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Als Malerbetrieb glaubwürdig rüberkommen

Betrieb & Markt
Eigenmarketing im Handwerk

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Will ein Unternehmen glaubwürdig sein, dann bitte bis ins Detail Foto: AdobeStock_281262917
Die Glaubwürdigkeit eines Betriebs ist eine harte Währung gegenüber Kundschaft und (zukünftigen) Mitarbeitenden. Klar ist: Es genügt nicht, Positives von sich zu behaupten – man muss es auch leben und sichtbar machen. Hier zählen auch Details.

Autor: David Recker

Malerbetrieb A hat sich eine überaus erfolgreiche Nische in der wohngesunden, ökologischen Innenraumgestaltung erobert. Nachhaltiges Raumdesign ist das Zugpferd des Unternehmens – bis sich der Firmenchef einen SUV mit 6-Liter-Motor leistet und damit durch die Gegend kurvt.

Malerbetrieb B hat gerade sein 75-jähriges Jubiläum zusammen mit dem Generationenwechsel im Betrieb gefeiert und ist stolz auf seine regionale Verankerung. Die junge Firmenchefin will sparen und streicht den örtlichen Vereinen das Sponsoring.

Malerbetrieb C pflegt ein bekannt gutes Betriebsklima und wirbt mit familiärem, fairem Umgang um Mitarbeitende. Schade, dass der jüngst eingestellte Vorarbeiter nur einen Umgang mit Azubis kennt: den lautstarken.

So unterschiedlich unsere fiktiven Beispiele sind, eines haben sie gemeinsam: Man kann nicht Wasser predigen und Wein trinken. Wenn auch nur eine Einzelheit dem Versprechen, das der Betrieb vor sich her trägt, offensichtlich widerspricht, leidet die Glaubwürdigkeit. Menschen haben ein sehr empfindliches Sensorium für solche Widersprüche und quittieren sie heutzutage schnell mit „Liebesentzug“ – ob auf der Kunden- oder Mitarbeiterseite. Zudem spricht es sich schnell herum, ob im mündlichen Austausch oder im temporeichen über Online-Bewertungen sowie soziale Medien. Sind solche Imageschäden vermeidbar? Und mehr noch: Wie lässt sich ein stimmiges, glaubwürdiges Bild in der Öffentlichkeit sogar noch aktiv fördern?

Frage von Persönlichkeit und Profil

Wie immer im Leben empfiehlt es sich, mit dem ersten Schritt zu starten. Und der heißt: Glaubwürdig kann man nur die Dinge vertreten, zu denen man wirklich steht, auch als Betrieb. Weil Handwerksbetriebe sehr stark von der Persönlichkeit ihres Inhabers oder ihrer Inhaberin leben, lohnt eine Besinnung. Was ist mir als Unternehmer/-in wirklich wichtig? Welche Leistungen biete ich mit Begeisterung an? Welche Art des Umgangs mit Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt pflege ich aus innerer Überzeugung? Wer sich über Fragen wie diese klar wird, wird sich über die eigene echte Substanz klar. Das wirkt doppelt segensreich. Einerseits ergibt sich aus dieser inneren Ausrichtung eine klare Kontur des Werteprofils, die den Betrieb ausmacht und seinen Weg vorzeichnet. Zweitens: Wer weiß, wer er ist, braucht keine von außen übergestülpten Standard-Erfolgsrezepte, die er schwerlich glaubwürdig leben kann. So viel zur wesentlichen Theorie einer glaubwürdigen betrieblichen Aufstellung. Jetzt wird’s praktisch!

Den Werten Taten folgen lassen

Ein authentischer betrieblicher Kern ist viel zu schade, um ihn vor den Augen und dem Erleben der Öffentlichkeit zu verbergen. Qualitäten müssen spürbar und sichtbar werden, um wirken zu können. Das beginnt bereits bei nur scheinbar Banalem:

Ein Betrieb ist richtig gut in der Fassadengestaltung? Dann sollte die Gebäudehülle des Firmensitzes natürlich davon zeugen. Ein sauberes, harmonisches Fassadendesign ist die Minimalanforderung. Noch viel überzeugender lässt sich Fassadenkompetenz vermitteln, wenn das Firmengebäude auch aufwendige Techniken mustergültig und quasi zum Anfassen präsentiert.

Qualitätsarbeit ist das Markenzeichen eines zweiten Betriebs? Dieser Betrieb bedenkt, dass Qualität aus Kundensicht auch das Auftreten des Teams auf der Baustelle umfasst und nicht allein deren Arbeitsergebnis. Qualität vermittelt dieser Betrieb mit geschultem, freundlichem Personal in ordentlicher Arbeitskleidung, das Pünktlichkeit und Sauberkeit kompromisslos lebt.

