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Farbnebelabsaugung: Spezialgeräte vom Maler für Maler

Spezialgeräte vom Maler für Maler
Farbnebelabsaugung

Schwaben sind bekannt für ihren Erfindungsgeist und ihre Tüftelei: Insofern ist HAVAU in St. Johann-Würtingen auf der Schwäbischen Alb ein typischer Betrieb der Region. Aus einer in Reutlingen ansässigen Malerwerkstatt entwickelte sich ein hoch spezialisierter Hersteller von Geräten für die Farbnebelabsaugung.

Andreas Ehrfeld

Vor etwa 50 Jahren suchte der Maler und Firmengründer Heinz Votteler nach einer geeignete Farbnebelabsaugung für seine Werkstatt. „Die Lackierkabinen, die damals auf dem Markt waren, waren für den Malerbetrieb nicht finanzierbar, also baute sich Votteler kurzerhand selbst ein entsprechendes Gerät“, blickt der heutige HAVAU-Geschäftsführer Markus Hirrle auf die Anfänge des Unternehmens zurück. Kollegen kamen auf den findigen Maler zu, wollten ebenfalls Absauggeräte für ihre eigenen Betriebe. So rückte bei Votteler allmählich der Gerätebau in den Fokus, stieg zum Hauptgeschäftsfeld auf. Aufgrund der beengten Verhältnisse in der Reutlinger Malerwerkstatt wurden die Geräte zur Farbnebelabsaugung zunächst nur gezeichnet, gefertigt wurden sie von einem externen Hersteller. Erst mit dem Umzug auf die Schwäbische Alb ließen sich Maschinen zur Fertigung anschaffen, die Geräte wurden von nun an in Eigenverantwortung gebaut. „Inzwischen liegt der Blechfertigungsanteil nahezu bei 100 Prozent hier auf der Alb, lediglich die Ventilatorräder und die Elektromotoren kaufen wir zu“, so Hirrle. Alle verarbeiteten Einzelteile sind im Übrigen „made in Germany“.
Mindestens 50 Prozent der ausgelieferten Geräte sind individuelle Anfertigungen, die Preise unterscheiden sich im Vergleich zu den „Serienmodellen“ nur marginal. Die Geräte und Anlagen lassen sich sowohl über den Fachgroßhandel als auch direkt in Würtingen beziehen.
Funktionsweise
Doch wie funktioniert beispielsweise ein Farbnebelsauggerät? Das Gerät selbst besteht aus einem verzinkten Blechgehäuse und einem Atex-konformen (also den Richtlinien des Explosionsschutzes entsprechenden) Ventilator. Der Ventilator saugt die mit Farbpartikeln und Schwebstoffen verschmutzte Luft durch mehrere Filterstufen. Anschließend wird die von Farbnebeln und sonstigen Schwebstoffen weitgehend gereinigte Luft ins Freie abgeleitet.
Bei richtiger Pflege sind die Geräte äußerst langlebig. „Es sind sogar noch Geräte im Einsatz, die bereits 40 Jahre alt sind“, sagt Hirrle, welcher bereits seine Ausbildung bei der Firma HAVAU absolviert hat, stolz. Was auch daran läge, dass die Anlagen oft nicht täglich acht Stunden in Betrieb seien.
Service
Sollte dennoch einmal etwas nicht in Ordnung sein, können die Geräte zum Service eingeschickt werden. Außer Malern haben die Schwaben noch weitere Kunden, die ihre Produkte nachfragen: „Alle, die Farben oder Klebstoffe industriell verarbeiten und Oberflächen behandeln, sind für uns relevant.“ So gehören neben den Malern auch Schreiner, Kfz-Werkstätten, Industrielackierer, Automobilzulieferer und Designer zum Kundenkreis der Schwaben. Neben den „konventionellen“ Kunden gibt es auch noch etwas speziellere Abnehmer: etwa einen Kerzenlackierer, eine Firma, welche Schuhe lackiert, einen Tierpräparator, der tote Fische mit einem speziellen Lack behandelt, oder einen Schreiner, der Kindersärge fertigt.
Zwischen 100 und 150 Geräte, so schätzt der Geschäftsführer, der seit 2003 sämtlich Anteile an HAVAU hält, gehen pro Jahr vom Schwäbischen in den ganzen deutschsprachigen Raum.

praxisplus
HAVAU-Geräte GmbH
Riedstraße 4
72813 St. Johann-Würtingen
Tel.: 07122/1421
Fax: 07122/1422
Hauptprodukte:
Absauganlagen
Zuluftanlagen
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