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Interkulturelles Fassadenprojekt in Tel Aviv

Fünf Teams von Stuckateur- und Maler-Azubis kümmern sich um die Risssanierung und Putzertüchtigung am Max-Liebling-Haus in Tel Aviv.

Für eine spannende Arbeitswoche lang tauschen ab dem 23. März 15 Stuckateur-Azubis und 7 Maler-Azubis ihr heimisches Arbeitsumfeld mit einer ganz besonderen Baustelle in der „Weißen Stadt“ Tel Aviv. Bildungsaustausch und interkultureller Erfahrungszugewinn sowie handwerklicher Wissenstransfer sind die Ziele des in Kooperation mit der Sto-Stiftung geplanten Fassadenprojektes am denkmalgeschützten Max-Liebling-Haus in Tel Aviv.

Jeweils eine Woche lang werden drei Teams zu je fünf Stuckateur-Auszubildenden der Berufsschule und des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums Leonberg an der Fassade des Max-Liebling-Hauses arbeiten. Nach Risssanierung und Putzertüchtigung werden sieben Maler-Auszubildende aus sieben deutschen Berufsschulen die Fassade in neuem Glanz erstrahlen lassen. Nach den jeweils einwöchigen Workshops steht ein dreitägiges kulturelles Begleitprogramm mit einer Reise nach Jerusalem, zur Gedenkstätte Yad Vashem, nach Haifa und Akko und ein Rundgang durch die Weiße Stadt Tel Aviv auf dem Programm.

Von israelischer Seite werden in jeder Kolonne fünf junge Handwerker mitarbeiten, die „Israel Antiquities Authority“ wird Auszubildende beisteuern und eine Klasse von Architekturstudenten der Bezalel Universität in Jerusalem hat Interesse bekundet. Die Geschäftsstelle Weiße Stadt Tel Aviv im Amt für Bundesbau in Mainz wird sich um das kulturelle Begleitprogramm kümmern. Die Sto-Stiftung stellt die Mittel für den handwerklichen Bildungsaustausch zur Verfügung.

Die Leitung der Stuckateur-Workshops wird Jochen Drescher innehaben, der seit 2011 für die EuroSkills und WorldSkills (Stuckateur und Trockenbauer) aktiv ist. Er ist selbständiger Stuckateurmeister und Ausbilder in Stuttgart. Vor Ort in Tel Aviv wird sprach- und sachkundiger Ansprechpartner Dr. Norbert Hoepfer sein. Malermeisterin Annika Hillegeist nimmt die Maler-Azubis unter ihre Fittiche.

Die „Weiße Stadt“ in Tel Aviv wurde in den 1930er und 1940er Jahren von jüdischen Architekten als moderne Wohnstadt für Emigranten und Flüchtlinge aus Europa errichtet. Seit 2003 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe, rund 2.000 der 4.000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) unterstützt den Erhalt dieses baukulturellen Erbes aktiv, ideell und finanziell mit dem Projekt „Zentrum Weiße Stadt Tel Aviv“, in dem Vertreter der Stadt Tel Aviv und der Tel Aviv-Jaffa Foundation engagiert sind – und unterstreicht damit die gemeinsame historische und baukulturelle Bedeutung der „Weißen Stadt“ für Deutschland und Israel. Aktuell hat die Innensanierung des Max-Liebling-Hauses begonnen, das Dreh- und Angelpunkt des bilateralen Projektes werden und als Nachbarschafts-, Besucher-, Wissensvermittlungs- und Denkmalschutzzentrum rechtzeitig zum Bauhausjahr im Herbst 2019 eröffnet werden soll.

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