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Unbekanntes Wesen?

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Unbekanntes Wesen?

Wer als Führungskraft weiß, wie seine Mitarbeiter ticken, der bekommt eine bessere Arbeitsleistung und zudem ein ideales Arbeitsklima.

Werktag für Werktag ist man zusammen – doch welcher Chef weiß tatsächlich, wie seine Mitarbeiter ticken? Als Führungskraft sollte man das aber wissen. Das hat weniger mit Psychologie zu tun, dafür aber umso mehr mit dem Geschäftserfolg des Betriebs.

Das Schöne an Handwerksberufen ist: Man hat Tag für Tag mit Menschen zu tun. Das Schwierige an Handwerksberufen ist: Man hat Tag für Tag mit Menschen zu tun. Das heißt: Wie in allen Dienstleistungsbranchen wird die „Ware“, die man als Handwerker liefert, nie für sich allein vom Kunden wahrgenommen. Bei der Leistungsbeurteilung fließen beim Auftraggeber immer harte und weiche Faktoren zusammen. Einfaches Beispiel: Die Tapezierung – also die eigentliche Leistung – kann noch so exakt sein; wenn sich der Kunde nicht gut vom Chef beraten fühlte, die Mitarbeiter mürrisch auftraten oder zu spät kamen, ist der perfekte Wandbelag schnell vergessen.

Magisches Dreieck

Genau dieses menschliche Dreieck Chef-Mitarbeiter-Kunde ist ein ganz wesentlicher Schlüssel zum Erfolg für alle, die sich zukünftige Aufträge durch Kundenbindung sichern wollen. Als Betriebsinhaber kann man schlecht auf den Kunden als solchen Einfluss nehmen – sehr wohl aber auf seine Mitarbeiter und deren Kundenorientierung. Doch dazu brauchen Sie Personal, das nicht nur fachlich gut ist, sondern auch menschlich zu Ihrem Betrieb passt und gute Umgangsformen beherrscht. Nur – woher die handwerklich und sozial kompetenten Mitarbeiter nehmen? Personalentwicklung ist das Stichwort. Es meint, vorhandene Talente und Stärken bei den Mitarbeitern zu entdecken, sie gezielt und möglichst individuell zu fördern. Durch Informations- und Schulungsmaßnahmen. Durch klare Jobprofile und die regelmäßige Rückmeldung durch den Chef, ob die gemeinsam festgelegten Ziele auch erreicht wurden. Und durch Motivationsmaßnahmen – von der verbalen Anerkennung durch lobende Worte bis zur Mitarbeiterveranstaltung. Fördern Sie die Talente Ihrer langjährigen Mitarbeiter zum Nutzen des Betriebs. Und achten Sie bei Neueinstellungen auch auf soziale Kompetenzen und Bereitschaft zur Kundenorientierung.

Bedürfnisse erkennen

Wer Talente entwickeln will, muss seine Mitarbeiter zunächst kennenlernen – und dabei vor allem herausfinden, was sie sich von ihrer Arbeit erhoffen. Das Thema „Was will mein Mitarbeiter eigentlich von meinem Betrieb?“ ist für viele Betriebsinhaber leider schnell abgehandelt: „Der soll froh sein, dass er Arbeit hat.“ Stimmt zwar, reicht aber nicht, damit man mit Mitarbeitern wirklich optimale Ergebnisse erzielen kann. Fühlt sich ein Mitarbeiter alleingelassen, zu Unrecht getadelt, ausgenutzt, schlecht informiert oder verkannt, wird er bockig. Er macht nur noch das Notwendigste, ist schlecht gelaunt und lässt seine Unlust dort aus, wo es der Unternehmer am wenigsten gebrauchen kann – nämlich beim Kunden. Und das fällt direkt auf den Chef und den Betrieb zurück. Aber keine Bange – niemand verlangt von Ihnen, dass Sie Ihre Mitarbeiter reihum auf die Psycho-Couch legen und Händchen halten. Denn obwohl jeder Mensch anders ist, lassen sich die Bedürfnisse aller auf einen gemeinsamen Nenner von fünf Bedürfnissen bringen. Grundbedürfnisse für jeden Menschen sind existenzielle Dinge wie ausreichend Schlaf, Essen und Trinken. Das zweite Bedürfnis heißt Sicherheit und bezieht sich auf Unversehrtheit im Leben, auf Arbeit und genügend Geld. Bedürfnis Nr. 3 fordert Zugehörigkeit und will Gemeinschaft erleben. Dann folgt das Bedürfnis nach Anerkennung – wir wollen von anderen geschätzt werden. Und als fünftes Feld steht auf der Spitze der Bedürfnispyramide der Drang nach Selbstverwirklichung, bei der wir unsere Talente ausleben möchten. Die Zufriedenheitsrechnung ist einfach. Je mehr dieser Bedürfnisse erfüllt werden, umso zufriedener ist ein Mensch – und umso mehr Energie stellt er Ihnen als Mitarbeiter zur Verfügung. Die Kunst in der Mitarbeiterführung ist, mit ganz pragmatischen Maßnahmen auch den anderen drei Bedürfnisebenen „Futter“ zu geben. Das Bedürfnis Zugehörigkeit erfüllt ein Betrieb, wenn er die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb durch Teamarbeit und regelmäßige Treffen stärkt. Dem Bedürfnis nach Anerkennung kommen Sie nach, wenn Sie Lobenswertes nicht stillschweigend übergehen, sondern aussprechen – ein „Gut gemacht!“ genügt. Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung wird erfüllt, wenn Sie Weiterbildung gezielt fördern und Aufstiegschancen bieten.

