Wandmalerei: Eine Oberfläche im Kiltdesign ist ein Eyecatcher.

Wand im Schottenrock

Stoffe sind ein guter Ideengeber für die Wandmalerei. Für eine Oberflächentechnik im Kilt-Design benötigt man viel Muße beim Abkleben und muss die Maße exakt einhalten. Wenn die Karos aber erst mit Lasur gefüllt und die Beistriche gezogen sind, wird die Wand im schottischen Karo-Muster zum Eyecatcher.

Text und Fotos: Friederike Schulz

Mithilfe einer Schlagschnur wird auf der Wand ein Raster angelegt. Im Anschluss klebt man die Linien sauber ab. Wichtig dabei ist, dass das Klebeband fest angedrückt wird, damit die Lasur später nicht unterläuft.

Zum Ausfüllen der Karoflächen mischt man sich zwei sehr wässrige Lasuren an. Das kann mit Pigment, Binder und Wasser geschehen oder anstatt von Pigment kann man auch Acryl- oder Abtönfarbe verwenden.

Am besten fertigt man vorab eine Skizze des Kilt-Musters an. Anhand dieser Skizze kann man erkennen, wie die Lasuren übereinander gelegt werden müssen und in welchen Abständen.

Schritt für Schritt zur Wandmalerei

Die Lasuren werden im Wechsel gleichmäßig aufgestrichen, mit dem Modler vertrieben und im Anschluss mit einem Stahlkamm feiner oder mittlerer Zahnung gekämmt. So entsteht der „Stoffeffekt“.

Bei großen Flächen kann man von Quadrat zu Quadrat arbeiten, bei kleineren Flächen kann man auch großflächiger vorgehen. Wichtig ist das Wechseln der Felder in regelmäßigen Abständen – in diesem Fall wird jede zweite Bahn mit Rot lasiert und die anderen Bahnen jeweils mit Grün. Um die Technik zu verstehen, sollte man sich vor Augen führen, was passiert, wenn man mit zwei unterschiedlichen Farben in unterschiedlicher Richtung arbeitet: Durch den Auftrag der Schichten in unterschiedlicher Reihenfolge entstehen verschiedenfarbige Felder, die harmonisch miteinander agieren – auch wenn man mit komplementären Farbtönen arbeitet. Durch das gekreuzte Arbeiten kommt es zu einer stofflich anmutenden Oberfläche, was zudem noch durch das Muster hervorgehoben wird.

Folgen 1 bis 3 der Serie:
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Die Karoflächen werden gleichmäßig mit der Lasur eingestrichen und mit einem Modler vertrieben.

Foto: Friederike Schulz
Foto: Friederike Schulz

Direkt im Anschluss an den Lasurauftrag werden die noch nassen Flächen mit einem feinen Stahlkamm gleichmäßig gekämmt.

Foto: Friederike Schulz

Nach vier Lasuraufträgen – die beiden Farbtöne wurden jeweils im Kreuzgang aufgetragen – wird das Klebeband entfernt.

Foto: Friederike Schulz

Mithilfe eines Malerlineals wird an den Kanten
der Quadrate entlang ein gleichmäßig breiter und intensiver Strich gezogen.

Foto: Friederike Schulz

Ein weiterer Strich in anderer Farbe (hier Gold) wird gezogen. Eine Markierung am Lineal garantiert stets denselben Abstand zum ersten Strich.

Foto: Friederike Schulz

Das finale Ergebnis im Detail: verschiedenfarbige Felder agieren harmonisch miteinander; die Striche bilden den Akzent.

Foto: Friederike Schulz

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