Betrieb & Markt

Fit für die Zukunft

Thomas Herzog ist einer der Köpfe und Gründungsmitglied der Raumfabrik. Nun will er die Idee und das Konzept dieser Kooperation deutschlandweit verbreiten.

Das Gespräch führte Regina Adamczak.

Braucht Deutschland noch weitere Handwerker-Kooperationen?
Viele Handwerker in Deutschland kooperieren, meist jedoch unstrukturiert. Man trifft sich, arbeitet auf einer Baustelle zusammen. Trennt sich wieder. Ganz unverbindlich. Eine Untersuchung des ZDH hat gezeigt, dass 40 Prozent aller Kooperationen im ersten Jahr auseinander gehen, in den drei darauf folgenden Jahren trennen sich dann noch einmal 40 Prozent.
Womit hängt das zusammen?
Kooperationen können auf Dauer nur existieren, wenn sie professionell aufgestellt sind. Die Raumfabrik hatte von Anfang an eine Unternehmensberatung an ihrer Seite.
Welche Leistungen haben Sie in Anspruch genommen?
Eine Kooperation braucht eine fundierte Basis, Strukturen, Regularien, eine Unternehmensform …
Das Handwerk steht einer Unternehmensberatung oft skeptisch gegenüber.
Ja, die Kluft zwischen Unternehmensberatung und Handwerk ist groß. Ich selber bin Malermeister und kenne die Probleme des Handwerkers. Das heißt auch, dass ich die Sprache des Handwerks spreche und akzeptiert werde.
Was bietet die Raumfabrik System GmbH?
Wir bieten Beratung für kooperationsbereite Handwerksunternehmen und umfassende Unterstützung bei einer Raumfabrik-Neugründung in einer Stadt oder Region. Aber auch gezielte Hilfen für bereits bestehende Handwerkskooperationen sind denkbar.
Wer kommt als Kooperationspartner in Frage?
Jeder, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und der den Qualitätsanforderungen gerecht wird.
Für die Raumfabrik haben Sie die Unternehmensform der GmbH gewählt?
Ja, jeder beteiligte Unternehmer kauft sich als Gesellschafter in das Konzept ein. Zudem hat jede Raumfabrik einen Geschäftsführer, der seine Arbeit haupt- oder nebenberuflich wahrnehmen kann.
Welche Vorteile hat es, die Kooperation in Form einer eigenständigen Firma anzulegen?
Jeder beteiligte Handwerker muss die Verantwortung auch für dieses Unternehmen übernehmen.
Welche Möglichkeiten bieten sich durch die deutschlandweite Ausweitung des Raumfabrik-Konzeptes?
Die neuen Raumfabriken profitieren von dem, was die bestehenden sich schon erarbeitet haben. Von dem ständigen Austausch zwischen den Kooperationen profitieren alle Beteiligten. Zuerst einmal geht es darum, dass der Name Raumfabrik ein Begriff wird für Zuverlässigkeit und einen hohen Qualitätsanspruch.
Welche Ziele haben Sie?
Wir wollen kleine Schritte machen und nicht zu schnell wachsen. Uns ist es wichtig, die Marke „Raumfabrik“ bekannt zu machen und Synergieeffekte zu nutzen.
Kooperation ist im Handwerk ein großes Thema.
Ja, Kooperation ist das große Zukunftsthema. Handwerker müssen kooperieren, um weiterhin am Markt bestehen zu können. Die Industrie fusioniert, um Kosten zu sparen; die Handwerker müssen kooperieren, um Kosten zu sparen.
Herr Herzog, vielen Dank für das Gespräch.

Die Raumfabrik System GmbH & Co. KG
Als die Wuppertaler Handwerker-Kooperation Raumfabrik im Jahr 2003 die Auszeichnung „Beste Kooperation“ des Handwerks erhielt, lagen bereits einige Jahre intensiver Arbeit hinter den beteiligten Unternehmen. Inzwischen wurden bereits weitere Raumfabriken in Münster/Osnabrück, Düsseldorf sowie in Neuss gegründet. Zwölf weitere sind in Planung. Wer vom Know-how der Raumfabrik profitieren möchte, der ist bei der Raumfabrik System GmbH & Co. KG richtig, denn sie bietet:
  • Beratung für kooperationsbereite Handwerksunternehmen
  • Raumfabrik-Neugründung in Ihrer Stadt oder Region
  • Gezielte Hilfen für bereits bestehende Handwerkskooperationen .

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