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Praxistipp zur Holzbeschichtung 2: Die optimale Grundierung

Rund ums Holz
Praxistipp zur Holzbeschichtung 2: Die optimale Grundierung

Grundierungen und Imprägnierungen sorgen für eine optimale Haftung auf unterschiedlichen Untergründen, schaffen eine gute Grundlage, eine glatte Oberfläche und bilden damit die Basis für die Qualität des gesamten Anstrichs.
Vor allem für Hölzer im Außenbereich gilt: Nur wenn die Oberfläche adäquat vorbehandelt ist, entspricht die Beschichtung der Gewährleistungspflicht.

Holzinhaltsstoffe

Bei der Beschichtung von Holz im Außenbereich sollte der Verarbeiter prüfen, ob eine Imprägnierung gegen Bläue, ein Sperrgrund gegen Holzinhaltsstoffe und, bei anderen oder kombinierten Oberflächen, ein Haftvermittler für die spätere Endbeschichtung erforderlich ist.
Bei hellen, wasserbasierten Anstrichen können durch Holzinhaltsstoffe (z.B. Harze, Wachse, Fette, Gerbsäure) gelbliche oder braune Verfärbungen entstehen. Gerbsäure ist einer der bekanntesten Holzinhaltstoffe. Sie ist sehr farbintensiv und verursacht häufig dunkle Flecken. Vor dem Beschichten ist es außerdem wichtig, die Holzfeuchte zu messen. Bei zu feuchtem Holz setzt sich die Grundierung nicht in die Poren. Als Folge blättert die Beschichtung ab, weil die Feuchtigkeit aus dem Holz dringt.

Untergrundvorbereitung

Verfärbungen auf Grund von Gerbsäure lassen sich vermeiden, wenn vorher ein Isoliergrund gegen das Durchfärben von Holzinhaltsstoffen aufgebracht wird, besonders bei den Holzarten Red-Cedar, Eiche, Hemlock, Bangkirai, Meranti, Robinie. Der Isoliergrund kapselt die Stoffe ein, damit sie nicht mehr von der wasserbasierten, deckenden Beschichtung angelöst werden. Zudem ist er als Haftvermittler für den nachfolgenden Anstrich von großer Bedeutung.
Rohe Nadelhölzer im Außenbereich müssen zunächst mit einem Imprägniergrund vor Bläue und Pilzen geschützt werden, bevor Isoliergrund und Endbeschichtung aufgetragen werden.

Tipp

In den technischen Merkblättern der Imprägnierungsprodukte steht, welche Hölzer imprägniert werden müssen und bei welchen Hölzern es nicht erforderlich ist. Überdies sollte der Verarbeiter unbedingt die Hinweise auf dem Gebinde beachten, etwa bezüglich Verarbeitungstemperatur, Trockenzeiten usw.
Zu Praxistipp 3: Die richtige Konstruktion

PraxisPlus

Die namhaften Hersteller empfehlen, im System zu bleiben und aufeinander abgestimmte Grundierungen und Endbeschichtungen zu verwenden. Diese Systeme sind vom Hersteller geprüft und bieten Sicherheit.
Gori hat in seiner Produktpalette beispielsweise die Imprägniergründe Gori 17 und Gori 28 sowie als Haftvermittler und Sperrgrund Gori Multiprimer beziehungsweise den Wood-Primer.

Beratung bietet aus der Dyrup Technik
Horst Moritz
Tel.: (02166) 964-890
Infos im Internet: www.gori.de

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