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Arbeiten nach Farbplan

Betrieb & Markt
Arbeiten nach Farbplan

Manuel Schröder und sein Team werden gern gerufen, wenn es um hochwertige Malerarbeiten, Wärmedämmung und die Sanierung von historischen Gebäuden geht. Er ist dafür im Fläming, seiner Heimatregion in Potsdam-Mittelmark, und darüber hinaus viel unterwegs. Damit er trotzdem alles im Griff behält, sind sein Betrieb und die Baustellen bestens digital organisiert.

Nicole Sillekens

Als der Bahnhof zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde, war er der Stolz der Stadt – mit seiner gefälligen Fachwerkarchitektur hieß er die Besucher im brandenburgischen Beelitz willkommen. Mehr als ein Jahrhundert später war davon nur noch wenig zu erkennen. Das Fachwerk war verwittert, Farben und Putz rissig, zahlreiche Graffiti störten das Bild.
Seit dem vergangenen Spätsommer kümmert sich der Malerbetrieb von Manuel Schröder im Auftrag der Stadt um den Umbau und die Sanierung des Gebäudes. Ein umfangreiches Projekt: Am gesamten Fachwerk und den Dachuntersichten werden die alten Beschichtungen mittels Heißluft abgebrannt und nach erfolgter Reinigung mit Standölfarbe neu gestrichen. Der neue Anbau wird mit einem hochwertigen Wärmedämmverbundsystem gedämmt, alle Fachwerkfacetten und Putzflächen mit Silikatfarbe beschichtet. Putzrisse werden saniert und Graffitis entfernt.
Allrounder und Spezialisten
Schröder und sein Team haben schon so manches Schmuckstück aus dem Dornröschenschlaf geholt: Stadthäuser mit aufwendigen Stuckfassaden, Fachwerkhäuser und Bauernkaten. Neubauten und Fassadendämmungen gehören ebenso zum Portfolio des Betriebs wie die komplette Raumgestaltung.
Seit mehr als sieben Jahren kümmert sich die Fläming Malerei – das sind neben dem Chef Manuel Schröder noch acht weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Azubis – um die Wünsche von privaten und gewerblichen Kunden sowie öffentlichen Auftraggebern. Er ist Partner im Netzwerk „Mein Maler“, in dem sich deutschlandweit Malerbetriebe zusammengeschlossen haben. Schon beim Blick auf die Internetseite und soziale Medien wird deutlich: Hier wird auf topaktuellem Stand des handwerklichen Könnens gearbeitet und auch technisch ist der Chef immer up to date. Vor Kurzem hat der Betrieb eine eigene kostenlose App auf den Markt gebracht, mit der die Kunden aktuelle Infos zur Fläming Malerei direkt aufs Smartphone erhalten.
Direkter Draht
Auch im Büro und auf der Baustelle setzen Manuel Schröder und sein Team auf digitale Helfer. Ein Beispiel: Beim Abschleifen alter Fachwerkbalken kommen zuweilen verfaulte Stellen zum Vorschein. Dann erstellen die Mitarbeiter vor Ort direkt eine Schadensmeldung – mithilfe von mobilen Formularen: „Sie sind auf den Smartphones der Teammitglieder voreingestellt und müssen nur mit den aktuellen Angaben ausgefüllt werden“, erläutert der Malermeister. „Schnell ist noch ein Foto gemacht, das den Schaden anschaulich dokumentiert. Meine Leute vermerken dann auch, ob der Zimmermann kommen und den Balken austauschen muss.“ Das Formular wird dann an die Software im Büro geschickt und von da aus direkt als PDF per E-Mail an den zuständigen Architekten weitergeleitet, der im Projekt als Ansprechpartner hinterlegt ist. „So stellen wir mithilfe der Technik einen reibungslosen Kommunikationsfluss sicher!“
Beim Aufmaß haben Stift und Papier ebenfalls ausgedient: Sowohl Innenräume als auch Fassaden werden bei der Fläming Malerei mobil aufgemessen – mit Lasermessgerät und iPad. „Das geht richtig effizient und schnell. Das lästige und immer recht fehleranfällige Abtippen der Daten entfällt, die Daten werden sofort ins Büro gesendet und können dort weiterverarbeitet werden. Wir sparen in Summe jede Menge Zeit“, freut sich Manuel Schröder.
Reibungslose Abwicklung
