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Großhändler Farben Klein ist Decor-Union-Mitglied

Betrieb & Markt
Farben Klein Saarbrücken

Der Großhändler Farben Klein aus Saarbrücken ist begeistertes Decor-Union-Mitglied. Inhaber Daniel Klein ein Mann mit vielen Talenten. Ein Unternehmensbericht.

Fotos: Decor Union

Daniel Klein leitet in zweiter Generation den Großhandel „Farben Klein GmbH“ mit Hauptsitz in Saarbrücken und setzt konsequent auf eine starke Eigenmarke, unter der sich mittlerweile 42 hochwertige Produkte bündeln: Von der Grundierung, über Farben, Klebern bis hin zu Wasserwaagen. Gekoppelt mit kompetentem Service und einem umfassenden Dienstleistungsangebot hat der Familienbetrieb sich im Städte-Dreieck zwischen Trier, Saarbrücken und Homburg damit ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet und wächst laut eigener Aussage im hart umkämpften Markt mit 36 Mitbewerbern kontinuierlich.

Das vergangene Jahr hat der 49-jährige unter anderem dazu genutzt, die Farben Klein-Marke auf „Optima“ umzulabeln. Nach und nach werden auch die Eimer auf 2seitige Etikettierung umgestellt. Die Vorderseite wurde weitestgehend von Text befreit und mit selbsterklärenden Icons versehen. Diese soll sie kundenfreundlicher und schneller verständlich machen. Zwei elementare Aspekte, die die Kurzformel der Geschäftsphilosophie von Klein widerspiegeln: Immer vom Kunden her denken und die Vorteile klar aufzeigen.

Um hier immer vorne mit dabei zu sein, entschied sich kleinvor drei Jahren der Decor-Union beizutreten. Besonders der intensive fachliche Austausch war ein ausschlagebendes Argument. „Man muss sich ja immer auch selber hinterfragen und mit gleichgesinnten Kollegen offen und transparent sprechen, um zu sehen, wo man selber mit dem Unternehmen steht und was andere so oder vielleicht besser machen. Und das geht nur im Verband, wo ein starkes Miteinander gepflegt wird. Vor allem die Erfa-Treffen sind da ein tolles Format, um Ideen zu sammeln“, sagt Klein. Gleichsam schätzt er das Renommee der Decor-Union. „Als DU-Mitglied profitieren wir von besseren Einkaufskonditionen, haben mehr Produkte zur Auswahl und können uns – gekoppelt mit bestem Service und fachmännischer Intensivberatung – vom örtlichen Wettbewerb deutlich abgrenzen“.

Gewachsener Betrieb

Die Entstehungsgeschichte startet mit Kleins Vater Willi Klein. Er war zuvor Filialleiter bei einem örtlichen Farben-Großhändler – und verspürte den Drang, sich selbstständig zu machen. „Schon nach einigen Monaten stellte mein Vater die ersten Mitarbeiter ein, hatte unternehmerisches Glück und konnte früh Großkunden gewinnen. Damals lieferte er auf eine Frankfurter Großbaustelle en bloc 15 Tonnen Putz im Eimer. Das war schon was“, sagt Daniel Klein, der schon als 10-Jähriger im elterlichen Betrieb Farbtöpfe stapelte und Regale auffüllte. Was für ihn nicht zwingend hieß, dies später auch beruflich machen zu wollen. Nach Ausbildung, Bund und kaufmännischen Angestellten bei einem Bosch-Großhändler war 1993 die Zeit für ihn dann aber doch reif. „Ich durchlief kurz alle Stationen, um ein Verständnis für die Produktwelt zu entwickeln, und wurde dann als Außendienstler auf die Menschheit losgelassen“, sagt Klein.

