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Gutes Neues

Unverdünnt aufgetragen Mattes und Glänzendes aus dem Malerhandwerk
Gutes Neues

Werner Schledt

Die „Nachkalkulation“ für das vergangene und die Vorbereitung auf das begonnene Jahr liegen hinter uns. Die Zeit „zwischen den Jahren“ ist wie die Spanne zwischen Auftrag und Folgeauftrag – nur viel kürzer.
Spannung aufrechterhalten
Deshalb muss man die Spannung zwischen Betrieb und Kunden aufrechterhalten – mit spannenden Kontakten. Bei uns z.B. sind es Events und Informationen. Beide stoßen natürlich auf unterschiedliches Interesse, aber Trends lassen sich sehr wohl erkennen und berücksichtigen. So gab’s auf unsere letzte Kundeninformation Rücklauf wie noch nie. Wir hatten den Hinweis in der Fachzeitschrift auf eine wärmereflektierende Innenwandfarbe eines namhaften Herstellers aufgegriffen und in unserem „Kundenkurier“ unter der Überschrift „Neue Wandfarbe spart bis zu 23 Prozent Heizenergie!“ auf dieses Produkt hingewiesen, das die Wärmestrahlung aller in einem Raum befindlichen Wärmequellen, einschließlich der Bewohner, zur Hälfte reflektiert, und dazu ausführliche Unterlagen offeriert. (Das machen wir immer, um auch „zwischen den Aufträgen“ einen kontinuierlichen Schriftverkehr mit unseren Kunden zu pflegen und in deren Köpfen als kompetent und up to date präsent zu bleiben.)
Auch wenn das Interesse nicht immer so groß ist wie beim „Dauerbrenner“ Energieeinsparung, wollen wir im neuen Jahr solche Maßnahmen der Kundenpflege weiter forcieren und dabei das meist hervorragende – und obendrein kostenlose – Prospekt- und Anschauungsmaterial innovativer Hersteller noch intensiver nutzen.
Haben wir bislang die Nachrichten über technische Neuerungen zusammen mit anderen Informationen rund um Bau und Bautenschutz sehr breit gestreut, werden wir sie künftig parallel den entsprechenden Zielgruppen, soweit diese auch Zielkunden sind, zuordnen und diese direkt anschreiben. Dazu ein paar aktuelle Beispiele: Damit „matt matt bleibt“ hat ein großer Hersteller eine Farbe auf den Markt gebracht, die den sogenannten Schreibeffekt – unerwünschte Glanz- und Abriebspuren schon bei relativ geringer Beanspruchung – vermeidet. Das teilen wir z.B. Kindergärten, Schulen und auch Hotels mit, wo für die farbige Akzentuierung von Wandflächen oft matte Farben eingesetzt werden.
Ein anderer potenter Hersteller (auf Produkte von Waschküchenbetrieben machen wir natürlich nicht aufmerksam) hat ästhetisch ansprechende Segel entwickelt, welche die Raumakustik deutlich verbessern und die Lautstärke erheblich senken. Das ist nicht nur für Schulen und Kindergärten, sondern für alle Räumlichkeiten interessant, in denen bei laufendem Betrieb modernisiert werden muss. Für Krankenhäuser und Gewerbebauten gibt es TÜV-geprüfte emissionsminimierte Bodenbeschichtungen, die zudem extrem belastbar sind. Darauf werden wir diese Zielgruppen hinweisen.
Nicht immer steht für die Ausstattung unserer Botschaften über Innovationen geeignetes Prospektmaterial zur Verfügung. Dann schicken wir einfach nur den entsprechenden Artikel, wie zum Beispiel den über einen Schweizer Hersteller, der eine Beschichtung für Glasflächen entwickelt hat, die Transparenz mit Vogelschutz verbindet.
