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Vom Blaumann zur Unisexkollektion

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Vom Blaumann zur Unisexkollektion

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Seit dem Mittelalter hat sich in Sachen Berufskleidung einiges getan. Foto: Fotolia/auremar
Die Berufskleidung hat eine lange Tradition. Wir beschäftigen uns mit der Arbeitskleidung von der frühen Zweckmäßigkeit bis zum heutigen Trend der Orientierung am Freizeitlook.

Bereits im Mittelalter trugen Handwerker bestimmte Farben, an denen ihr Berufsstand erkennbar war. Da teure Mischfarben wie Grün, Gelbgold oder Scharlachrot dem Adel vorbehalten waren, wurde Blau zur Farbe des Alltags. So entstand im Laufe der Zeit auch der Begriff Blaumann – Männer in blauer Kleidung.

Maler tragen weiß

Die weiße Kleidung von Malern und Stuckateuren belegt ihre ehemals gemeinsame Zugehörigkeit zur steinverarbeitenden Zunft. Seit dem Mittelalter hat sich in Sachen Berufskleidung einiges getan:

Bis in die 1970er-Jahre wird für alle Branchen die gleiche Berufskleidung angeboten, spezialisierte Angebote gibt es meist nur für Zunftkleidung. Die dominierende Farbe ist Blau, genau gesagt Royalblau. Der verbreitete Overall bekommt Konkurrenz von der Latzhose als bevorzugte Arbeitskleidung.

Viele Handwerker favorisieren ein Hemd unter der Arbeitsjacke, die damals immer geschlossen getragen wurde. Die Arbeitskleidung ist eine Uniform und erfüllt ihren Zweck. Gesellen und Lehrlinge kaufen ihre Berufskleidung selbst, einheitliche Berufskleidung in einem Betrieb gibt es nicht und ist hauptsächlich bei großen Industrieunternehmen üblich. Der erste Mietserviceanbieter für Berufskleidung, boco, entwickelte 1977 die erste Branchenkleidung für SHK-Innungsbetriebe.

In den 1980er-Jahren wird der bis dahin weite Schnitt der Berufskleidung geradliniger. Druckknöpfe dominieren als Verschluss bei den Arbeitsjacken. Diese sind ebenso wie die Kittel mit einem großen Umlegekragen versehen.

In den 1990ern ersetzten Klettverschlüsse schließlich die Druckknöpfe. Als Material wird meist Baumwolle, Polyester oder ein Mischgewebe eingesetzt. Anhand moderner Gewebe ist die Berufskleidung heute viel strapazierfähiger als früher.

In den 2000er-Jahren wird das Design der Arbeitskleidung als Unisexkollektion für beide Geschlechter angepasst. Mehr Taschenlösungen soll die Kleidung haben und einen hohen Tragekomfort bieten. Die Schnitte werden körpernaher. Bereits seit einigen Jahren orientiert sich das Design der Berufskleidung mehr am Freizeitlook. Bei jüngeren Malern sind Polohemden oder Sweatshirts beliebte Kombinationsartikel und moderne Bundhosen setzen sich gegen die Latzhose durch.

Betriebe haben auch die Individualisierung der Berufskleidung in den letzten zehn Jahren für sich entdeckt. Das Unternehmenslogo auf der Arbeitskleidung und auch immer öfter der Mitarbeitername sind für die meisten Arbeitgeber ein Muss.

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