der Abschlussklasse 2022, für ihre Arbeit aufgegriffen hat. Mobula – Cleans the Ocean lautete der Projektname: „Bei der Farbfindung für mein Corporate Design (CD) habe ich mich an den natürlichen Farben der Ozeane orientiert. Allerdings war es meine Intention, nicht das klassische marineblau zu wählen, welches von vielen Unternehmen als Farbe in Zusammenhang mit Wasser gewählt wird.“

Malerfachschule in Türkis- und Minttöne

“ Deshalb habe ich mich eher an dem Farbbereich der Türkis- und Minttöne bedient. Außerdem habe ich mich entschieden, bei der Farbfindung und Farbkombination auf eine monochrome Farbmischung zurückzugreifen. Diese wirkt auf das Auge sehr abgestimmt, da ich nur mit einem Farbton, welcher einzig in seiner Helligkeit variiert und verändert wird, arbeite. Dadurch ist sichergestellt, dass die Farben, egal in welcher Art der Nutzung, sehr gut miteinander harmonieren“, erklärt Helena Gutman.

Vom Meer zurück aufs Land. Exoskelette dürften so manchem Handwerker durchaus vertraut sein, bei Nutztieren allerdings ist bislang keine Nutzung vorgesehen. Sarah Wolber wollte mit ihrem Projekt, der Firma PEXOS, Exoskelette für Pferde anbieten. Durch das Exoskelett ist es möglich, dass das Pferd noch mehr Leistung erbringen kann und dabei gleichzeitig geschont wird. Neben dem Tier steht der Wald im Mittelpunkt der Projektarbeit. „Ich habe verschiedene Grüntöne eingesetzt. Ein eher kräftiges dunkles Grün, welches an Tannennadeln erinnert und ein helles für die jungen neuen Triebe. Grün im Allgemeinen wirkt beruhigend und harmonisierend. Das Gelborange erinnert an einen Herbstwald. Es sorgt sofort für Aufmerksamkeit und ist ein wirklicher Stimmungsaufheller. Gleichwohl steht es für Energie und Dynamik“, erklärt Wolber.

Eine ganze Menge Holz, um im Sprachgebrauch zu bleiben, die von den Schülern für ihre Abschlussarbeiten verlangt wurde. Die gute Nachricht kam dann aber am frühen Nachmittag unter anderem von Dr. Tobias Lander, Lehrer an der BaMaLa: „Alle haben bestanden.“

Hier konnten wir nur auf einen Teil der Arbeiten eingehen: Sämtliche Projekte stellen wir aber auf dem Malerblatt Instagram-Account vor. Hier kommen die AbsolventInnen auch selbst zu Wort.

Weitere Fotos:
www.malerblatt.de

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