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Praxistipp zur Holzbeschichtung 1: Holzoberflächen prüfen

Rund ums Holz
Praxistipp zur Holzbeschichtung 1: Holzoberflächen prüfen

Ein Anstrich auf Holzoberflächen, die nicht intakt sind, ist reine Kosmetik. Zunächst sind die Oberflächen wieder dekorativ. Auf die Dauer gesehen, halten die Anstriche jedoch nicht. Auch bestehende Beschichtungen sollten regelmäßig auf Beschädigungen inspiziert und gegebenenfalls renoviert werden. Um sicherzugehen, dass sich Holzflächen für einen Anstrich eignen, muss der Zustand der Oberflächen überprüft werden.

Vier Kriterien sind ausschlaggebend, damit nachfolgende Beschichtungen sicher auf Holzoberflächen haften.

1. Ist das Holz tragfähig?
Die Oberfläche muss stabil beziehungsweise tragfähig für einen Anstrich sein. Bei bereits verrottetem oder zu feuchtem Holz nutzt auch eine Beschichtung mit Holzanstrichmitteln nichts mehr. Es lässt sich leicht mit dem Fingernagel eindrücken. Ist dies der Fall, sollte es ersetzt werden. Bei oberflächlichen Holzschäden, wie zum Beispiel Vergrauung, wird die Oberfläche vor dem Anstrich bis zum gesunden Holz abgeschliffen. Wenn sich keine alte Farb- oder Lasurschicht auf dem vergrauten Holz befindet, kann dieses alternativ mit Holzbleiche behandelt werden, um die Aufhellung ohne Abschleifen zu erreichen.
2. Ist die Beschichtung wasserabweisend?
Wasser bringt das Holz zum Quellen und bildet so den Nährboden für Schimmel und spätere Fäulnis. Hauptaufgabe des Holzanstrichmittels ist daher, das Holz wasserabweisend zu machen und Feuchtigkeit zu regulieren. Saugt das beschichtete Holz bei einem Benetzungstest das Wasser auf, wird es Zeit, erneut Holzanstrichmittel anzuwenden. Dies lässt sich zum Beispiel ganz einfach testen, indem man einen nassen Lappen auf das Holz legt. Perlt das Wasser dagegen vom Holz ab, ist es gut geschützt.
3. Ist die Holzbeschichtung farbecht?
Durch Sonneneinstrahlung verlieren die Pigmente Glanz und Farbintensität. Die Holzstruktur wird fleckig und die Schutzschicht dünner. Das ist nicht unbedingt ein Anzeichen dafür, dass Holz ganz ungeschützt ist. Aber es zeigt, dass die Schutzschicht verbraucht und bald eine neue Behandlung erforderlich ist. Hat das Holz eine raue Oberfläche mit hochstehenden Holzfasern, sollte es abgeschliffen und neu beschichtet werden.
4. Blättert der Anstrich ab?
Wenn der Anstrichfilm abblättert und sich in großen Stücken bis auf das rohe Holz abziehen lässt, ist das Holz ungeschützt schädigenden Einflüssen ausgesetzt. Das Abblättern geschieht entweder, weil das Holz schlecht geschützt oder das Objekt fehlerhaft konstruiert ist. Bei abgeblätterter Beschichtung muss der Film für deckenden Farbanstrich teilweise oder zum Lasieren ganz abgeschliffen werden, bevor das Holz neu behandelt wird.
Zu Praxistipp 2: Die optimale Grundierung

PraxisPlus

Vor der Neubeschichtung einer Holzoberfläche sind mehrere Kriterien unbedingt zu prüfen: Ist der Untergrund tragfähig? Blättert der Altanstrich bereits ab? Aber auch noch scheinbar intakte Anstriche bedürfen teilweise der Überarbeitung, wenn sie kein Wasser mehr abweisen oder sich die Schutzschicht durch Sonneneinstrahlung verbraucht hat.

Beratung bietet aus der Dyrup Technik
Horst Moritz
Tel.: (02166) 964-890
dehmo@dyrup.de
Infos im Internet finden Sie unter:
www.gori.de

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