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Betrieblicher Umweltschutz

Seit der Gründung des Informationszentrums für betrieblichen Umweltschutz (IBU) in der Wirtschaftsverwaltung im Jahr 1988 hat sich das Leistungsspektrum sehr gewandelt.

In den Anfangsjahren stand der Handwerker mit seinen Fragen zu Vorschriften und daraus resultierenden Maßnahmen im Mittelpunkt. Der Weg in eine nachhaltige Wirtschaftsweise und die damit verbundenen Umstellungen bei den verwendeten Materialien, in der Produktionsweise und Betriebsführung mit den Facetten Material- und Energieeffizienz geht weit über die Einhaltung von Vorschriften hinaus. Das seit dem Regierungswechsel im Mai 2011 im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg angesiedelte IBU unterstützt kleine und mittlere Unternehmen auf diesem Weg.

Der besondere Akzent des IBU liegt darin, aktuelle Fachinformation auf einzelne Branchen zugeschnitten anzubieten und die Betriebe zu motivieren, ökologische Verbesserungen herbeizuführen. Dabei zeigte sich, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, sondern dass sich beispielsweise Maßnahmen zur Abfallreduzierung und Energieeinsparung in vielen Fällen „rechnen“.

Seit dem Jahr 2005 betreibt das IBU die Internetplattform www.umweltschutz-bw.de. Über die Plattform verbreitet das IBU praxisnahe und anschaulich aufbereitete Informationen für 12 Branchen, u.a. für Maler und Stuckateure. Aufgelistet sind

· umfangreiche Informationen zu Produktionsverfahren und Einsatzstoffen sowie Alternativen, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll sind

· Informationen zu allen wichtigen Umweltthemen, wie Abfallwirtschaft, Gewässer- und Bodenschutz, Luftreinhaltung usw.

· Tipps für eine umweltschonende Betriebsführung

· Praxisbeispiele

· Erläuterung der wesentlichen gesetzlichen Regelungen

· Informationen über Fördermöglichkeiten

· Links zu allen wichtigen Akteuren im betrieblichen Umweltschutz.

Mit Hilfe dieser Plattform erhalten die Betriebe eine umfassende Wissens- und Entscheidungsgrundlage. Maler, Lackierer und Stuckateure finden ausführliche Informationen zum betrieblichen Umweltschutz. Die umfangreiche Materialsammlung mit praktischen Informationen und rechtlichen Grundlagen ist mittlerweile auf über 100 Themenseiten angewachsen. Von „A“ wie Abfallentsorgung bis „W“ wie Wärmeschutzverordnung – die Website liefert dem Handwerksunternehmer wertvolle Hinweise und Tipps für seine tägliche Arbeit. Der Bereich wurde 2011 erweitert, die Arbeit im Rahmen einer Veranstaltung im Haus der Wirtschaft Stuttgart vorgestellt. Die Vorträge, Infos und Bilder finden Sie auf www.umweltschutz-bw.de/index.php?timme=&lvl=7213 .

Inhaltlich unterstützt wird das Projekt vom baden-württembergischen Landesinnungsverband des Maler- und Lackiererhandwerks sowie dem Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade. Gemeinsam mit einem Team von Fachleuten sorgen sie für die laufende Aktualisierung des Portals. Damit ist gewährleistet, dass die geltenden gesetzlichen Bestimmungen berücksichtigt werden. Zudem reagiert man so auf die steigenden Anforderungen an den betrieblichen Umweltschutz. Die Maler und Stuckateure verfügen damit über ein praxisnahes Instrument für den nachhaltigen und umweltschonenden Betrieb ihrer mittelständisch geprägten Unternehmen. Interessierte können sich mit Anregungen und Ideen aber auch Änderungs- und Ergänzungswünschen sowie Kritik einbringen. Dies erfolgt am besten über das Kontaktformular auf der Website.

Nachfolgend soll am Beispiel Fassadenreinigung veranschaulicht werden, wie die Plattform den Handwerker im betrieblichen Umweltschutz unterstützt.

„Wie kann ich eine Fassadenreinigung umweltschonend durchführen?“: Beim Reinigen und Abbeizen von Fassaden entstehen Umweltbelastungen durch abgelöste Verunreinigungen und eingesetzte Chemikalien. Aus Sicht des Umweltschutzes ist es das Ziel, mit möglichst wenig Chemie ein optimales Ergebnis zu erzielen. Das Entstehen von Abfällen und belastetem Abwasser soll der Fachbetrieb so gering wie möglich halten. Fällt trotzdem belastetes Abwasser an, darf er dies nur in den seltensten Fällen unbehandelt in die Kanalisation einleiten. Einzelheiten regeln die Gemeinden oder Unteren Abwasserbehörden (Landratsamt) regional unterschiedlich.

Wichtig für jegliche Art der nassen Fassadenreinigung ist das vorherige Abklären der Einleitstelle für das Abwasser sowie die konkreten Bedingungen, die bei einer Einleitung eingehalten werden müssen.

Tipp: Bei zu reinigenden Fassadenflächen von weniger als 300 Quadratmeter Fläche und einem pH-Wert von 6,5 bis 9,5 des unbehandelten Abwassers kann auf eine Information der Gemeinde verzichtet werden. Dies gilt jedoch nicht bei Verwendung von CKW-haltigen Abbeizmitteln.

Welche Reinigungsverfahren und -mittel geeignet sind und wie das Abwasser behandelt werden muss, erfahren Sie auf der Internetplattform für betrieblichen Umweltschutz bubw.de/index.php?lvl=2360 einem Angebot des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Roland Schestag
Foto: Fotolia
Quelle: Malerblatt 09/2012

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