Die dritte Malerwerkstätte sieht ihre absolute Stärke in innovativen Arbeitsweisen und Kreationen, die völlig up to date sind? Dann geht es natürlich gar nicht, mit einem angestaubten Firmenlogo aufzutreten: Wo Inhalt und Verpackung nicht zusammenpassen, leidet die Glaubwürdigkeit und Chancen werden verpasst. Ein Redesign des Markenzeichens wirkt hier Wunder.

Sagen und zeigen im Marketing

Das besondere Profil eines Betriebs wird erst mit klassischen und digitalen Werbemitteln für neue Kundschaft und potenzielle Bewerberinnen und Bewerber griffig. Scheuen Sie sich nicht, ihre besonderen, echten Stärken hier zu benennen und zu belegen. Rücken Sie diese in den Vordergrund und illustrieren Sie sie mit glaubwürdigen Bildern. Das wirkt nicht nur authentisch, sondern schält auch heraus, warum Sie sich von anderen unterscheiden. Beginnen Sie mit diesen wichtigen Werbemitteln:

Ihre Website ist heute wichtiger denn je, um neue Lieblingskundschaft und neues Personal zu gewinnen. Überprüfen Sie deshalb: Wird hier klar, was Sie besonders gut können – oder hinterlässt Ihre Website den Eindruck, dass hier ein Malerbetrieb wie jeder andere für sich wirbt? Benennen Sie die Vorteile, die eine Zusammenarbeit mit Ihnen oder die Arbeit in Ihrem Betrieb hat, klar und deutlich? Wird zudem spürbar, wie Sie und Ihr Team ticken und weshalb man es bei Ihnen mit besonders sympathischen Zeitgenossen zu tun hat? Und nicht zuletzt: Zeigen Sie all das auch in Bildern von Ihrem Team und von Ihren Referenzobjekten? Einfach einmal überprüfen und im Bedarfsfall optimieren (lassen)!

Sie machen nach wie vor gute Erfahrungen mit ganz klassischer Anzeigenwerbung? Verstecken Sie sich nicht länger hinter einem ganz allgemeinen Inserat, in dem Sie Ihr gesamtes Leistungsspektrum auflisten. Trauen Sie sich, auch hier Ihre Stärken zum Thema zu machen – von Ihren besonderen fachlichen Leistungen für die Neukundengewinnung bis hin zu Ihrem besonders förderlichen Betriebsklima, wenn es um Mitarbeitergewinnung geht. Sie haben hier ganz sicher echte Stärken – stellen Sie sie in den Mittelpunkt!

Andere für sich sprechen lassen

Es liegt in der Natur des Menschen: Was man selbst über sich sagt, hat weniger Gewicht als das, was andere über einen sagen. Glücklicherweise stehen Ihnen für Ihre betriebliche Kommunikation drei Mittel zur Verfügung, mit denen Sie diese besonders wirksame Glaubwürdigkeit aus fremdem Mund einfangen können:

Kundenstimmen: Wie schätzen echte Auftraggeberinnen und Auftraggeber Ihr Können ein? Welche Rundum-Erfahrung haben sie mit Ihrem Betrieb gemacht? Binden Sie solche echten Kundenstimmen in Ihre Werbemittel ein – von der Website bis zur Firmenbroschüre.

Mitarbeiterstimmen: Warum arbeiten Ihre Angestellten gern bei Ihnen? Welche Ihrer Mitarbeiterleistungen schätzen Sie besonders? Lassen Sie sie zu Wort kommen. Unter „Karriere“ oder „Jobs“ auf Ihrer Website. Mit kleinen Erfahrungsberichten auf Ihren Social-Media-Kanälen. Oder auch persönlich, wenn sie in Schulen für eine Ausbildung in Ihrem Betrieb werben.

Presseberichte: Nicht nur echte Kundschaft und echte Mitarbeitende sind Menschen, denen man glaubt. Auch die Presse wird noch weithin als solch eine objektive Instanz wahrgenommen. Lassen Sie sich deshalb die Chance auf einen Pressebericht zu einem betrieblichen Anlass – ob Firmenjubiläum, einem Gütesiegel für besondere Ausbildungsqualität oder Ihr Engagement für eine gute Sache oder ein tolles Objekt in Ihrer Region – auf keinen Fall entgehen.

Echtes wirken lassen

Den authentischen Kern eines Betriebs zu umreißen, ist Chef- und Chefinnensache. Doch bei der Vermittlung der echten Stärken und Qualitäten des Betriebs kann man sich helfen lassen. Brillux unterstützt dabei mit dem gesamten professionellen Baukasten des Marketings – von der Gestaltung des passenden Erscheinungsbilds mit Logoerstellung über das Webdesign nebst Online-Text- und Bildinhalten bis hin zu klassischer Außen- und Printwerbung. So wird das individuelle betriebliche Profil stimmig sichtbar. In Sachen Glaubwürdigkeit ein echtes Ass im Ärmel, um Wunschaufträge und mehr Personal zu gewinnen.

Mehr zum Thema:
www.malerblatt.de



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