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Wärmebildkameras: Schwachstellen auf einen Blick

Wärmebildkameras
Schwachstellen auf einen Blick

Wärmebildkameras im Einsatz: Thermografische Aufnahmen unterstützen dabei, Mängel in Fassaden zu lokalisieren. Sie liefern wichtige Informationen über den Zustand eines Gebäudes. Wir stellen verschiedene Modelle und Hersteller von Wärmebildkameras vor.

Autorin: Larissa Sailer

Kondenswasser, Schimmelpilzbildung oder auch feuchte Wände und Wärmebrücken sind Folgen einer unzureichenden Dämmung.

Eine Wärmebildkamera misst mittels Thermografie die Strahlungsstärke im Infrarotbereich. Dabei wird die Temperaturverteilung auf Flächen bzw. eines Gebäudes erfasst und dargestellt. Gleichzeitig wandelt die Kamera die für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung in Farben um. Warme Oberflächentemperaturen stellt die Kamera in Rottönen dar, kalte Oberflächentemperaturen sind in blauen Farbtönen sichtbar.

Eine hohe Oberflächentemperatur ist gleichbedeutend mit einem hohen Wärmeverlust. Dieser entsteht meist im Bereich der Geschossdecken, der Rollladenkästen sowie Fenstern oder auch Fenstersimsen. Um Heizkosten zu senken und den Wärmeverlust zu minimieren, müssen Schwachstellen eines Gebäudes erkannt und behoben werden. Auf Grundlage der Ergebnisse einer Wärmebildkamera kann der Handwerker entsprechende Maßnahmen einleiten.

Teledyne Flir MR265

Das Teledyne Flir MR265 Feuchtemessgerät mit Wärmebildfunktion ist darauf ausgelegt, große Bereiche auf Feuchtigkeitsprobleme und Luftlecks zu scannen. Die Wärmebildkamera besitzt eine Auflösung von 160 x 120 Pixel sowie eine visuelle Kamera, einen Laserpointer und einen stiftbasierten oder stiftlosen Feuchtigkeitssensor.

Um mögliche Schäden zu vermeiden, wird bei der stiftlosen Option mittels integriertem Sensor die Messung vorgenommen. Die Messung mit Stiftsensor erfolgt mithilfe eines resistiven Fühlers, welcher Hohlräume und andere feuchte Stellen in Wänden, Decken und Böden aufspüren kann.

Die Wärmebildtechnik scannt zudem die ganze Innenwand, um feuchte Stellen einzugrenzen und gleichzeitig wird die Menge der Feuchtigkeit gemessen.

Über das mitgelieferte USB-Kabel können auch Wärmebild-JPEGs auf Flir Thermal Studio oder einer anderen kompatiblen Berichterstellungslösung hochgeladen werden. Die Software produziert Wärmebild- sowie visuelle Bildberichte.

Der Funktionsumfang erweitert sich durch kompatible Sonden und Sensoren unter anderem durch den Flir MR08 Hammer- und Hohlwand-Kombisensor und den Flir MR05 Feuchtestiftsensor.

Hikmicro B20

Die Wärmebildkamera eignet sich für einfachere Bauthermografie-Aufgaben, z. B. zur Ermittlung von Wärmebrücken oder von Bereichen, an denen Schimmel entstehen könnte.

Ausgestattet mit einer Auflösung von 256 x 192 Pixel, einem festem Fokus sowie einer visuellen Kamera mit zwei Megapixeln realisiert die Kamera ein Fusionsbild, welches intern abgespeichert werden kann. Die Messbereiche erstrecken sich von –20 °C bis 550 °C und wechseln automatisch je nach angezeigter Objekttemperatur. Eine Bildüberlagerungsfunktion sorgt für hohe Detailerkennbarkeit. Die hohe Bildwiederholfrequenz von 25 Hz soll zudem für ein klares, ruckelfreies Bild sorgen.

Der große LCD-Bildschirm (3,2 Zoll) trägt zum verbesserten Betrachtungserlebnis bei. Mit dem integrierten WLAN können die Bilder live auf dem Handy oder Tablet betrachtet, abgespeichert oder übertragen und weitergeleitet werden. Die Kamera verfügt über eine USB-C Schnittstelle und eine Stativbefestigung. Im Dauerbetrieb halten die Akkus bis zu sechs Stunden. Überschreitet die Temperatur einen voreingestellten Schwellenwert, wird ein akustischer und optischer Alarm ausgelöst.

Testo 883

Die Wärmebildkamera testo 883 bietet eine Infrarot-Auflösung von 320 x 240 Pixeln, die mit einer integrierten Technologie auf 640 x 480 Pixel erweiterbar ist. Mit einer thermischen Empfindlichkeit von 40 mK ist sichergestellt, dass die Kamera auch kleinste Temperaturunterschiede erkennt. Mithilfe einer passenden Software lassen sich die Bilder schnell und einfach analysieren und in einem Bericht dokumentieren.

Zusätzlich stellt der Feuchtemodus Schimmelgefahr an thermischen Schwachstellen direkt im Wärmebild mit Ampelfarben dar. Die dafür nötigen Messwerte der Raumlufttemperatur und Raumluftfeuchte werden vom einem optionalen Thermo-Hygrometer kabellos an die Wärmebildkamera übertragen. Dadurch werden teure Schäden an der Bausubstanz verhindert und die Gesundheit der Bewohner geschützt. Mit der testo Thermography App lassen sich Messungen zudem live auf Smartphone/Tablet übertragen.

Die Wärmebildkamera testo 883 ist als Einzelgerät oder als Set mit Teleobjektiv, Zusatzakku und Ladestation erhältlich.

Weitere Informationen:
www.malerblatt.de


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