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Farbrat

Dürfen wir vorstellen: Die diesjährige „Wand des Jahres“ heißt „Emotion“.

Hinter diesem Namen verbirgt sich eine neue Kombination von Design und Funktionalität.

Mit der Namensgebung haben wir uns dieses Jahr sehr schwer getan“, erklärt Malermeister Wolfram Beck, Vorstand des Farbrates, „denn die Wand18 ist viel mehr als nur eine Oberflächengestaltung.“ Die neue Kollektion des Farbrates verbindet zwei grundsätzliche Themen: gute Raumakustik und modernes Design. Die Oberflächen machen also nicht nur optisch etwas her, sondern sorgen durch Schallabsorption auch für eine angenehme Raumakustik. Für dieses Konzept hat sich der Farbrat die Baswa Acoustic als Partner mit ins Boot geholt. Unter dem Motto „Design meets Funktion & Akustik“ wurde in enger Kooperation eine Strukturoberfläche entwickelt, welche die Schallausbreitung in Räumen mindert.


Emotion und Akustik

Das Oberflächendesign sorgt für die Emotionen, die Schallabsorption für einen klaren und angenehmeren Klang. Insgesamt zwölf Strukturoberflächen hat der Farbrat für diese Kollektion entwickelt, von denen jedoch nur sechs angeboten werden. Die Techniken zeichnen sich durch zurückhaltende, leicht strukturierte Oberflächen aus. In Kombination mit der neuen Solid Akustikplatte als Untergrund entsteht eine flächendeckend funktionale Wandgestaltung.

„Kein Raum kann mehr beeinflusst werden als durch die Akustik“, bemerkt Beck, „Räume müssen Ruhe vermitteln, damit ein entspanntes und konzentriertes Arbeiten möglich ist.“ Besonders in modernen Gebäuden sind die Räume meist offen gestaltet. Die entstehende Schallreflexion wird dabei zunehmend als unangenehm empfunden. Die kreativen Oberflächengestaltungen passen sich damit harmonisch an die räumlichen Gegebenheiten an und verbessern gleichzeitig quasi unsichtbar die Akustik im Raum. So ist ein ruhigeres und konzentrierteres Arbeiten möglich, gleichzeitig verbessert sich die Sprachverständlichkeit und der Klang von Musik. Den Namen „Emotion“ hat die Wand18 durch ihre positiven Auswirkungen auf Wahrnehmung und Wohlbefinden also verdient.


Künstler statt Kleckser

Die angenehme Raumwirkung der Akustikplatten lässt sich im Atelier von Wolfram Beck auch persönlich erleben. „Ich möchte dieses Produkt nicht einfach nur verkaufen, sondern lieber Überzeugung hinterlassen“, erklärt der Malermeister. Die Liebe zum Detail ist in dem hellen und offenen Studio deutlich zu erkennen. Fein aufgereiht und in Präsentationskästen ausgelegt sind die verschiedenen Oberflächen zur Schau gestellt. Dabei lassen sich in den Räumlichkeiten auch die Techniken der vergangenen Jahre entdecken. Für die Kunden ist dies eine große Ausstellung, welche die Ideen und Konzepte des Farbrates erlebbar macht.

In seinem Studio präsentiert Wolfram Beck die verschiedenen Oberflächentechniken.


Ein Jahr voller Ideen

Die Entwicklung einer neuen „Wand des Jahres“ bedarf einiger Vorbereitung. Von der Ideenfindung über die praktische Umsetzung bis zur Auswahl der Sieger vergeht ein ganzes Jahr. In einer zweitägigen Sitzung entscheiden die insgesamt 25 Mitglieder der kleinen Gemeinschaft über das Thema für das darauffolgende Jahr. Anschließend kreiert jeder einzelne Mitgliedsbetrieb seine Musterfläche/n und reicht diese ein. Das können, wie zum Beispiel letztes Jahr, bis zu einhundert Vorschläge sein. Nachvollziehbare Rezepte, Mischungsverhältnisse und Techniken sind dabei zwingende Voraussetzungen, denn nur so sind die Techniken für andere Farbrat-Mitglieder reproduzierbar. „Das ist auch eine der Wertschöpfungen, von dem all unsere Mitgliedsbetriebe Jahr für Jahr profitieren,“ erklärt Beck. Auch Neuzugänge profitieren vom langjährigen Know-how, dem kollegialen, bundesweiten Miteinander und dem hohen Stellenwert der Kollektionen.

Eine Jury trifft zunächst die Vorauswahl der gelungensten Oberflächen, bevor in einer Sitzung mit allen Mitgliedern die Sieger gekürt werden. „Normalerweise enthält eine Kollektion immer 17 Flächen“, so Wolfram Beck, „aufgrund der Trägerplatte war uns das dieses Jahr aus Platzgründen in den Präsentationskästen jedoch nicht möglich.“

Allgemein scheint der Farbrat ein gutes Händchen für zukünftige Trends zu besitzen. Schon vor elf Jahren brachte er mit der Wand07 verschiedene Beton-Optiken heraus, 2009 folgten mit „Metal X“ edle Metalloberflächen. So ist Beck auch dieses Mal überzeugt, dass die Wand18 begeisterte Liebhaber finden wird.

Weitere Infos zum Farbrat: bit.ly/2IO5lpw

Autorin: Evelyn Becker
Fotos: Becker/Beck
Quelle: Malerblatt 09/2018


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Kreative Köpfe gesucht

Als Wertegemeinschaft von Malermeistern und Wohnraumgestaltern ist der Farbrat stets interessiert an neuen engagierten Mitgliedern. Wer sich mit kreativen Ideen und hohem technischen Niveau einbringen möchte, kann sich auf der Internetseite des Farbrates informieren und bewerben.

www.farbrat.de

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