Storch Werkzeuge

Tapeziergerät Tapetomat E

Kann mehr als nur kleistern – das neue Komplettsystem zur Verarbeitung von Wandbelägen von Storch.

Bei der Schmidgunst & Herrmann GmbH in Halberstadt sind bereits sechs Geräte im Einsatz – und weitere stehen auf der Beschaffungsliste.

Andreas Peters legt eine Bahn akkurat an die andere, drückt sie an und kürzt sie an Decke wie Sockel. Dann kommt die nächste Bahn, in der Breite exakt zugeschnitten und perfekt eingekleistert. In kurzer Zeit schon werden alle Wandflächen mit dem Glattvlies bedeckt sein. Dass dessen Verarbeitung so flink erfolgt, ist zum einen dem Können von Andreas Peters zu verdanken, zum anderen aber dem Werkzeug, das er nutzt. Im Zentrum steht dabei das Kleistergerät, besser gesagt, ein komplettes System, das weit mehr kann, als nur Kleister auf die Rückseite des Wandbelages zu bringen. Der Tapetomat E – so der Name des Systems – kommt vom Wuppertaler Werkzeugspezialisten Storch und ist eine komplett eigene Neuentwicklung des Unternehmens für Malerwerkzeuge und Profigeräte. Die Schwächen traditioneller Kleisteranlagen wurden eliminiert und der Blick von Anfang an auf den Anwender, also beispielsweise Andreas Peters, gerichtet. Gleichmäßiger Kleisterauftrag, einfache Reinigung, hohe Standfestigkeit und schnelle Handhabung sind nur einige der Eckpunkte dieser Entwicklung. Modular konzipiert, lässt sich der Tapetomat E in verschiedenen Konfigurationen nutzen: Als Tischgerät oder zusammen mit dem ebenfalls neu entwickelten Untergestell als Standgerät – und mit angedocktem Maschinentisch.

Diese Kombination nutzt man auch bei Schmidgunst & Herrmann – und hat damit beste Erfahrungen gemacht. Die knappe Länge des Maschinentisches sei dabei nur im ersten Moment irritierend, in der Praxis hingegen erweise sich das als ideal: „Die Länge reicht vollkommen“, sagt Meister Alexander Soltau. „Selbst in kleinen Räumen wird das Gerät so nicht zum Hindernis. Nur bei Großbaustellen greifen wir auf lange Tapeziertische zurück, also wenn wir große Flächen rationell bearbeiten müssen und entsprechenden Stellplatz haben.“ Bei Privatkunden ist der Platz aber fast immer Mangelware, der kurze Tisch beschleunigt das Arbeiten hier wesentlich. „Die Umstellung auf die kurze Länge ist in aller Regel kein Problem, das klappt schnell.“

Der Maschinentisch bewährt sich nicht nur in engen Räumlichkeiten als ausgesprochen praktikabel und erlaubt auch exakte Längsschnitte.


Von der Messe in den Alltag

Die Maschine, mit der Andreas Peters gerade arbeitet, wird von einer großen „6“ markiert. „Wir haben tatsächlich sechs dieser Kombinationen angeschafft“, bemerkt Alexander Soltau. „Unsere bisherigen Geräte sind in die Jahre gekommen, da haben wir uns umgeschaut, welche aktuellen Typen erhältlich sind. Auf der Messe Farbe Ausbau Fassade in München haben wir dann bei Storch diese Kombination entdeckt und genauer angeschaut. Wir waren begeistert.“ Mitentscheidend war dabei das Handling, also die Frage des Transportes, des Auf- und Abbaus, Befüllens, Entleerens und Reinigens. Tisch und Untergestell sind klappbar ausgeführt, die großen Rollen machen die Einheit vor Ort sehr mobil und flexibel nutzbar. Dank der Feststellbremsen bewegt sich der Tapetomat E beim Arbeiten nicht. „Also beschafften wir uns ein erstes Gerät, damit unsere Mitarbeiter es ausgiebig testen konnten“, erläutert Soltau weiter.