Mitarbeitergespräch

Sprechen Sie regelmäßig mit Ihren Mitarbeitern, denn das unverzichtbare Instrument der Mitarbeiterführung ist hier das regelmäßige Gespräch, das zwei Mal im Jahr stattfinden sollte. Unter vier Augen formulieren Sie die persönlichen Erwartungen und Aufgabenstellungen, ziehen Bilanz über bislang Erreichtes und üben auch konstruktive Kritik.

Genauso wichtig ist, dass Sie Ihren Mitarbeitern in diesem Rahmen die Möglichkeit geben, Unzufriedenheit und Verbesserungsvorschläge zu äußern. Ein Mitarbeitergespräch ist also alles andere als ein gemütliches Kaffeekränzchen während der Arbeitszeit. Es bietet Ihnen die Chance, jeden einzelnen Mitarbeiter auf Kurs zu bringen und auch Dinge über den Mitarbeiter und das Betriebsleben zu erfahren, die Ihnen sonst verborgen bleiben.

Informationsfluss

Eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten kann nur der, der weiß, was von ihm erwartet wird, und der alle notwendigen Informationen dazu hat. Damit Sie als Betriebsinhaber und Ihre anderen Führungskräfte genügend Zeit für die wesentlichen Aufgaben haben, sollten Sie die Grundlagen für möglichst eigenständiges Arbeiten aller Mitarbeiter schaffen. Dazu gehört als Erstes, dass Sie für jede Position ein schriftliches Stellenprofil erarbeiten. Darin steht, welche Aufgaben und Kompetenzen jeder Einzelne hat. Innerhalb der Teams sind wöchentliche Arbeits- und Projektbesprechungen sehr sinnvoll. Nur ein Mitarbeiter, der die Zusammenhänge kennt, kann seine Verantwortung wahrnehmen. Wenn es Neuheiten in der Betriebsorganisation gibt oder Ihnen als Betriebsinhaber ein Missstand besonders auf dem Herzen liegt – teilen Sie es schleunigst ihrem Team mit. Monatliche Termine zu festen Zeitpunkten mit der gesamten Belegschaft haben sich dazu genauso bewährt wie Rundschreiben an alle Mitarbeiter oder ein Aushang am „Schwarzen Brett“.

Gemeinschafts-Erlebnisse

Motivierte Mitarbeiter schaffen ein prima Klima im Betrieb und einen guten Kundenkontakt. Grundlage für die Mitarbeiterbegeisterung ist, dass die oben beschriebene Firmen- und Führungskultur gelebt wird. Allein durch eine Weihnachtsfeier oder ein Motivationswochenende kann Motivation nicht erreicht werden – sehr wohl aber sind Gemeinschaftserlebnisse ein weiterer Baustein, der Ihren Führungswerkzeugkasten komplettiert. Zum Beispiel regelmäßige Mitarbeiterschulungen bei Ihnen im Betrieb zu fachlichen Themen oder zur Kundenorientierung, Motivationsveranstaltungen wie ungewöhnlich gestaltete Betriebsausflüge.

Gesamtpaket Führungskultur

Erfolg und Kontinuität sind ein untrennbares Paar – selbstverständlich auch in der Mitarbeiterführung. Hier mal ein Seminar, dort mal eine Mitarbeiterveranstaltung und nach Lust und Laune hin und wieder ein Mitarbeitergespräch – das wird nicht funktionieren. Dagegen schaffen gute Grundlagen (wie Leitlinien und Stellenprofile) und der regelmäßige Einsatz der beschriebenen Werkzeuge eine echte und tragfähige Basis. Mit positiven Ergebnissen: Ein gut aufgestelltes Team macht Kunden zufrieden und steigert den Stammkundenanteil.

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