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Neues Jahr, alte Herausforderungen

Umfrage zur Stimmung im Handwerk
Neues Jahr, alte Herausforderungen

Foto: Malerblatt

Fachkräftemangel ist und bleibt eine der größten Herausforderungen im Handwerk. Das zeigt auch eine aktuelle Umfrage, die von Contorion unter rund 320 Handwerker/-innen in Auftrag gegeben wurde. Der Online-Fachhändler für professionelles Handwerk hat mit der Befragung ein Stimmungsbild im Handwerk ermittelt und erfahren, was 2021 die größten Herausforderungen waren und mit welchen Gedanken und Plänen Handwerksbetriebe ins neue Jahr 2022 starten.

Qualifizierte Arbeitskräfte sind rar

Die Mehrheit der befragten Handwerksbetriebe gibt an, dass der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen 2021 war (41 %). Dabei wird kaum zwischen dem Finden von Gesellinnen  und Gesellen (8 %) und Auszubildenden (11 %) oder dem Halten von Arbeitskräften (9 %) differenziert: Die mit Abstand größte Schwierigkeit in Bezug auf den Fachkräftemangel ist, grundsätzlich qualifizierte Arbeitskräfte zu finden (66 %). Dieses Umfrageergebnis überrascht wenig: Laut einer im Frühjahr veröffentlichten Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) fehlten schon 2020 bundesweit knapp 65.000 Handwerker/-innen.

Trotz anhaltender Pandemie gute wirtschaftliche Lage

Neben dem Fachkräftemangel zählen pandemiebedingte Einschränkungen ebenfalls zu den größten Herausforderungen im Jahr 2021. Demnach stellen für mehr als 41 Prozent der Befragten staatliche Maßnahmen oder Verbote zur Eindämmung der Pandemie Schwierigkeiten für ihren Betrieb dar. Die gute Nachricht: Nur wenige erlitten Umsatzeinbußen. Während im Sommer 2020 fast ein Drittel der Handwerksbetriebe einen Auftragsrückgang spürte (32 %), gaben in der aktuellen Umfrage nur 13 Prozent der Befragten an, dass sie 2021 mit geringen Aufträgen zu kämpfen hatten. Mehr als die Hälfte der Handwerksbetriebe schätzt ihre wirtschaftliche Lage im zweiten Coronajahr als gut (38 %) bis sehr gut (17 %) ein und blickt hinsichtlich des Umsatzes positiv ins neue Jahr: Fast jeder zweite geht davon aus, dass die Umsätze im Vergleich zu 2021 unverändert bleiben werden (47 %), 40 Prozent rechnen mit einem Anstieg. Die Befragung spiegelt wider: Das Handwerk ist ein sicherer Wirtschaftszweig und bleibt auch in der Krise standhaft.

Neues Jahr, neues Glück?

Bestehende Schwierigkeiten verschwinden mit dem Jahreswechsel leider nicht von selbst. Entsprechend befürchten die befragten Handwerksbetriebe, dass sie im neuen Jahr vor denselben Herausforderungen stehen werden wie schon 2021: Mehr als zwei Fünftel sehen im Fachkräftemangel die größte Schwierigkeit (43 %). Um diesem entgegenzuwirken, haben sich zahlreiche Betriebe für das neue Jahr zum Ziel gesetzt, Wege zu finden, um sich als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren (21 %). 40 Prozent der Befragten, die an der Umfrage von Contorion teilgenommen haben, gehen davon aus, dass auch im Jahr 2022 staatliche Maßnahmen und Verbote zur Eindämmung der Pandemie Hürden darstellen werden. Lieferengpässe (38 %) und hohe Materialkosten (37 %) sind weitere Herausforderungen, mit denen die Handwerker/-innen rechnen. Das Gute: Weniger als ein Achtel erwartet im kommenden Jahr eine geringere Auftragslage (12 %). Viele Handwerksbetriebe starten mit ambitionierten Vorsätzen ins neue Jahr. So strebt die Mehrheit an, Prozesse zu optimieren, um effizienter zu arbeiten (38 %). Über ein Viertel hat sich vorgenommen, den eigenen Umsatz in 2022 deutlich zu steigern oder sogar zu expandieren (29 %).

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