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Praxistipp zur Holzbeschichtung 5: Holzoberflächen im Außenbereich

Rund ums Holz
Praxistipp zur Holzbeschichtung 5: Holzoberflächen im Außenbereich

Holz in der freien Natur benötigt keinen Holzschutz. Es verfault im natürlichen Kreislauf und gibt Nährstoffe für neues Wachstum an den Boden ab. Bei Holz als Werkstoff wollen wir jedoch diesen Verfall vermeiden. Daher muss für Schutz vor Witterung und anderen Holz schädigenden Einflüssen gesorgt sein. Holzschutz ist besonders wichtig, wenn es auf die kalte, nasse Jahreszeit zugeht.

Was schadet dem Holz?

Die UV-Strahlen der Sonne und Feuchtigkeit schädigen ungeschütztes Holz. Die Sonneneinstrahlung verwandelt den Holzzellstoff Lignin in wasserlösliche Stoffe, welche wiederum vom Regen ausgewaschen werden. Resultat: Das Holz wird zuerst braun, später vergraut es und wird faserig. Eine angegriffene Holzoberfläche schafft die Lebensgrundlage für Mikroorganismen wie Bläue. Sie verfärbt das helle Holz dunkel und zerstört den Anstrichfilm. Dies beeinträchtigt zwar nicht die Festigkeit des Holzes – die Zellwände bleiben intakt – macht es jedoch saugfähiger und bereitet so den Nährboden für Fäulnisbildung. Dieser Prozess gefährdet die Statik des Holzes, denn er macht das Material weich und brüchig.

Holzfasern ziehen Feuchtigkeit

Überstreicht man eine vergraute, angegriffene Fläche ohne die Holzfasern abzuschleifen, sammeln diese Feuchtigkeit unter dem Anstrich. Die Beschichtung haftet nicht mehr am Untergrund. Ist die Holzsubstanz an der Oberfläche einmal zerstört, nimmt sie mit Regen, Tauwasser und Luftfeuchte weiter Feuchtigkeit auf. Eine permanent hohe Feuchtigkeit von über 20 Prozent, zum Beispiel bei Erdkontakt, schadet dem Holz. Bei Wasseraufnahme quillt das Holz, in einer Trockenperiode zieht es sich wieder zusammen. Dadurch entstehen Risse, die die Oberflächenbeschichtung des Holzes weiter zerstören.

Schutz durch Pigmente

Wer lange etwas von seinen Holzflächen haben will, schützt sie mit pigmenthaltigen Holzlasuren, -ölen oder -farben vor den schädlichen UV-Strahlen. Für Holzterrassen eignen sich zum Beispiel Holzöle. Die Pigmente schirmen das Holz vor den UV-Strahlen ab und beugen so dem Ligninabbau vor. Gleichzeitig wappnen die geölten, lasierten oder gestrichenen Oberflächen das Holz gegen Feuchtigkeit. Die Aufgabe einer Holzbeschichtung im Außenbereich ist also neben der dekorativen Gestaltung der Schutz vor Sonne und Wasser. Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer, Meranti, Tanne oder Douglasie im Freien sowie an Innen- und Außenseiten von Fenstern und Außentüren sollten generell auch noch mit Bläueschutzgrund vorbehandelt werden.

PraxisPlus

Holzschutz umfasst alle Maßnahmen, die eine Zerstörung von Holz durch Witterung, Insekten und Pilze verhüten und damit eine lange Gebrauchsdauer sicherstellen. Dazu gehören neben dem konstruktiven Holzschutz auch die Anwendung unterschiedlicher Holzschutzmittel und Holzschutzverfahren.

Beratung bietet dazu aus der Dyrup Technik:
Horst Moritz
Tel.: (02166) 964-890
dehmo@dyrup.de
Infos im Internet finden Sie unter:
www.gori.de

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