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Nationalteam der Stuckateure

Darüber sind sich Jury und Contest-Teilnehmer an diesem Tag einig: Die Aufgabe ist schwierig, sehr schwierig.

Sie besteht darin, ein Stuckrofil über Kern zu ziehen und nach Mustervorgabe auszusägen. Auf den ersten Blick eine lösbare Aufgabe, aber: „Die Schwierigkeiten liegen in der Größe des Profils und darin, dass über Kern gezogen werden muss“, bestätigt Rainer Lüsebrink, einer der Juroren. „Dazu ist viel Übung erforderlich“, so der Stuckteurmeister und Lehrer an der Berufsschule Leonberg. Die über 20 Teilnehmer des Wettbewerbs müssen sich folglich mächtig ins Zeug legen.

„Die Zeit ist zu knapp“, stöhnt Teilnehmer Roberto Pagano. Dabei wird er am Ende einer der wenigen sein, die mit der Aufgabe überhaupt fertig geworden sind. „Wenn man den Einstieg nicht erwischt, dann wird es nichts mehr“, konstatiert Nikolai Bautz. Der Jung-Stuckteur ist auch kurz vor Ende der Wettbewerbszeit noch mit Feuereifer dabei, obwohl absehbar ist, dass die verbleibende Zeit wohl nicht ganz reichen wird. Aber ans Aufgeben denkt an diesem spätsommerlichen Samstagnachmittag in Leonberg kaum einer. Deshalb ist der geistige Vater des Nationalteams, Jurymitglied Frank Schweizer, auch so begeistert. „Die Kommission ist stolz und absolut zufrieden mit der Leistung der jungen Stuckteure. Die kämpfen bis zum Schluss.“

Großes Engagement

Aus ganz Süddeutschland sind die Teilnehmer an diesem Tag angereist, um sich mit den Besten der Besten zu messen. Philipp Becker aus Marpingen Urexweiler im Saarland beispielsweise ist um vier Uhr morgens aufgestanden, um heute dabei zu sein. Ihn erreichte die Einladung über die Soka-Bau. Andere erfuhren über ihre Betriebe vom Contest oder direkt vom Bildungszentrum. „Mich hat ein ehemaliger Arbeitskollege einfach angemeldet“, erzählt Christina Dischner, die einzige weibliche Teilnehmerin. Jetzt hat sie nur noch ein Ziel, „den Tag hier überstehen“. Auf ihrem T-Shirt prangt, wie bei allen Teilnehmern, der aufmunternde Spruch „Du putzt sie alle weg!“ Trotzdem spürt man Teamgeist. Hier ein Scherz, dort ein aufmunterndes Wort – hier schafft keiner alleine.

„16 Uhr, Ende! Macht bitte alles sauber, Schutt rausfahren und aufräumen!“ Axel Wittners Stimme schallt durch die Werkstatt. Der Ausbildungsmeister sorgt an diesem Tag für den reibungslosen Ablauf. Während die Teilnehmer ihre Arbeitsplätze säubern, trifft sich draußen die Prüfungskommission. In einem ist sie sich schon jetzt einig: Hier sind heute die besten Jung-Stuckteure versammelt.

„Alle Teilnehmer bringen gute bis sehr gute Leistungen. Wir wollen aber die absoluten Spitzenleute im Nationalteam haben. Das ist Sinn und Zweck dieser Veranstaltung“, erklärt Frank Schweizer. Er sieht im Contest eine Art Generalprobe für die Anforderungen der internationalen Wettbewerbe. Deren Ansprüche sind enorm und nicht mit denen nationaler Wettbewerbe vergleichbar.

„Für manche mag das heute eine bittere Erfahrung gewesen sein. Gleichzeitig war es für viele sicherlich aufschlussreich, einen „Fensterblick“ auf dieses internationale Niveau werfen zu können.“

Fotos: SAF
Quelle: Malerblatt 11/2011

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