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Metallbeschichtungen: Vom Handwerk zur Kunst

Metallbeschichtungen
Vom Handwerk zur Kunst

Metallbeschichtungen: Die Sto-Stiftung fördert das „Heavy Metal Workcamp“, an welchem sieben ausgewählte Maler- und Kirchenmaler-Auszubildende teilnahmen. Hier wurden ihnen historische und moderne Metallbeschichtungen vermittelt.

Fotos: Sto-Stiftung

Ende August fand der Lehrgang unter dem Motto „Tradition meets modern Technics“ statt. Hier konnten die Auszubildenden einen Teilbereich des Malerhandwerks beleuchten, der vielen Außenstehenden gar nicht bekannt ist. Die 7-tägige Veranstaltung beschränkte sich jedoch nicht nur auf praktische Arbeiten in der historischen Werkstatt am Jagdschloss Kranichstein in Darmstadt, sondern bot ebenso viele Außentermine in und um Frankfurt, bei denen die Liebieghaus-Ausstellung „Bunte Götter“, das Städel Museum und die Darmstädter Matildenhöhe besucht wurden. „Wir wollten ein rundes Programm konzipieren, das sowohl Praxis und Theorie als auch Kultur beinhaltet“, erklärte Ingeborg Totzke, Geschäftsführerin des Verbands Farbe Gestaltung und Bautenschutz Hessen. „Alle Veranstaltungen sind themenbezogen und haben immer eine direkte Verbindung zum Workcamp.“

Rundum-Programm

In der Werkstatt wurden Grundlagen der Metallbeschichtungen, vor allem der Polimentvergoldung, vermittelt und die Azubis fertigten im Laufe der Woche eigene Werkstücke an. Ergänzt wurden die praktischen Übungen durch ein breites Rahmenprogramm wie den Besuch in der Tapetenmanufaktur Julius Hembus in Frankfurt. Hier werden alle Stücke von Hand hergestellt, was jede Tapete zu einem Unikat macht. Bei einer Führung durch die Frankfurter Altstadt konnten die historischen Bauwerke wie das Renaissancehaus „Zur Goldenen Waage“ und sein Dachgarten das „Belvederchen“, der Frankfurter Römer und das Karmeliterkloster begutachtet werden.

Beim Besuch der Firma Steuernagel und Lampert zeigte sich, wie abwechslungsreich der Beruf des Malers sein kann. Der Handwerksbetrieb bildet Maler wie auch Kirchenmaler aus und zu diesem Handwerk gehört auch das Vergolden, Stuckieren und die Metallveredelung. Gleichzeitig werden im zugehörigen Texturwerk alte Legierungsrezepte rekonstruiert, die in aufgekauften Büchern gefunden wurden.

„Leidenschaft braucht es, wenn es um die Kirchenmalerei geht“, erzählt Dorothea, Campteilnehmerin und Auszubildende im zweiten Lehrjahr. „Es ist in gewisser Weise Altenpflege für Gebäude.“

Weitere Fotos:
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