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Mikrobieller Befall an einer Estrichdämmschicht durch länger einwirkende Feuchtigkeit.Hier ist ein Rückbau erforderlich.
Foto: Robert Kussauer
Fachgerecht Sanieren

Beseitigung der Schadensursache

Bei der Betrachtung der Schadensursache wird zwischen Bauteilfeuchtigkeit und Oberflächenfeuchtigkeit unterschieden.

Bauteilfeuchtigkeit: Kommt es zu einem Wasserschaden – verursacht durch einen Wasserrohrbruch, das Überlaufen der Badewanne oder einen geplatzten Waschmaschinenschlauch – müssen sofort nach dem Bemerken technische Trocknungsmaßnahmen eingeleitet werden, um einen mikrobiellen Befall zu vermeiden. Ist bei bereits länger andauerndem Wasseraustritt, z.B. durch feine Haarrisse oder Korrosion in wasserführenden Leitungen, bereits ein Schimmelbefall eingetreten, dann müssen Bauteile, die mikrobiell befallen sind, in der Regel vor Beginn der Trocknungsmaßnahmen ausgebaut werden.

Bei der Trocknung von Bauteilen dürfen keine mikrobiellen Bestandteile freigesetzt werden. Das Trocknungsverfahren ist darauf abzustimmen. Ist dies nicht möglich, sind die betroffenen Räume abzuschotten. In bewohnten Räumen dürfen nur Trocknungsverfahren eingesetzt werden, die eine Freisetzung von Staub und Schimmelbestandteilen verhindert.

Eine Trocknung von Konstruktionsaufbauten (Hohlräume, Fußböden), die durch fäkalhaltiges Abwasser verunreinigt sind, ist nicht zielführend. Solche Konstruktionen müssen ausgebaut werden.

Oberflächenfeuchtigkeit (Kondensation):

Bei erhöhter Luftfeuchtigkeit und kalten Oberflächen kann es zu einem Kondensationsschaden kommen. Dieser kann durch unangepasstes Heiz- und Lüftungsverhalten, durch Wärmebrücken oder eine Kombination dieser beiden Ursachen ausgelöst worden sein. Zur Vermeidung sollte ggf. das Wohnverhalten entsprechend angepasst oder aber bei Wärmebrücken der Wärmeschutz verbessert werden. Auch Schimmelbefall durch Kondensation sollte umgehend fachgerecht entfernt werden.