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Sicher geschützt

Betriebsführung
Sicher geschützt

Auf der Baustelle müssen verschiedenste Untergründe vor Staub, Schmutz, Kratzern oder ausgelaufenen Flüssigkeiten geschützt werden. Doch womit deckt man ab, ohne Stolperstellen zu schaffen oder Rückstände am Untergrund zu hinterlassen? Hier finden Sie eine Entscheidungshilfe für die Wahl des richtigen Abdeckmaterials.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Team Direkt

Bevor die Arbeiten auf der Baustelle starten können, sind meist eine Reihe von Vorarbeiten nötig. Eine vorbereitende Maßnahme, die auf fast jeder Baustelle obligatorisch ist, ist das Abdecken von verschiedensten Untergründen. Insbesondere Böden müssen vor Staub, Schmutz und Kratzern geschützt werden. Und dies gilt nicht nur für Aufträge in der Wohnung des Kunden oder in Gewerberäumen (wo Abdeckarbeiten unabdingbar sind), sondern kann durchaus auch in Rohbauten oder bei Fassadenarbeiten notwendig sein. Man denke nur an Verputzarbeiten, bei denen Böden anschließend mühsam von Putzresten befreit werden müssen.

Doch welches Abdeckmaterial ist für die anstehenden Arbeiten das geeignete? Welches lässt sich schnell verlegen? Welche Kriterien verschiedene Abdeckmaterialien erfüllen und wie man als Handwerker den passenden Schutz für die jeweiligen Arbeiten findet, lesen Sie im Folgenden.

Abdeckvliese

Vor allem zum Schutz vor mechanischen Beschädigungen aber auch für sicheren Tritt haben sich Abdeckvliese bewährt. „Abdeckvlies ist vielseitig einsetzbar, schützt empfindliche Oberflächen und ist universell geeignet für alle Handwerker und Monteure, sogar als Transportschutz beim Umzug. Trotzdem ist nicht jedes Vlies für jede Baustelle oder jedes Projekt gemacht. Und das ist nicht nur eine Preisfrage, sondern eine Frage des Einsatzbereichs und dem Grad der Beanspruchbarkeit“, so Tim-Olaf Böl, Fachberater bei Team Direkt. Grundsätzlich komme es darauf an, ob das Vlies für Arbeiten im Haus oder außerhalb des Hauses beziehungsweise in Rohbauten verwendet werden soll.

„Malervlies“ als Basisschutz

Wer kennt es nicht? Das sogenannte „Malervlies“, ein meist grauer Vliesstoff, der häufig aus geschredderten Altkleidern hergestellt wird und auf einer Seite mit einer Kunststofffolie kaschiert ist, dürfte der bekannteste Vertreter unter den Abdeckvliesen sein. Es gilt als Basisschutz für Böden in Innenräumen.
Malervliese schützen insbesondere vor mechanischen Schäden, die z.B. durch Verschieben von Leitern oder Werkzeugen entstehen können. Dank ihrer saugenden Eigenschaften bewahren sie den Untergrund auch vor Beschädigung durch ausgekippte Flüssigkeiten. Aufgrund ihrer rutschhemmenden Folie schützen sie außerdem vor Unfällen, da Arbeitsgeräte wie Leitern oder fahrbare Gerüste sicheren Stand finden. Dass
Malervliese mit zusätzlichen Klebebändern auf den zu schützenden Oberflächen befestigt werden müssen, ist –
zumindest unter Zeitaspekten und damit in gewisser Weise auch unter wirtschaftlichen Aspekten – jedoch ein Nachteil.

Wesentlich schneller verlegt sind selbsthaftende Vliese. „Qualitätsvliese sind ganz einfach in der Anwendung, rückstandslos abziehbar, wasserdicht und haften auf allen Untergründen, beispielsweise Fliesen, Teppichen, Holz, Parkett und Metall“, erklärt Böl. Einen entscheidenden Vorteil bieten selbsthaftende Vliese auf Treppen, da sie nicht verrutschen können. Unfällen wird so wirksam vorgebeugt.

Rasch verlegt: Selbsthaftendes Vlies

Selbsthaftende Schutzvliese sind in verschiedenen Qualitäten erhältlich. „Eine schwere Qualität von 180g/m² ist geeignet für den Schutz von Laufwegen in Wohnungen von Kunden, beispielsweise vom Eingangsbereich bis hin zur Baustelle, sowie für den Schutz von Einzelobjekten, wie Badewannen, Duschen, Spiegel, Glasflächen und Einrichtungsgegenständen. Die dünneren Qualitäten von 160 g/m² und 120 g/m² sollten auf Großflächen zum Einsatz kommen, also für den kompletten Bodenschutz in Räumen oder auf Fluren“, rät Böl. Besteht die Oberfläche aus rutschsicherer Folie, ist das Vlies leicht zu reinigen und damit mehrmals verwendbar. Doch es kann auch eine andere Oberflächenbeschaffenheit gefragt sein. Böl gibt folgenden Tipp: „Vor allem in den feuchten Wintermonaten, wenn Handwerker mit nassen Schuhen die Räume ihrer Kunden betreten, sollte das Vlies saugfähig sein. Die Oberfläche absorbiert Flüssigkeit und verhindert das Ausrutschen. Eine Folienzwischenlage unter der Oberfläche garantiert Diffusionssicherheit.“

Bei feuchten Untergründen

Frisch verlegte Böden aus Parkett, Naturstein, Keramik oder Ton benötigen spezielle, atmungsaktive Schutzbeläge. Durch solche dampfoffenen Vliese kann Restfeuchtigkeit aus dem Untergrund entweichen, während die Arbeiten auf der Baustelle schon weiter voranschreiten. „Als Besonderheit führen wir bei Team Direkt beispielsweise atmungsaktives, selbsthaftendes Vlies. Dank seiner Hightech-Membran kann einerseits Bodenfeuchtigkeit entweichen, während gleichzeitig das Eindringen von neuer Flüssigkeiten von oben verhindert wird“, so Böl.

„Abdeckpappe“ für grobe Einsätze

Milchtütenpapier ist geeignet, ganze Räume bei Zement- und Putzarbeiten auszulegen, da es aus sehr zähem und kunststoffbeschichtetem Material besteht. „Bei Team Direkt bieten wir unter anderem eine schwerere Abdeckpappe mit 300–350g/m² an. Das Material ist zweifach laminiert und dadurch reiß- und stoßfest“, ergänzt Tim Olaf Böl.

Milchtütenpapier ist auch in einer Version für Draußen erhältlich. In diesem Falle handelt es sich um eine Schutzkartonage, die absolut reiß- und durchstoßfest ist. Sie bildet die ideale Unterlage für Rollgerüste und ist beispielsweise zum Abdecken von Großflächen bei Maler- und Putzarbeiten an der Hausfassade geeignet.

Weitere Informationen zu Abdeckprodukten: www.team-direkt.de

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