Betrieb & Markt

Mit vereinten Kräften

Kooperationen im Handwerk sollen gut funktionierende Netzwerke sein und gewissenhaft geführt werden, damit alle Partner davon profitieren. Dann können sich alle Beteiligten über zahlreiche Vorteile freuen.

Aus der Zusammenarbeit handwerklicher Betriebe können viele Vorteile entspringen – nicht zuletzt für den Kunden. Ob fachintern oder gewerkeübergreifend, auf informeller Basis oder mit sorgfältig ausgearbeiteten Verträgen: So unterschiedlich die individuellen Bedürfnisse der Partner sind, so verschieden sind auch die Formen der Kooperation. Mit der richtigen Herangehensweise profitiert jeder der Beteiligten von einem Schulterschluss.

Es gibt viele Gründe, warum sich Handwerksfirmen zusammentun: So hat etwa ein Betrieb zu viele Kapazitäten frei, der andere hingegen zu wenig. Oder der Kunde wünscht sich möglichst viele Arbeiten aus einer Hand, wofür jedoch der Einsatz verschiedener Gewerke notwendig ist. Oft ist auch die Möglichkeit ausschlaggebend, beim gemeinsamen Einkauf Kosten zu sparen. Grundsätzlich kann sich eine Kooperation für jeden Betrieb lohnen, unabhängig von dessen Tätigkeitsbereich und Größe. Viele kleinere Unternehmen beschränken sich auf einen lockeren Zusammenschluss ohne Verbindlichkeiten, bei dem für einzelne Projekte nur ein Partner angefragt wird. Wer allerdings ein dauerhaftes Bündnis eingehen möchte, sollte für ein festes Fundament sorgen – auch auf rechtlicher Ebene. Denn je mehr Unternehmen sich beteiligen, desto größer ist zwar das Leistungsspektrum, aber auch die Herausforderung eines gemeinsamen Nenners. So muss etwa geklärt werden, welche Rechtsform sich am besten eignet, wie sich die Haftung der Partner gestaltet und wer welche organisatorischen Aufgaben übernimmt. Auch in einen einheitlichen Auftritt sollte investiert werden, denn ein gemeinsames Logo, eine professionelle Webseite sowie einheitliches Briefpapier sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert und zeugen von Kompetenz. Doch um alle Synergien voll auszuschöpfen und somit eine optimale Außenwirkung zu erzeugen, ist vor allem eines wichtig: eine reibungslose interne Kommunikation. Nur Kooperationen, in denen sich alle Beteiligten auf Augenhöhe begegnen, sämtliche Maßnahmen und Termine sorgfältig abgestimmt werden und auch bei etwaigen Problemen und Konflikten schnelle Lösungen gefunden werden, können sich auf lange Sicht behaupten.
Ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Netzwerk ist die Raumfabrik GmbH aus Münster. Sven Schöpker gründete das Unternehmen 2004 zunächst als reine Handwerkskooperation. Mittlerweile sind jedoch nicht nur die Standorte Norderney und Düsseldorf hinzugekommen, auch das Angebotsspektrum hat sich deutlich erweitert, wie Marketingleiterin Kerstin Schöpker erklärt: „Seit 2013 greifen in einem ganz neuen Konzept Architektur, Planung und handwerkliche Umsetzung auf anspruchsvolle Weise ineinander. So können wir unsere Kunden bereits im Vorfeld begleiten und ihnen in allen Fragen zur Seite stehen. Unsere Architekten übernehmen die gesamte Planung und Bauleitung und können so sicherstellen, dass die Arbeiten zu einem verbindlichen Termin fertiggestellt sind.“
Doch auch die Partner profitieren von dem System. „Da wir neben der Planung auch die gesamte Kommunikation in der Angebotsphase sowie das Marketing übernehmen, können sich unsere Handwerksbetriebe ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren“, so Schöpker.
Der Erfolg der Raumfabrik GmbH, die derzeit mehr als 30 Partner zählt, zeigt: Werden Kooperationen gewissenhaft geführt, können sich alle Beteiligten über die Vorteile freuen – effizientere Abläufe, neu erschlossene Kundenkreise und die Einsparung von Kosten bei Schulungen oder Arbeitsmitteln.

praxisplus
Kontakt:
Kerstin SchöpkerMarketingleiterin 
Raumfabrik Franchise GmbHHafenweg 24a 48155 Münster

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