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, damit war die Investition klar. „Im ersten Moment ist das eine ordentliche Summe, aber auf den betrieblichen Mehrwert umgelegt, relativieren sich die Anschaffungskosten“, so Geschäftsführer Michael Herrmann. Da wäre zum einen die Langlebigkeit: „Wir gehen von zehn Jahren plus aus.“ Zum anderen steige damit die Qualität genauso wie die Flächenleistung. „Heute ziehen wir fast alle Wandbeläge durch die Maschine, auch solche, die per Wandauftrag gekleistert werden könnten. Mit der Maschine sind wir auf der sicheren Seite, weil Kleber überall und in der richtigen Menge appliziert wird. Das steigert die Qualität erheblich“, betont der Geschäftsführer. Meist stehen Vliestapeten auf dem Auftragsblatt, „90 Prozent dürften das schon sein“, schätzt Alexander Soltau, einschließlich der noch zu beschichtenden Vliestypen. „Mustertapeten kommen aktuell ganz selten vor, allenfalls im Privatbereich.“

Untergestell, Kleistergerät und Maschinentisch sind exakt aufeinander abgestimmt und bilden eine funktionale Einheit.


Ergonomisch

Gerade kleistert Peters eine neue Bahn ein und längt sie mit dem Rollmesser präzise ab. „Das geht sehr fix. Und die Breite lässt sich mit dem Anschlag und der Schneideleiste auch bestens nutzen.“ Und die fixe Arbeitshöhe von 90 Zentimetern, passt die? „Ja, sehr gut. Die alten Tische waren niedriger, da musste man sich immer etwas beugen, was auf Dauer ziemlich anstrengend war“, bemerkt Andreas Peters mit der nächsten Bahn in der Hand.

„Die Ergonomie war ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung“, ergänzt Oliver Stotz auf Nachfrage. Zusammen mit den Experten von Storch hat Stotz an der Entwicklung des Tapetomaten gearbeitet – in seiner Funktion als Industriedesigner. Storch investiert als einer der wenigen Hersteller von Profi-Handwerkzeugen in das Design seiner Produkte. Vor allem, um deren Handhabung zu optimieren. So wird dem Nutzer die Arbeit erleichtert und dem Unternehmen ein echter Mehrwert geboten. Dabei geht es auch um Details, etwa um die Ausformung des Griffes zur Justierung der Kleistermenge oder um die Konstruktion des Klappmechanismus. Und fast nebenbei schmeicheln gut gestaltete Produkte auch noch dem Auge, sprechen den Nutzer positiv an und motivieren. Unter dem Strich verbessert dies die Bedienung sowie die Akzeptanz des Gerätes und macht es so zu einem wichtigen Bestandteil der handwerklichen Wertschöpfungskette.

Die Arbeitshöhe des neuen Tapetomat E ist ergonomisch optimiert und ermöglicht entspanntes Arbeiten.


Ein Modell für alle Fälle

Bei Schmidgunst & Herrmann ist man vom Tapetomat E voll überzeugt: „Bei den sechs Geräten wird es nicht bleiben. Rangieren wir demnächst andere Altgeräte aus, werden wir sie durch den Tapetomat E ersetzen, das ist klar,“ erklärt Geschäftsführer Michael Herrmann. „Denn es macht keinen Sinn, verschiedene Gerätemodelle zu nutzen, allein wegen der Umgewöhnung, aber auch der Wartung.“

Autor:  Armin Scharf


Fotos: Storch / Scharf


Quelle: Malerblatt 2/2017


praxisplus

Der Malerfachbetrieb in Halberstadt wurde 1992 gegründet und wuchs von damals 22 Mitarbeitern auf ein Unternehmen mit heute rund 60 Mitarbeitern. Das Leistungsangebot umfasst neben den klassischen Malerarbeiten auch Bodenbelagsarbeiten mit eigenen Mitarbeitern. Schmidgunst & Herrmann ist in der Region Halberstadt aktiv, um Wegezeiten so kurz wie möglich zu halten. Derzeit sind auch zwei Auszubildende mit dabei. Als Geschäftsführer fungieren Michael Herrmann und Kurt Herrmann.

www.schmidgunst-herrmann.de

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