Betrieb & Markt

Für jede Ausstellung!

Das Deutsche Historische Museum hat eine ständige und ständig wechselnde Ausstellungen. Die hauseigene Werkstatt fertigt dafür alle Aufbauten und gibt ihnen die richtige Farbe.

Auf über zehntausend Quadratmetern Ausstellungsfläche können Besucher des Deutschen Historischen Museums in Berlin Kunst erleben. 7.500 Quadratmeter davon stehen für die ständige Ausstellung und 2.600 Quadratmeter für Wechselausstellungen zur Verfügung und bieten Platz für Kunst- und Architekturaufbauten. Die museumseigene Werkstatt sorgt dafür, dass sich diese baulich und gestalterisch in die Ausstellung einfügen. Für den farblichen Einklang zwischen Architektur und Kunst sorgen die Produkte von Sikkens: Die Dispersionsfarbe Alphacron SF wird von den Malern bei jeder Ausstellungseinrichtung verwendet. Die Werkstatt befindet sich ausgegliedert in Berlin-Spandau. Im Erweiterungsbau des Museums finden nur Arbeiten in den Ausstellungsetagen statt, in denen auch die Wechselausstellungen ausgerichtet werden. Das Gebäude befindet sich hinter dem Zeughaus mit der ständigen Ausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“. Für den Bau konnte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl den international renommierten chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei aus New York gewinnen. Im so genannten „Pei-Bau“ gibt es seitdem rund alle drei bis vier Monate Ausstellungen zu verschiedenen Themen.

Während Wände, Türen und Räume direkt vor Ort im Museum gefertigt oder gewartet werden, bekommen Vitrinen, Sockel und Medienstationen in Berlin-Spandau ihre Form und Gestaltung. Die Werkstatt ist gegliedert in Tischler-, Maler-, Schlosser-, Glaser-, Buchbinder- und Elektrowerkstatt, deckt also die gesamte Palette für Einrichtungsbauten ab. Rund vier Wochen Zeit haben die Handwerker, um alle Gegenstände für eine Wechselausstellung fertigzustellen. Nach dem Transport von Potsdam ins Museum sind zwei Wochen für den Aufbau der Architektur- und zwei Wochen für die Kunsteinrichtung eingeplant. Holger Lehmann aus der Museumsabteilung Ausstellung koordiniert die Arbeiten in den Werkstätten. Aus mittlerweile zwanzig Jahren Erfahrung im Ausstellungsbau weiß er, wie wichtig gerade in einem Museum die richtige Farbgestaltung und -gebung der Einrichtung ist: „Bei jeder Ausstellung bedarf es einer anderen Farbgebung der Einrichtung. Erst wenn diese die ausgestellten Werke in der richtigen Weise unterstützt, verspürt der Besucher die volle Aura des Exponates und kann die Ausstellung richtig genießen und sich auf sie einlassen.“ Auch die spezielle Lichtgebung im Deutschen Historischen Museum – sie kommt ausschließlich von oben – muss berücksichtigt werden. Der letzte Pinselstrich erfolgt daher immer von oben nach unten, um keine Streifen zu hinterlassen. „Für unsere Arbeiten und die Ausstellungen sind eine hochwertige Farbe und Farbgestaltung wichtig. Neben der Deckkraft sind für uns die Farbwiedergabe – insbesondere bei intensiven Farbtönen –, die Beständigkeit der Farbe und eine große Auswahl an Farbtönen entscheidend“, so Holger Lehmann weiter. Aus diesen Gründen hat sich die Museumswerkstatt vor Jahren für die Farben-, Lacke- und Lasurenmarke Sikkens entschieden. Die Farbtöne stammen beinahe ausschließlich aus dem 4041 Color Concept. Die Dispersionsfarbe Alphacron SF von Sikkens kommt bei Ausstellungen an nahezu allen Architekturobjekten zum Einsatz. In Potsdam ist ein Maler damit beschäftigt, Vitrinen, Sockeln und Medienstationen einen Anstrich im zur Ausstellung passenden Farbton zu geben. Den gibt die Gestaltungsabteilung des Museums vor, wie auch die kompletten Zeichnungen und Vorlagen für die Objekte und Aufbauten. Holger Lehmann gibt die Richtlinien an seine Kollegen weiter und koordiniert die Arbeiten. Die Bearbeitung der Objekte ist unterschiedlich: Sockel werden zusätzlich mit einem Acryllack gestrichen, um beispielsweise bei einem versehentlichen Gegentreten eines Besuchers nicht zerkratzt zu werden. Die Wände – meist zusammengeschraubte und verfugte MDF-Platten – werden zunächst geschliffen, weiß vorgestrichen und dann zweifach mit dem gewünschten Farbton angestrichen. Der Anstrich sorgt so dafür, dass bei den ständig wechselnden Ausstellungen die Farbqualität immer gleich hoch bleibt.

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