Storch Werkzeuge

Hochdruckkrake

Die Renovierung von Schloss Burg an der Wupper erfordert Expertise in alter Malerhandwerkskunst und neueste Technik.

Nach einer jahrhundertelangen bewegten Geschichte stand zu Beginn des Wiederaufbaus 1890 nur noch eine Ruine. 7.500 Besucher wollten die Gemäuer im ersten Jahr der Burgrekonstruktion sehen. Vielleicht war auch Richard Epe darunter. Der junge Mann aus dem nahegelegenen Remscheid hat die Aufbauarbeiten dann vermutlich nicht allein unter historischen, sondern auch unter handwerklichen Aspekten besichtigt.1898 nämlich gründet er einen Handwerksbetrieb: die Malerwerkstätten Epe.


Malerwerkstatt mit Tradition

120 Jahre später wird wieder gebaut auf Schloss Burg. Es war Zeit geworden für Umbaumaßnahmen, energetische Sanierung und eine umfassende Renovierung. Mit am Werk: die Malerwerkstätten Epe. Der ideale Partner für die Renovierungsarbeiten im Hauptturm (Bergfried) und im Grabentorhaus, einem Projekt, bei dem es auf die Kenntnis traditioneller Handwerkskunst ebenso ankommt wie auf modernstes Maler-Know-how und innovative Technik.

Eine alte Musterrolle aus dem Firmenarchiv.


Historische Oberflächen

Bröckelnder Putz, brüchige Fugen, graue Wände, überstrichene Steine, beschädigte Holzflächen – der Zahn der Zeit hat an den historischen Bauwerken unübersehbare Spuren hinterlassen. Für das Epe-Team gibt es im Bergfried jede Menge zu tun. Alle Oberflächen, Holz, Wände, Natursteinbögen werden denkmalschutzgerecht instandgesetzt. „Die Renovierung von historischen Gebäuden erfordert genaue Kenntnis der seinerzeit genutzten Materialien und Handwerkstechniken. Wer bei einem solchen Projekt falsche Materialien oder ungeeignete Technik einsetzt, richtet an den historischen Oberflächen unter Umständen Schaden an“, erläutert der Geschäftsführer und Sachverständige der Handwerkskammer zu Köln Sebastian Epe. „Die Burganlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts rekonstruiert. Wir haben es also nicht mit originalen mittelalterlichen Gemäuern zu tun. Dennoch spielt der historische Hintergrund eine wichtige Rolle. Wir orientieren uns an Techniken und Materialien der Zeit, als die Burg rekonstruiert wurde, – und setzen sie mit neuesten Technologien und entsprechend den aktuellen Anforderungen um.“

Für Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen nutzt das Team die Kleinflächen-Reinigungshaube Flex.


Spritzwasserfreie Reinigung

Mitte März haben die Experten mit der Reinigung und Entfernung der Altbeläge begonnen. „Mehrere Schichten alter Dispersionsfarben gilt es von den Sandsteingemäuern und Torlaibungen abzutragen – im Innenbereich. Und idealerweise nur mit Wasser, ohne den Einsatz von Chemie“, schildert Sebastian Epe die Herausforderung. „Es kommt darauf an, beim Entfernen der Altbeschichtung schonend vorzugehen. Der Stein darf nicht abgetragen oder beschädigt werden. Abbeizen oder Schleifen kam also nicht infrage. Auch der Einsatz eines herkömmlichen Hochdruckreinigers oder Sandstrahlers war im Innenbereich der historischen Räume keine Option.“ Bei der Reinigung der Oberflächen kam die Hochdruckkrake von Storch zum Einsatz. Das Gerät saugt das Reinigungswasser zusammen mit Schmutz und Farbresten direkt auf der Oberfläche wieder ab. So präzise und dicht, dass der Einsatz auch in Innenräumen – und sogar in Denkmälern – problemlos möglich ist. Das abgesaugte Schmutzwasser wird direkt im Gerät gefiltert. Die abgetragenen Schmutz- und Farbpartikel geraten nicht in die Umgebung und lassen sich leicht entsorgen. „Im Lauf der Zeit wurden an den Wänden im Bergfried an vielen Stellen mehrere Farbschichten übereinander aufgetragen. Mit der Hochdruckkrake lassen sie sich auch ohne Zusatz von Reinigungsmitteln entfernen“, sagt Epe.

Seit Juli sind die Arbeiten abgeschlossen. Dann wurde auf den sechs Stockwerken des Bergfrieds und im Grabentorhaus die Geschichte der Burg für die Besucher in Szene gesetzt. An Wänden und Gemäuern, deren Ursprungszustand wiederhergestellt ist.

Schonende Entschichtung und Reinigung auf Schloss Burg.

Weitere Informationen: www.schlossburg.de


PraxisPlus

Malerwerkstätten Epe
Hindenburgstraße 60
42853 Remscheid

www.epe-maler.de

Fotos: Storch
Quelle: Malerblatt 11/2018

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