Startseite » Aus- & Weiterbildung »

Fachgerechte Schimmelsanierung: Maßnahmen für den Wiederaufbau

Fachgerechte Schimmelsanierung: Maßnahmen für den Wiederaufbau
Schimmelsanierung – Wiederherstellung

Nach erfolgreicher Schimmelsanierung müssen die Maßnahmen für einen Wiederaufbau festgelegt werden.

Autor: Robert Kussauer

Nach der Bestätigung des Sanierungserfolges (mit Schimmel befallenes Material wurde zurückgebaut, Staubablagerungen entfernt, olfaktorisch auf geruchliche Auffälligkeiten geprüft), kann die Abschottung zurückgebaut und mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Auch ist es nach der erfolgreichen Sanierung nicht mehr erforderlich, die persönliche Schutzausrüstung zu tragen.

Es beginnt für jedes beteiligte Gewerk die gewerketypische Arbeit. Somit sind ab diesem Zeitpunkt auf die jeweilige Tätigkeit abgestimmt persönliche Arbeitsschutzmaßnahmen einzuhalten.

In Abhängigkeit von der Schadensursache und dem vereinbarten Sanierungsziel werden die Wiederaufbaumöglichkeiten mit dem Auftraggeber besprochen. Bei einem Wasserschaden durch eine Leckage wird in der Regel das defekte Rohr ausgetauscht und beim Wiederaufbau gleichartige Produkte verwendet, die vor dem Wasserschaden verbaut waren.

Anders verhält es sich jedoch bei einem Kondensationsschaden. Hier reicht es in der Regel nicht aus, mit den gleichartigen Materialien zu arbeiten. Je nach Ursache des Kondensationsschadens wie Konstruktion und Nutzung des Gebäudes sowie Möblierung der einzelnen Räume stehen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Auswahl.

Bei einem Kondensationsschaden durch massive Wärmebrücken oder bei älteren Gebäuden mit nicht ausreichendem Wärmeschutz kann es ratsam sein, ein Wärmedämmverbundsystem an der Fassade anbringen zu lassen. Auch die Kellerdecke und/oder die oberste Geschoßdecke erfordern einen entsprechenden Wärmeschutz.

Bei partiellen Kondensationsschäden in einzelnen Räumen kann eine Innendämmung ausreichend sein. Es ist zwingend erforderlich die Innendämmung in Bezug auf ihre Materialeigenschaften und den Wärmeschutz auf die zu dämmende Wand abzustimmen.

In Wohnungen mit unzureichendem Wärmeschutz und kleinen Räumen lässt es sich nicht immer vermeiden, Möbel an den Außenwänden zu platzieren, hinter denen es zu einer Kondensat- und Schimmelbildung kommen kann. Hier kann eine Wandheizung (z.B. Elektrogewebe, Bypass der Zentralheizung) in kritischen Bereichen der Außenwände Abhilfe schaffen und im Bedarfsfall zu einer Erwärmung der Oberfläche und zur Vermeidung von Kondensat beitragen.

In manchen Fällen ist es aber auchausreichend, dass die Bewohner ihr Heiz-, Lüftungs-, und Wohnverhalten anpassen, um Kondensationsschäden zu vermeiden.

Anzeige
Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild Malerblatt 10
Ausgabe
10.2020
ABO
Anzeige

Malerblatt Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Malerblatt-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Malerblatt-Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Malerblatt-Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de