Heißes Thema ist und bleibt die energetische Modernisierung. Also taugt auch die Nachricht, dass, weil viele Gebäude im Bestand von außen nicht akzeptabel gedämmt werden können, ein neues Innensystem entwickelt wurde, das mit einem von Umweltverbänden, Prüfinstituten und Gewerkschaften konzipierten „Umweltsiegel“ ausgezeichnet worden ist.
Dann sind wieder Schulen und Betreuungsstätten im Visier: Die interessieren sich sicher für die neue Wandfarbe – es gibt sie in vielen Tönen – von der sich Beschriftung und Kritzeleien wie von einer Tafel abwischen lassen.
Nicht nur schreiben
Natürlich soll es nicht nur bei einem Schreiben bleiben. Als Beilagen für die Botschaften ist ein Fachartikel immer gut, ein anschaulicher Prospekt besser, was zum selber probieren – in diesem Fall ein Anstrichmuster und farbige Kreiden oder Stifte – natürlich am besten. Wer sich selbst überzeugt hat ist am überzeugendsten. Eigentlich klar, geht doch Probieren über Studieren. Daran erinnert hat mich jüngst wieder ein Partner bei einer Wohnungsbaugesellschaft, den wir auf einen „RaumluftWächter“ aufmerksam gemacht hatten, der in einen USB-Port eingesteckt wird und die Qualität der Raumluft wie eine Verkehrsampel anzeigt. Er wollte den Stick (der sich vielleicht auch als Kundengeschenk eignet), selber testen. Also kriegt er ihn geschickt, probiert das Ding wahrscheinlich aus, meldet sich bestimmt wieder, berichtet darüber. So bleiben wir in gutem Kontakt.
Hin und Her
Dieses geplante dauernde „Hin und Her“ ist zwar etwas aufwendiger als eine „einseitige“ Werbebotschaft, aber lohnend. So wie mit dem Stick kann man es auch mit dem „Klimagriff“ machen, mit dem sich nahezu alle Fenster und Balkontüren aus- und nachrüsten lassen. Er zeigt permanent das Raumklima an und gibt dazu Empfehlungen wie die zur Stoßlüftung, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, bzw. empfiehlt „Hygienelüftung“ bei verbrauchter Luft. Er rät zu heizen, wenn die Raumluft unterkühlt ist und signalisiert auch, wenn das Fenster wieder geschlossen werden soll. Bis zu 15 Prozent Heizkosten soll man damit sparen können. Warum sollen nicht Kunden testen, ob man mit dem Griff das Klima in den Griff bekommt?
Für Nachrichten, die geeignet sind, um die Zeit zwischen den Aufträgen zu überbrücken, gibt es vor allem zwei gute Quellen: Zeitungen und Fachzeitschriften. In der Zeitung konnte man z.B. zum Weitersagen vor kurzem lesen, dass die Stadt Frankfurt die Hälfte der Kosten für die Beseitigung von Graffiti übernimmt und dafür eigens eine Hotline eingerichtet hat. Und das „Malerblatt“ stellt jeweils das „Produkt des Monats“ vor. Man muss also nur lesen und auflesen.
Last not least: Was das Marketing rausschickt muss natürlich vorher in die Köpfe der Mitarbeiter rein.
Man muss die Spannung zwischen Betrieb und Kunden aufrechterhalten.
Was das Marketing rausschickt, muss natürlich vorher in die Köpfe der Mitarbeiter rein.

PRAXISPLUS

Relevantes für die Branche entdecken, Anstöße geben, manche Dinge auf die Schippe nehmen – genau das macht Werner Schledt in seiner Kolumne „Unverdünnt aufgetragen“. Der Autor war jahrzehntelang Betriebsberater und Verbandsgeschäftsführer im hessischen Maler- und Lackiererhandwerk. Jetzt ist er Geschäftsführer der Schledt & Schledt GmbH.
Die Zitate aus dem Artikel stammen von Friedrich Ernst von Garnier.
Werner Schledt
TREIBS Bau GmbH
Heinrichstraße 9-11
60327 Frankfurt/Main
Tel.: (069) 750010-310
Fax: (069) 750010-340
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