Dreh- und Angelpunkt ist die WinWorker Software im Büro, die mit den mobilen Anwendungen verknüpft ist. Das Programm sorgt zudem für eine effiziente Auftragsabwicklung, die Verwaltung der Kundendaten, Kalkulation und vieles mehr: „Wir nutzen seit einiger Zeit die msd-Malerstammdaten in der WinWorker Software. Hier sind quasi alle Leistungen rund um die Malerarbeiten und die Wärmedämm-Verbundsysteme mit Material- und Zeitansätzen enthalten. Ich kann die entsprechenden Positionen mit einem Klick in mein Angebot übernehmen.“
Bis vor einiger Zeit gab es noch eine Mappe, in der die Infos zur Baustellenvorbereitung zusammengestellt wurden, jetzt funktioniert das ebenfalls komplett mobil: mit der digitalen Mitarbeiterdokumentation. Alle beteiligten Mitarbeiter haben sie auf ihren mobilen Geräten. Dort sind alle wichtigen Pläne, Dokumente und Infos zur Baustelle zusammengefasst, zum Beispiel auch der Bericht „Im Projekt enthaltene Materialien“, der direkt aus dem Angebot generiert wird. Schröder: „Das ist bei Arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden besonders wichtig, weil wir dort zum Teil außergewöhnlichere Materialien nutzen müssen.“
Zeiten im Blick
Ebenso hilfreich: Die Gefährdungsbeurteilungen, die in der Baustellendokumentation enthalten sind. Sie werden zu jeder Baustelle erstellt und können von den Mitarbeitern mobil aufgerufen werden. Eine digitale Rückmeldung zeigt dem Chef, dass die Gefährdungsbeurteilung gelesen wurde.
Die Daten aus den Malerstammdaten werden übrigens noch ein weiteres Mal genutzt, nämlich für die Mobile Zeiterfassung. Die Mitarbeiter schreiben via Smartphone und per Fingertipp vor Ort auf der Baustelle auf die einzelnen LV-Positionen mit, die zuvor auf die Handys übertragen wurden. Das ist besonders detailliert: „Ich hole mir dann in der WinWorker Software oder auch mobil immer mal wieder eine Zwischenübersicht über die bis dato im Projekt erfassten Stunden, um einen Überblick zu bekommen“, berichtet Manuel Schröder.
Helfer fürs Team
Wichtig ist ihm auch, dass die Mitarbeiter stets bestens im Bilde sind. So erhalten alle über die Benutzersammelmappe die Auswertung, die aus der digitalen Ressourcenplanung erstellt wird. Es ist ein Bericht über die Projekte und die entsprechend verplanten Arbeitszeiten immer für die nächsten 14 Tage.
„Meine Mitarbeiter mussten sich vor allem im vergangenen Jahr an einige Neuerungen gewöhnen. Aber in der Regel sind sie schon nach kurzer Zeit sehr routiniert und freuen sich über so manche Innovation, wie zum Beispiel den Rückrufwunsch, den sie einfach schnell über die WinWorker App auf dem Smartphone einstellen können“, so der Malermeister. „Dann können sie in Ruhe weiterarbeiten und müssen nicht immer wieder versuchen, das Büro zu erreichen.“
Im Büro treffen wir neben Manuel Schröder auch Angelique Schilling, die für das Schreiben von Angeboten und Rechnungen sowie die Ressourcenplanung zuständig ist. Außerdem betreut sie das Dokumentenmanagementsystem, in dem unter anderem alle wichtigen eingehenden Dokumente wie Rechnungen eingescannt und damit digital verfügbar gemacht werden.
Die dritte im Bunde ist Katrin Friedrich, die neben dem Thema Arbeitssicherheit einschließlich Gefährdungsbeurteilungen die gesamte Geräteverwaltung koordiniert. Auch hier gibt es natürlich digitale Unterstützung: Alle Werkzeuge, Maschinen und auch die Firmenfahrzeuge sind mit sogenannten NFC-Tags ausgestattet. Diese Aufkleber enthalten Chips, die sämtliche Informationen zum Gerät oder Auto enthalten und mithilfe der Nahfeldkommunikation per Smartphone ausgelesen werden können. Auf diese Weise sind Übergaben und Ausleihen der Geräte kinderleicht möglich. „So wissen wir zu jeder Zeit, welches Gerät gerade wo von wem genutzt wird. Außerdem sind dort auch die Prüftermine für die Werkzeuge hinterlegt. Katrin Friedrich kümmert sich dann um Termine für Reparaturen und Checks. Wenn eine Reparatur zu teuer wird, schickt sie mir über die WinWorker Software eine Aufgabe, dass besser ein neues Gerät angeschafft werden sollte“, beschreibt Manuel Schröder das Vorgehen. Die Tags in den Fahrzeugen können darüber hinaus auch zur Buchung von Fahrzeiten genutzt werden.

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