Anwendungstechnik

Arbeit in schwindligen Höhen

Nicht nur in der Baubranche gehört das Arbeiten in der Höhe zu den alltäglichen Aufgaben. Arbeitssicherheit spielt eine große Rolle.

Besonders das Thema Arbeitssicherheit ist dabei wichtig, damit Arbeitsunfälle und gefährliche Stürze möglichst vermieden werden. Zunächst sollte man sich jedoch bewusst machen, welche Leiter für die eigenen Ansprüche geeignet ist, um bereits die Grundlage für ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten.

Welche Leiter brauche ich?

Zum einen gibt es die wohl klassischste Art der Leiter: die Anlegeleiter.  Diese eignet sich vor allem, wenn sie oben überstiegen werden muss. Die BG Bau weist hierbei auf einige Sicherheitsvorkehrungen hin. Beispielsweise, dass die Anlegeleiter die obere Gebäudekante um mindestens einen Meter übersteigt.  Schiebeleitern hingegen sind vor allem dann nützlich, wenn große Höhenunterschiede überbrückt werden müssen, da sie entsprechend angepasst werden können. Sie ähneln stark den Seilzugleitern. Diese sind jedoch zusätzlich während der Nutzung höhenverstellbar. Wer sich unsicher ist, welche Leiter tatsächlich die richtige ist, kann auch schlicht zu der Allzweckleiter zurückgreifen. Diese ist sehr wandelbar und somit in vielen Bereichen einsetzbar. Schlussendlich sollte man sich noch damit auseinandersetzen, ob man sich eher für Stufen oder Sprossen entscheidet. Stufen bieten dank der größeren Trittfläche eine bessere Standfähigkeit. Vor dem Leiterkauf ist es daher durchaus sinnvoll, sich mit den verschiedenen Arten auseinander zu setzen und diese miteinander zu vergleichen. Es gibt viele Tipps und Empfehlungen zur Sicherheit beim Arbeiten in der Höhe, die beachtet werden sollten.


Rechtliche Grundlagen und BG-Vorgaben zur Arbeitssicherung

Arbeitssicherheit darf heute bei Weitem kein Luxus mehr bleiben. In Deutschland sind die Vorschriften von den Berufsgenossenschaften klar definiert und geregelt. Diese sicherheitstechnischen Anforderungen an die jeweiligen Arbeitsplätze und Verkehrswege sehen verschiedene Grundlagen voraus, die eingehalten werden müssen. So ist zum Beispiel ab einer möglichen Fallhöhe von mehr als 1 Meter eine entsprechende Vorkehrung zu treffen. Auf Schrägdächern gilt die Regelung, dass bei einer Neigung von mehr als 20 Grad grundsätzlich Sicherungsmaßnahmen zu treffen sind. Die unterschiedlichen Absturzsicherungssysteme unterliegen in Deutschland der Prüf- und Zertifizierungspflicht.


Die 5 Klassen der Anschlagsysteme

Die Berufsgenossenschaft schreibt vor, welche Arbeitsbedingungen und Sicherheitsmaßnahmen am jeweiligen Arbeitsort zu erfüllen sind. Anschlagsysteme lassen sich in 5 verschiedene Klassen unterteilen. Auf diese Art und Weise sind die Sicherungen auszuführen, nach DIN EN 795. Sie dienen ausschließlich zum Schutz des Menschen.

Klasse A: Einzelanschlagpunkte
Klasse B: mobile Anschlageinrichtungen
Klasse C: Seilsicherungssysteme
Klasse D: Führungsschienensysteme
Klasse E: Anschlageinrichtungen durch Eigengewichthaltung

Die Regelungen der Absturzsicherung, die von Bedeutung sind:
BGV C22: sie schreibt jegliche Absturzsicherungen bei Bauarbeiten vor
BGR 203: sie umfasst alle Grundsätze zur Absturzsicherung bei Dacharbeiten
BGR 198: sie beinhaltet jeglichen Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen am Arbeitsplatz gegen Abstürze
DIN 4426: sie regelt alle sicherheitstechnischen Anforderungen an das Arbeitsumfeld und den Arbeitsweg.

Bildquelle: Pixabay

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