Perspektivisch zeichnete sich ab, dass der alte Lagerstandort Luisenthal nicht mehr ausreichen würde. Weshalb Vater und Sohn mit Blick auf die Zukunft in einem neu ausgewiesenen Industriegebiet mitten in Saarbrücken eine neue Halle mit angedocktem Verkaufsraum bauten. Klein hat früh die Möglichkeiten gesehen, die der Onlinehandel bietet. Weil seinerzeit Dyson-Staubsauger stark nachgefragt waren, der Markenhersteller aber nur zentral in Köln verkaufte, „habe ich kurzerhand eine Kooperation mit Dyson geschlossen, einen Onlineshop aufgesetzt und Tausende von Staubsaugern verkauft. Denn wer will schon immer nach Köln fahren. Das ist doch nicht kundenorientiert gedacht“, sagt Klein. Das war 1997.

Weil das Onlinegeschäft so gut lief, wurde der Shop bald um Farben, Lacke, hochwertige Bodenbeläge, Tapeten, Wandbeläge, Werkzeuge und Heimtextilien erweitert, der heute weit mehr als ein digitales Schaufenster ist. Sämtliche Produkte, vom Pinsel bis zu Großgebinden, sind gelistet, mit technischen Datenblättern hinterlegt und für registrierte Gewerbekunden mit dem kundenspezifischen Preis einsehbar. Hinzu kommt, dass Gewerbekunden im einem datenschutzkonformen geschlossenen „Portal“ online Zugriff auf die gesamte Bestellhistorie, Angebote, laufende Aufträge, Lieferscheine und Rechnungen haben.

Online-Handelsvorteile früh erkannt

„Gewerbekunden kaufen in der Regel nicht online. Sie können aber Aufträge planen, Bestellungen für die einzelnen Baustellen zusammenstellen, Servicedienstleistungen kalkulieren und entsprechend schnell Angebote für ihre Endkunden schreiben. Und das an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr. Ein entscheidender Zeitvorteil, den unsere Kunden zu würdigen wissen“, sagt Klein.

Mit dem Ausstieg seiner Eltern aus dem operativen Geschäft, wechselte seine Frau Christine, die eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau absolviert hat, 2010 ins Familienunternehmen. 2016 folgte der nächste Expansionsschritt. Durch einen Tipp eines Kunden konnte er die Geschäftsräume eines ehemaligen Elektromarktes erwerben und auf 2000 qm Fläche in Hermeskeil die zweite Filiale eröffnen.

Heute liegt der Altersdurchschnitt im Unternehmen bei 35 Jahren, die Hälfte der Mitarbeiter sind länger als 10 Jahre im Unternehmen. „Wir trumpfen mit hochwertigen Qualitätsprodukten, qualifiziertem Fachpersonal und betreuen so über 1500 aktive Kunden vom Maler über Heizungsbauer und Bodenleger bis hin zum Hausmeisterservice und Immobilienunternehmen“, sagt Klein, der gemäß seinem Motto „wenn, dann richtig“ schon vor Jahren, als die Nachfrage aufkam, ins Werkzeuggeschäft eingestiegen ist, für Reparatur und Service einen ehemaligen Bergmann umschulte und heute in der Region der größte „Flex“-Händler ist.

Der Verkaufsraum am Stammsitz Saarbrücken wurde 2013 durchrenoviert und fortwährend modernisiert. Die Wände im Treppenhaus sind farbenfroh gestrichen und machen Lust auf Raumgestaltung. Der „Schauraum“ ist mit einem schallabsorbierenden Deckenabhang über den modern gestalteten Verkaufstresen ausgestattet, damit die Kundenberatung nicht durch die quirlige Geräuschkulisse eingehender Anrufe und Dialoge untereinander gestört wird. Einzelne Präsentationsinseln setzen die Produkte bewusst in Szene und gliedern sie übersichtlich.

Seit 2020 arbeitet das Unternehmen klimaneutral. Die firmeneignen Photovoltaikanlage erzeugt die nötige Energie und reduziert so 130 Tonnen CO2, die man durch nicht gekauften Strom einspart. Der Fuhrpark, 14 Fahrzeuge – vom 7,5 -Tonner über Crafter und Sprinter für den täglichen Lieferservice – erzeugt 95 Tonnen CO2. „Damit haben wir eine ökologische Positiv-Bilanz“, sagt Klein und strahlt.

Weitere Informationen:
www.decor-union.de

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